Mit Verstärkung gehen die Aktivseniorinnen und Aktivsenioren im Raum Ansbach ihre Aufgaben an. Die Führungskräfte im Un-Ruhestand beraten vor allem Unternehmensgründer. Längst ist die Palette ihrer Einsatzgebiete aber bunter geworden.
Bei einem Treffen mit Landrat Dr. Jürgen Ludwig und den Wirtschaftsförderern des Landkreises Ansbach im Landratsamt wurde die Bedeutung der Arbeit der Beraterinnen und Berater betont. Mit dabei war auch der neue Regionalleiter Hans Alois Thiel, der für Mittelfranken und die Oberpfalz zuständig ist.
Gerade für Existenzgründer sei die Arbeit „äußerst wertvoll”, sagte Ludwig. Erfahrung und Wissen aus der Praxis würden so weitergegeben. Die Beratenden stellten sich anschließend selbst vor. Ursula Pendelin war 30 Jahre lang im Bankwesen tätig, Jörg Hammer 35 Jahre lang im Bereich Marketing und Vertrieb. Betriebswirtschaftler mit einem Schwerpunkt im Rechnungswesen und Controlling ist Dr. Gerald Bauer und Paul Walton hat ein eigenes Unternehmen aufgebaut. Um die organisatorischen Fragen kümmert sich Annegret Fleschner.
Nicht nur bei Gründungen begleiten sie Firmen, sondern über den gesamten Lebenszyklus hinweg, auch bei Schräglagen und wenn die Nachfolge über die Generationen hinweg in Familienunternehmen geregelt werden muss.
Nicht immer sagen sie „Ja” zu einer unternehmerischen Idee. Manchmal bescheinigen sie einem Vorschlag mangelnde Tragfähigkeit, wenn die Perspektive oder die nötigen Fähigkeiten fehlen. Aber auch dafür seien die meisten Mandanten dankbar, sagte Regionalleiter Thiel. Kreis-Wirtschaftsförderer Thomas Merkel bestätigte, dass die ergebnisoffene Beratungsarbeit „sehr geschätzt” werde. In Ansbach findet die ehrenamtliche Tätigkeit im digitalen Gründungszentrum Answerk statt.
Die Aktivseniorinnen und Aktivsenioren unterstützen nach den Worten von Hans Alois Thiel darüber hinaus junge Leute bei der Berufsorientierung und bei Bewerbungen sowie bei der Verbesserung von Lesefähigkeiten.