Die Allianz hat wieder eine Managerin: Susanne Kleider übernimmt im Steigerwald | FLZ.de | Stage

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Die Allianz hat wieder eine Managerin: Susanne Kleider übernimmt im Steigerwald

Susanne Kleider ist die neue Umsetzungsbegleiterin für die Kommunale Allianz „Franken 3”. (Foto: Andreas Reum)
Susanne Kleider ist die neue Umsetzungsbegleiterin für die Kommunale Allianz „Franken 3”. (Foto: Andreas Reum)
Susanne Kleider ist die neue Umsetzungsbegleiterin für die Kommunale Allianz „Franken 3”. (Foto: Andreas Reum)

Die Kommunale Allianz „Franken 3” hat eine neue Managerin – es ist inzwischen bereits die vierte. Susanne Kleider aus dem Oberscheinfelder Ortsteil Prühl führt seit Anfang März offiziell die Geschäfte für den aus neun Kommunen bestehenden Zusammenschluss.

Die als „Umsetzungsbegleitung” bezeichnete Stelle dient dazu, die gemeinsamen Vorhaben der Allianz zu verwirklichen. Kleider ist somit beispielsweise für die Verwaltung der zahlreichen Projekte des Regionalbudgets zuständig oder etwa auch des Kernwegekonzepts, das nach wie vor seiner Umsetzung harrt. Die 63-jährige Unternehmerin betont jedoch, dass sie sich nicht als Verwalterin, sondern als Gestalterin sieht.

Ihre Hauptaufgabe wird sein, „Projekte anzuschieben, die wirksam sind”, formuliert Kleider, die nach eigenem Bekunden aus dem Gesundheitswesen stammt, inzwischen aber auf ihre Berufserfahrungen im Projektmanagement bauen kann, die sie bei ihrer Tätigkeit als Unternehmensberaterin gesammelt hat. Ein Allianzmanager sei nicht dazu da, die Sachbearbeitung oder Verwaltung zu ersetzen, und auch nicht nur für die Koordinierung. Kleider sieht sich vielmehr in der Rolle einer Initiatorin für Vorhaben, die anschließend dann gerne selbstständig weiterlaufen können.

Der soziale Bereich im Fokus

Das gilt vor allem für den sozialen Bereich. Dieser ist seit Kurzem der neue Schwerpunkt in den Allianzaktivitäten. Als Beispiel führt Kleider das Thema „Selbstständigkeit im Alter” an, das auch für das noch junge, von Kleider mitaufgebaute „Wir für uns”-Netzwerk eine Herzensangelegenheit ist. Ein Erfolg wäre es, so findet sie, wenn es gelänge, den Zeitpunkt, wie lange alte Menschen in ihrem Zuhause bleiben können, nach hinten zu schieben.

Man müsse überlegen, was zu diesem Ziel beitragen kann. Faktoren könnten sein, dass die Wohnungen besser ausgestattet sind, dass das Umfeld weniger Barrieren birgt und insbesondere die Sturzgefahr gemindert wird. Die Möglichkeit einer Pflege zu Hause und auch einer Entlastungspflege für die Angehörigen sowie die Fragen der Mobilität und der Nahversorgung seien wichtige Aspekte. Und: „Dass es junge Leute gibt, die da wohnen und mal nach den Nachbarn gucken.”

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Den Zuzug zu fördern, das sieht Kleider als ein „Thema, das unterschätzt wird”. Denn daran hänge beispielsweise auch der Fachkräftemangel beziehungsweise der Nachwuchsmangel im Handwerk. „Es reicht nicht, wenn wir nur etwas für die Senioren tun, sondern wir müssen auch schauen, dass junge Leute nachkommen”, sagt die neue Allianz-Kraft.

Keine Übergangsphase vor der Neubesetzung

Kleider sieht mögliche Synergieeffekte durch die Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement. Derlei gibt es bislang im südlichen Steigerwald zwar noch nicht, soll jedoch in einzelnen Gemeinden eingeführt werden. Für die Marktgemeinde Oberscheinfeld ist eine entsprechende staatlich geförderte Stelle bereits bewilligt, aber noch nicht besetzt.

Eine Übergangsphase, wie es bei einer Neubesetzung einer Stelle oft ratsam ist, hatte Kleider übrigens nicht. Ihr Vorgänger Martin von Loeffelholz ist bereits seit gut einem Jahr nicht mehr da, konnte Kleider also nicht einarbeiten. Dennoch fühlt sie sich in dem für die Allianz zentralen Handlungsfeld „Soziales” bereits gut im Bilde, wie es um die neun Mitgliedsgemeinden steht.

25 Wochenstunden, auf zwei Jahre befristet

In anderen Bereichen räumt die Managerin noch Einarbeitungsbedarf ein, etwa auch beim Thema „Energie”. „Ich werde priorisieren müssen”, gesteht sie sich ein, und sie wird sich auch ein wenig an die Arbeitsweise einer öffentlichen Verwaltung gewöhnen müssen: „Ich komme aus der Selbstständigkeit, und da ist die Geschwindigkeit höher”, hat sie bereits eine Erfahrung gemacht. Noch etwas warten muss sie beispielsweise, um alle Ratsgremien der neun Kommunen persönlich kennenzulernen. Denn diese wurden erst vor Kurzem neu gewählt und konstituieren sich allesamt erst Anfang Mai.

Das Allianz-Management ist seit seiner Einführung vor knapp acht Jahren eine Teilzeitstelle. Kleiders offizielle Arbeitszeit beträgt 25 Wochenstunden, etwas weniger als das Stundenbudget ihrer drei Vorgänger. Ihre bisherige unternehmerische Tätigkeit als Beraterin und Coach will Kleider in reduziertem Maße weiterführen. Deshalb hat die Allianzmanagerin ihr Büro in ihren eigenen Räumen in Prühl. Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet.

Kommunale Allianz

„Franken 3”

Die Kommunale Allianz „Franken 3“ gibt es seit Oktober 2015. In ihr haben sich neun Kommunen zusammengeschlossen: die sechs Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Scheinfeld, also die Stadt Scheinfeld und die Gemeinden Langenfeld, Markt Bibart, Markt Taschendorf, Oberscheinfeld und Sugenheim, sowie die drei Kommunen im Drei-Franken-Eck, also Burghaslach, Geiselwind und die Stadt Schlüsselfeld.

Mit der Gebietsbeschreibung ist zugleich eine verwaltungstechnisch nicht einfache Konstellation skizziert: Die Allianz erstreckt sich über drei Landkreise (Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, Bamberg und Kitzingen) und sogar über drei Regierungsbezirke (Mittel-, Ober- und Unterfranken).

Grundlage der Zusammenarbeit ist das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept, meist kurz ILEK genannt. Es beschreibt den Ist-Zustand der Region, deren Stärken und Schwächen sowie gemeinschaftlich angestrebte Ziele. Dazu zählen beispielsweise das Kernwegenetz und die Verbesserung der Siedlungsstrukturen. Mit der jüngsten, noch von Susanne Kleiders Vorgänger Martin von Loeffelholz vorgenommenen Überarbeitung des ILEK rücken soziale Themen in den Mittelpunkt der Allianz-Aufgaben.


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