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Veröffentlicht am 09.01.2025 10:00

Die Container für die Burgbernheimer Schule sind da

Damit die Exemplare mehrere Jahre lang stabil stehen, war eigens ein Fundament errichtet worden. (Foto: Nina Daebel)
Damit die Exemplare mehrere Jahre lang stabil stehen, war eigens ein Fundament errichtet worden. (Foto: Nina Daebel)
Damit die Exemplare mehrere Jahre lang stabil stehen, war eigens ein Fundament errichtet worden. (Foto: Nina Daebel)

Das Lernen ist den Mädchen und Jungen der Grund- und Mittelschule Burgbernheim-Marktbergel an diesem Mittwoch schwer gefallen. Die Ablenkung war einfach zu groß: Schließlich fliegt nicht jeden Tag ein Container über die Turnhalle. Und davon wurden nun sogar gleich zehn Stück angeliefert. In ihnen wird künftig die Mittagsbetreuung untergebracht.

Aktuell findet die Mittagsbetreuung noch in den provisorisch errichteten Containern statt, die seit Anfang des Schuljahres vor dem Schulhaus stehen. Dass diese vorläufige Zwischenlösung notwendig geworden war, hatte mit dem Genehmigungsverfahren für die jetzt gelieferten Exemplare zu tun. „Das hat sich ewig hingezogen, weil spezielle Auflagen erfüllt werden mussten“, erklärte Werner Wagner, dessen Familienunternehmen mit Sitz in Burgbernheim „mobile Eventlösungen“ bietet, darunter Sanitäranlagen für Großveranstaltungen, Kühlcontainer und mobile Heizungsanlagen.

Komplettpaket kostet 135.000 Euro

Wagners Unternehmen hat das Projekt an der Schule geplant, hat das Genehmigungsverfahren gesteuert und wird die Container schlüsselfertig an die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Burgbernheim übergeben. Die wiederum investiert für das Komplettpaket 135.000 Euro brutto. Dafür bekommt sie zwei Klassenzimmer mit einer Größe von jeweils 60 Quadratmetern sowie einen dazugehörigen Vorraum. Ausgestattet sind die Zimmer jeweils mit Klimaanlage und Heizung, die Raumhöhe entspricht den geforderten Richtlinien, genauso wie der Brandschutz. Es kommt noch ein neuer Fußboden rein, die Elektrik sowie die Schallschutzdecken. Voraussichtlich Ende nächster Woche wird die Mittagsbetreuung die neuen Räume beziehen.

Nach Angaben von Burgbernheims Bürgermeister Matthias Schwarz ist die Mittagsbetreuung gezielt ausgegliedert worden. „So können wir trotz Raumknappheit alle Klassen innerhalb des eigentlichen Schulgebäudes unterbringen“, erklärte er auf Nachfrage unserer Redaktion. Aktuell zählt man 336 Kinder an der Grund- und Mittelschule Burgbernheim-Marktbergel. Es gibt zwölf Grundschulklassen und fünf an der Mittelschule. An der wird es ab dem kommenden Schuljahr eine weitere Klasse geben, die momentan noch in Bad Windsheim untergebracht ist.

Gekauft, nicht nur gemietet

Wie lange die Container, die übrigens gekauft, nicht nur gemietet sind, stehen bleiben werden, ist bislang offen. Bürgermeister Schwarz spricht von fünf bis zehn Jahren. Auf jeden Fall sei man mit diesem zusätzlichen Raumangebot „zukunftsfähig“. Wie es langfristig weiter gehen solle und möglicherweise müsse, darüber wolle man erst einmal innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft diskutieren, so Schwarz. „Die starken Jahrgänge kommen erst noch.“

Werner Wagner indes war bei der Lieferung der Container selbst vor Ort und freute sich über die vielen Kinder, die immer wieder aus den Fenstern schauten. Als sein Sohn anruft, erzählt er ihm begeistert davon und gibt einen Zwischenstand durch: „Läuft gut, und Bürgermeister Schwarz war auch schon da.“

Qualität sei ihm wichtig, bekennt Wagner. Deswegen habe er sich auch persönlich um das Projekt gekümmert – und schnell reagiert, als absehbar gewesen sei, dass das Genehmigungsverfahren sich über den Anfang des neuen Schuljahres hinaus verzögern würde. „Wir sind ein international tätiges Unternehmen und können kurzfristig handeln“, sagt er. So seien die Container für die Interimslösung innerhalb eines Tages vor Ort und bezugsfertig gewesen. Dass die Lehrer diese Schnelligkeit überrascht habe, aber am Ende alle zufrieden gewesen seien, hat Wagner ebenfalls sehr gefreut.

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