„Die drei ???“ wagen sich auf die Toteninsel | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 22.01.2026 07:01

„Die drei ???“ wagen sich auf die Toteninsel

Die Schauspieler Nevio Wendt (l-r), Momo Beier, Julius Weckauf und Levi Brandl bei der Premiere. (Foto: Felix Hörhager/dpa)
Die Schauspieler Nevio Wendt (l-r), Momo Beier, Julius Weckauf und Levi Brandl bei der Premiere. (Foto: Felix Hörhager/dpa)
Die Schauspieler Nevio Wendt (l-r), Momo Beier, Julius Weckauf und Levi Brandl bei der Premiere. (Foto: Felix Hörhager/dpa)

Justus, Peter und Bob sind wieder da und ermitteln erneut auf der großen Leinwand. Gerade einmal ein Jahr mussten Fans der Buch- und Hörspiel-Reihe „Die drei ???“ auf den fünften Kinofilm warten. Im Abspann von „Die drei ??? - Der Karpatenhund“ wurde die Fortsetzung bereits mit einem kurzen Clip angekündigt und hat für Begeisterung und Vorfreude gesorgt. 

Nun schippern die Jung-Detetektive aus Rocky Beach ungewollt mit einem Team aus teils windigen Archäologen zur „Toteninsel“ Makatao. Damit stürzen sie sich in eines ihrer wohl aufregendsten Abenteuer. Denn von dieser Insel im Pazifik ist noch niemand lebend zurückgekehrt. 

Zum dritten Mal sind Julius Weckauf (Justus Jonas), Nevio Wendt (Peter Shaw) und Levi Brandl (Bob Andrews) das junge Ermittler-Trio und diesmal bekommen sie Unterstützung von der im Rollstuhl sitzenden Jelena (Momo Beier, „Alter weißer Mann“). Hinter der Kamera stand erneut Regisseur Tim Dünschede, der 2023 auch schon „Die drei ??? – Erbe des Drachen“ und eben Anfang 2025 „Die drei ??? – der Karpatenhund“ ins Kino brachte.

Rasant, unterhaltsam und kindgerecht

Für viele Fans der Buch- und Hörspielserie „Die drei ???“ ist die „Toteninsel“ eine der beliebtesten Folgen, vor allem für die älteren. Die 100. Folge der Erfolgsreihe ist besonders komplex, aufregend und auch recht düster. So mancher fürchtete deshalb, dass die kindgerechte Verfilmung - die Altersfreigabe liegt bei sechs Jahren - viele Details und gruselige Elemente vermissen lassen wird. Und das stimmt auch. Gemessen an der angepeilten Zielgruppe aber ist die Verfilmung sehr gelungen. 

Sie ist rasant, geheimnisvoll und unterhaltsam. Ein Abenteuerfilm für die ganze Familie. Und ganz im Stil der Indiana-Jones-Reihe. Justus, Peter und Bob müssen sich durch einige Rätsel knobeln und gut nach Feind und Freund Ausschau halten. Die Devise lautet dabei wie immer: „Zu dritt haben wir doch bisher jedes Problem gelöst, Zweiter!“, wie Justus mit Nachdruck sagt. 

Zur Geschichte: Eigentlich wollen die Jungs ihre Sommerferien im Auto verbringen und einen Roadtrip entlang der Ostküste machen. Einfach mal nichts tun. „Keine gefährlichen Ermittlungen während wir weg sind. Versprich es!“, fordert Justus' Tante Mathilda noch, bevor auch sie mit Onkel Titus in den Europa-Urlaub verschwindet. 

Doch dann spricht ein Fremder mit verstellter Stimme das Rätsel der Sphinx auf den Anrufbeantworter der Drei. Dass es sich bei der Sphinx um eine Art Geheimbund auf der Suche nach einem Schatz auf der Insel Makatao handelt, bekommt das Trio schnell heraus. Dass ihr Erzfeind Skinny auch darin verwickelt ist, macht die Neugierde nur noch größer. 

Hackerin Jelena hilft dem Trio

Zum Ermittlerteam stößt in dieser Episode auch die junge Rollstuhlfahrerin Jelena. Die Freundin von Bob kennt sich mit Computern und Hacken aus und hilft gern und kompetent - auch, wenn Justus das reichlich blöd findet und anfangs doch ein bisschen gemein zu ihr ist. Aber: Können setzt sich durch und dank Jelena kommen die jungen Detektive schnell voran.

Doch dann kommt es zu einer Verwechslung und statt Skinny fährt auf einmal Peter als Schiffsjunge mit auf dem Boot der Crew zur Toteninsel. Und nicht nur er stellt sich die Frage: Wer führt hier eigentlich wen an der Nase herum? 

Hollywood-Vibes 

Das Expeditionsteam - bestehend neben anderen aus dem mysteriösen Archäologie-Professor Phoenix (Andreas Pietschmann, „Dark“, „1899“) und seinem Assistenten Olin (Jannik Schümann) - kommt herrlich zwielichtig rüber. Katja Lechthaler überzeugt als Archäologin Maria Svenson mit ihrer zarten wie kraftvollen Performance. Teamchef Professor Phoenix mit Augenklappe könnte als Bösewicht ebenso in jeden Hollywood-Film passen.

Auch in Sachen Musik hat das Filmteam diesmal ins obere Regal gegriffen und epische Melodien im Stil von James Bond und ähnlich heroischen Filmen ausgepackt. Das steht dem Film gut.

„Die drei ???“ sind seit Jahrzehnten ein fester Teil der deutschen Popkultur. Die Buchreihe gibt es seit rund 60 Jahren, vertont wird sie seit mehr als 45 Jahren in Hamburg. Mehr als 250 Fälle haben „Die drei ???“ schon gelöst. „Die drei ??? - Toteninsel“ erschien als Buch und Hörspiel im Jahr 2001. Ob ein sechster Film schon geplant ist? Zumindest im Abspann gibt es darauf diesmal keinen Hinweis.

© dpa-infocom, dpa:260122-930-579683/1


Von dpa
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