Wrestling kommt ursprünglich aus den USA, doch spätestens seitdem der ehemalige Profi-Fußballer Tim Wiese sich dieser Schaukampf-Sportart zuwandte, erfuhr Wrestling auch in Deutschland einen immer höheren Zuspruch. Der Verein IWI Wrestling organisierte nun am Samstag erstmals in Dinkelsbühl ein solches Event.
Wie Vorsitzender Christian Affronti erklärte, sei er schon immer Wrestling-Fan gewesen und in der Zeit vor der Corona-Pandemie als „Myles Grit“ bei der „New European Championship“ auch selbst in den Ring gestiegen. Nachdem diese Organisation aufgelöst worden war, gründete Affronti im Juni 2021 seinen eigenen Verein: den IWI Wrestling. Ziel sei es, durch Kooperationen mit anderen deutschen Ligen die Entwicklung der Sportart weiter voranzutreiben.
In Deutschland gebe es inzwischen rund 13.000 Wrestling-Fans, so Affronti. Diesen sollen bei Events vor allem Spaß und Unterhaltung geboten werden. „Wrestling ist ein Live-Action-Theater, mit einem Kampf Gut gegen Böse“, sagte der Organisator. Denn dieser Zwiespalt sei die Grundlage für diese Art von Shows. Seit der Vereinsgründung sei man stets auf der Suche nach geeigneten Locations. Mitglieder aus Mittelfranken hätten dann vorgeschlagen, in Dinkelsbühl eine Wrestling-Show zu zeigen. Und die sorgte von Anfang an für Spannung.
Bei der hochkarätigen Show in der Schranne stiegen 30 Kämpferinnen und Kämpfer in den Ring und boten dabei sportliche Unterhaltung. Moderator Christian Kobras führte durch einen Abend mit insgesamt sieben Matches, der geprägt war von sportlicher Spannung und Gags. Bei der ersten Begegnung im Dreikampf zwischen Dave Davies, Puppet Master und Boris Pain konnte Referee Farry Frag allerdings keinen Sieger ermitteln, die Begegnung endete „No Contest“ – also ohne Entscheidung.
Den Vierkampf der Wrestlerinnen Tyrer Gates, Melanie Gray, Keesa Bombay und Baby Allisay konnte Gray nach zähem Gefecht für sich entscheiden.
Der selbst ernannte Wrestling-König Alex Wonder brachte anschließend Nick Sierra und Eliah Blum gegeneinander auf. Dabei zog Sierra das Publikum durch besonders akrobatische Einlagen schnell auf seine Seite. Teilweise trugen die beiden ihren Kampf auch außerhalb des Rings aus, was von den Fans gefeiert wurde. Mit einem letzten Knock-out gelang Sierra der Erfolg über seinen Kontrahenten. Wrestler Tim Strübing musste nach einem aufopferungsvollen Duell gegen das Team Project Justitia eine Niederlage verdauen.
Bei dem hochkarätigen Kampf zwischen Marc Empire, Candleman, Herotation, Kevin Kaiden, Alex Duke, Nicolas Williams und Martyrium hatte der Referee alle Hände voll zu tun, um das Geschehen im Ring im Zaum zu halten. Die Gegner wirbelten einander bei diesem Höhepunkt der Show herum, lieferten sich faszinierende Duelle, ehe einer nach dem anderen ausschied und zuletzt Empire als Sieger feststand.
Spätestens hier wurde den Zuschauerinnen und Zuschauern klar, dass beim Wrestling nicht alles nur Schauspiel ist. Denn wenn sich Wrestler mit einem Gewicht von 130 Kilogramm und aus mehr als zwei Metern Höhe gegenseitig krachend in den Ring werfen, erfordert dies schon ein hohes Maß an Akrobatik, Kraft und Technik.
Nachdem der „Watschn Club“ dem Team des Wrestling-Königs Alex Wonder abermals eine Lektion erteilt und Hector den „Son of Nothing“ in seine Schranken verwiesen hatte, endete ein unterhaltsamer Show-Abend, der vom Publikum mit viel Applaus honoriert wurde.