Ein vor der Saison unerwartetes Spitzenspiel der 2. Tischtennis-Bundesliga findet am Samstag, 7. Februar, um 18 Uhr in der Windsbacher Schulturnhalle statt. Der heimische TSV empfängt als Tabellenführer erstmals den namhaften 1. FC Köln.
Die Windsbacher – als Aufsteiger mit der Zielsetzung, einen gesicherten Mittelfeldplatz erreichen zu wollen, gestartet – mauserten sich nach einer deutlichen Leistungssteigerung aller Spieler zum aktuellen Spitzenreiter. Mit 16:6 Punkten stehen die Mannen um Mannschaftsführer Andreas Staudacher drei Punkte vor dem FSV Mainz 05.
Mit 13:7 Punkten folgt der Gast aus Köln. Der FC hatte als einzige Mannschaft vor der Saison den Aufstieg in die Bundesliga als mögliche Option benannt. Das ist für die „Geißböcke” noch im Bereich des Möglichen, die Rheinländer haben aber Probleme.
Ihre angestammte Heimspielstätte am Apostelgymnasium ist nach einem Wasserrohrbruch aktuell nicht zweitligatauglich. Der jüngste 6:1-Sieg gegen Oldenburg gelang in der Halle von Ligakonkurrent TTC Jülich. Außerdem wechselte Spitzenspieler Tom Jarvis im Winter zu Erstligist ASC Grünwettersbach.
Angeführt werden die Kölner nun von Deutschlands zweitbestem Abwehrspieler Florian Bluhm. Er überzeugte bisher mit einer 13:5-Einzelbilanz. An Position 2 erwartet Staudacher das Debüt von Tomoki Omoda. Der junge Japaner war einer von drei Neuzugängen im Winter, die den Verlust von Jarvis auffangen sollen. Im hinteren Paarkreuz werden es die Windsbacher mit Mike Hollo und U19-Nationalspieler Lleyton Ullmann zu tun bekommen. Hollo kann eine 11:3-Einzelbilanz vorweisen. Ullmann (6:8) liegt noch hinter den Erwartungen von Spielertrainer Gianluca Walther zurück.
Die Windsbacher treten mit ihrer Stammformation an. Auf die Dienste von Edeljoker Chen Chien-An (5:0) werde Staudacher erst wieder zu einem späteren Zeitpunkt zurückgreifen, berichtet er.
Tom Schweiger (8:8), der im Spitzenpaarkreuz immer besser in Fahrt kommt, führt das Team an. Eine überragende Saison spielt bisher Abwehrallrounder Jakub Folwarski (14:3). Die Zuschauer dürfen sich besonders auf das Abwehrduell mit Bluhm freuen. Spielertrainer Bojan Tokic, der letzte Woche in Velbert mit Siegen gegen Wim Verdonschot und Anton Limonov voll überzeugte, läuft auf Position 3 auf. Vervollständigt wird der TSV-Kader von Publikumsliebling Petr David und Daniel Rinderer.
Windsbach wird alles daran setzen, sich im vorderen Tabellendrittel festzusetzen und die seit März 2024 andauernde Heimserie ohne Niederlage auszubauen. Die TSV-Verantwortlichen hoffen daher auf tatkräftige Unterstützung der Zuschauer. „An eine ähnliche Kulisse wie im Derby gegen den TV Hilpoltstein mit knapp 330 Zuschauern ranzukommen, wäre eine schöne Sache für diese Begegnung”, findet Andreas Staudacher.