Was haben der Eiffelturm und die Spielbank Feuchtwangen gemeinsam? Sie wurden beide am 31. März eröffnet. Im Fall des Casinos ist das 25 Jahre her. Dieser Geburtstag wurde jetzt mit vielen Gästen gefeiert.
Star des Abends war David Lugert, bekannt als Mitglied der A-capella-Band Viva Voce. Er war es auch, der für einen eigens arrangierten Song recherchiert hatte, dass die Feuchtwanger Spielbank und der Eiffelturm am selben Tag eröffnet wurden. Musikalisch unterstützt wurde er von Franz Dietlein aus Ornbau (Gitarre) und Andreas Kuch (Piano).
Als besonderen Gast hatte Lugert Volker Heißmann von der Comödie Fürth mitgebracht. Die beiden feierten mit einigen Entertainment-Klassikern auf der Bühne im Saal des Großen Spiels nicht nur das Jubiläum, sondern auch ein bisschen ihre Freundschaft. Die Roulette-Kugeln rollten natürlich ebenfalls, was an diesem Abend aber eher in den Hintergrund rückte.
Begrüßt wurden die Gäste, die wegen einer Umleitung teilweise eine abenteuerliche Anreise hatten, „in der schönsten Spielbank Bayerns“ von Direktor Thorsten Müller.
Zu ihrem ersten offiziellen Besuch einer bayerischen Spielbank war die seit 1. März dieses Jahres amtierende Präsidentin der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung, Dr. Carolin Kerschbaumer, nach Feuchtwangen gekommen.
Das Casino in Feuchtwangen zeige seit 25 Jahren, dass verantwortungsvolles Glücksspiel und gesellschaftliches Engagement eng miteinander verbunden seien. Mit insgesamt 3,6 Millionen Besuchern, einem Bruttospielertrag von fast 467 Millionen Euro und einem Gemeindeanteil von über 63 Millionen Euro seit der Eröffnung habe sich die Spielbank zu einem Wirtschaftsfaktor und wichtigen regionalen Arbeitgeber mit rund 100 Beschäftigten. entwickelt.
Kerschbaumer erinnerte daran, dass sich zahlreiche Städte als Standort der achten staatlichen Spielbank in Bayern beworben hatten. Feuchtwangen suchte seinerzeit eine Kompensation für die geschlossene Kaserne der Bundeswehr. Neben der Bauakademie schien die Spielbank dafür eine gute Chance. 1995 fiel die Standortentscheidung und 1998 erfolgte der erste Spatenstich für die 22-Millionen-Euro-Investition in den futuristischen Bau.
Den Erfolg belegen nach den Worten der Präsidentin auch die aktuellen Zahlen: 2024 seien 120.000 Gäste gekommen. Der Brutto-Spielertrag lag bei 24,6 Millionen Euro, 3,7 Millionen Euro flossen an die Stadt Feuchtwangen.
Die Spielbank sei ein „überragendes Aushängeschild“ für den Landkreis Ansbach und ein touristischer Magnet im Romantischen Franken, erklärte stellvertretender Landrat Stefan Horndasch. Die Menschen spielen nach seinen Worten seit jeher, im Landkreis aber auf jeden Fall seit dem 1. Jahrhundert, als die Römer hier am Limes siedelten. Aktuell finde die größte Pokerrunde sicher bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin statt.
Feuchtwangens Bürgermeister Patrick Ruh meinte, das damals neue Erfolgsrezept eines Casinos direkt an der Autobahn habe sich für die Stadt ausgezahlt, wovon indirekt über die Kreisumlage auch der Landkreis profitiere.
Ein Gastgeschenk hatte zudem Peter Eursch, Direktor der Spielbank Garmisch-Partenkirchen, mitgebracht.