Auch die zweite Betreiberin des historischen Pavillons an der Promenade streicht die Segel. Nun muss die Stadt erneut nach einem neuen Pächter für das kleinste Café Ansbachs suchen.
Erst im September des vergangenen Jahres hatte Liudmyla Vinnytska den Betrieb übernommen, nun teilte sie der Stadt mit, den laufenden Vertrag „aus privaten Gründen“ nicht erfüllen zu können. „Wir versuchen, die Nachfolge schnellstmöglich zu regeln“, sagte Kämmerer Christian Jakobs.
Ob der Betrieb des ehemaligen Kiosk wirtschaftlich gewesen sei, konnte der Kämmerer nicht beantworten. Die bisherige Betreiberin hatte um die Auflösung des bestehenden Kontrakts gebeten, dem Wunsch will die städtische Verwaltung auch entsprechen.
Bis August ist der Betrieb des Pavillons demnach noch gesichert. Sollte sich aber bereits zuvor eine Nachfolgeregelung realisieren lassen, wäre das laut Auskunft des Kämmerers möglich.
Potenzielle Interessenten sind angehalten, eine Bewerbung mit einem tragfähigen Konzept für den Betrieb eines Cafés oder eines Imbiss an das Liegenschaftsamt zu formulieren. „Wir sind daran interessiert, dass es langfristig läuft“, stellte Jakobs klar.
Allerdings sind das begrenzte Einzugsgebiet und die Abhängigkeit vom Wetter limitierende Faktoren. Das Café verfügt nur über einige Sonnenschirme im Außenbereich. Die Stadt hatte den um 1850 errichteten Pavillon 2010 erworben und 137.000 Euro für die Restaurierung ausgegeben. Dafür setzte es vom Bund der Steuerzahler eine Rüge im Schwarzbuch verschwendeter Steuergelder.