Die Pläne für einen Drogeriemarkt in Merkendorf werden konkret | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 18.06.2024 12:00, aktualisiert am 19.06.2024 19:02

Die Pläne für einen Drogeriemarkt in Merkendorf werden konkret

Zwischen dem bestehenden Aldi- und dem benachbarten Rewe-Markt soll in Merkendorf noch ein Drogeriemarkt gestellt werden. Die Zahl der Parkplätze wird sich dadurch verringern. (Foto: Robert Maurer)
Zwischen dem bestehenden Aldi- und dem benachbarten Rewe-Markt soll in Merkendorf noch ein Drogeriemarkt gestellt werden. Die Zahl der Parkplätze wird sich dadurch verringern. (Foto: Robert Maurer)
Zwischen dem bestehenden Aldi- und dem benachbarten Rewe-Markt soll in Merkendorf noch ein Drogeriemarkt gestellt werden. Die Zahl der Parkplätze wird sich dadurch verringern. (Foto: Robert Maurer)

Die Planungen für einen Drogeriemarkt in Merkendorf konkretisieren sich. Der Vorentwurf der nötigen Bebauungsplanänderung hat nun den Stadtrat passiert. Damit geht es nun in die Beteiligung der Öffentlichkeit.

Am südlichen Ortsrand von Merkendorf soll zwischen Aldi und Rewe ein Drogeriemarkt gesetzt werden, um das Einkaufszentrum zu ergänzen. Die beiden Nachbarn haben bereits signalisiert, dass sie einen Drogeriemarkt an dieser Stelle nicht als Konkurrenz, sondern als Bereicherung des Standortes sehen würden. Auch der Stadtrat ist überzeugt, dass Merkendorf als Einkaufsstadt dadurch attraktiver wird und unterstützt das Vorhaben deshalb.

750 Quadratmeter Verkaufsfläche für Drogerieartikel

Nach aktuellem Stand der Dinge wird die Kette Rossmann dort einziehen. Der Großteil des Marktes wird den südlichen Teil des Aldi-Parkplatzes belegen. Weil das aber nicht ganz reichen wird, muss noch ein schmaler Streifen der angrenzenden landwirtschaftlichen Nutzfläche bebaut werden. Deshalb muss der Bebauungsplan geändert werden. Planer Jörg Bierwagen vom Ingenieurbüro Christofori brachte die Stadträte nun auf den Stand der Dinge. Vorgesehen sind bis zu 750 Quadratmeter Verkaufsfläche im Drogeriemarkt.

Im Zuge der Bebauungsplanänderung soll auch gleich die Verkaufsfläche des Discounters von gut 1100 auf künftig 1200 Quadratmeter erhöht werden. Das ist die aktuell zulässige Obergrenze des Landesentwicklungsprogramms für Nahversorger. Die Pläne für das neue Gebäude selbst kommen ebenfalls voran, berichtete Bierwagen, der im engen Kontakt mit den Bauherren steht. Vorgesehen ist demnach eine klassische Halle mit einem flach geneigten Dach. Die Maximalhöhe wird auf 6,50 Meter festgelegt. Das Regenwasser soll auch beim neuen Bau vor Ort versickern können.

Grünfläche hinter dem Aldi in Merkendorf

Weil der Bebauungsplan bislang schon eine Eingrünung des Areals vorsieht, wird das auch für den ergänzenden Bereich festgelegt. Deshalb wird hinter dem Aldi-Markt eine kleine Grünfläche mit Hecken und einer Wiese entstehen. Direkt daneben sollen die Angestellten des Drogeriemarktes parken können.

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Der Kundenparkplatz von Aldi und Rossmann wird nur noch Platz für 79 Autos bieten, erklärte Bierwagen. Die Planer rechnen üblicherweise mit einem Parkplatz je 30 Quadratmeter Verkaufsfläche. Das wären also 40 und 25. Deshalb kommt Bierwagen auch zum Schluss: „Da sehen wir kein Problem.“

Die Anpassung des Bebauungsplanes soll gleich genutzt werden, um Vorgaben zu konkretisieren. Unter anderem soll definiert werden, welche Werbemaßnahmen die drei Geschäfte künftig entlang der Straße Am Wiesengrund vornehmen dürfen.

Es fehlt noch eine Hürde: die Verkehrszählung

Was noch fehlt, ist eine Verkehrszählung an der Kreuzung der Bundesstraße mit der Straße Am Wiesengrund. Diese macht erst Sinn, wenn die Baumaßnahmen an der B466 bei Gunzenhausen abgeschlossen sind, so Bierwagen. Weil aktuell die offizielle Umleitungsstrecke durch Merkendorf führt, würde das Ergebnis sonst verfälscht. Diese Zählung werde aber baldmöglichst nachgereicht.

Um das Genehmigungsverfahren nicht auszubremsen, werden unabhängig davon bereits die nächsten Schritte eingeleitet. Mit der nun anstehenden Auslegung werden Behörden, Träger öffentlicher Belange und Öffentlichkeit einbezogen und können Bedenken und Anregungen äußern. Bei der Frage nach der Baufertigstellung hielt sich Bierwagen bedeckt. Üblicherweise dürfte das Genehmigungsverfahren aber noch ein paar Monate Zeit in Anspruch nehmen. Somit ist mit einem Baubeginn eher nach als vor dem nächsten Winter zu rechnen.

In einer ersten Textfassung war die Rede davon, dass es einen Wechsel des Betreibers geben soll. Das ist nicht der Fall. Die Drogeriemarktkette Rossmann will den Markt in Merkendorf betreiben.

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