Das Areal rund ums Rathaus in der Gemeinde Oberdachstetten bis hin zur nahen Kirche soll neu gestaltet und somit schöner werden. Im Rahmen einer Planungswerkstatt Mitte März geht's nun darum, Ideen zu entwickeln und zu diskutieren. Nicht hinter verschlossenen Türen, sondern öffentlich für alle Bürgerinnen und Bürger.
Die Planungswerkstatt mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus drei Architekturbüros wird im Gemeindehaus der evangelischen Kirche am Kirchplatz 2 stattfinden, wie Bürgermeister Martin Assum in der Sitzung des Gemeinderats am Montagabend berichtete. Am Donnerstag, 12. März, werden die Planungsteams um 10 Uhr zunächst zu einem Ortsrundgang mit Einführung aufbrechen und sich dann Gedanken über mögliche Gestaltungskonzepte machen.
Am selben Tag um 18 Uhr steht eine erste Kurzvorstellung aller Ideen auf dem Programm. Die Arbeit der drei Teams wird am 13. März fortgesetzt, ehe die Ergebnisse am Samstag, 14. März, um 14 Uhr öffentlich präsentiert werden.
Für das Planungsprojekt liege eine Förderzusage der Regierung von Mittelfranken vor, erklärte Assum. Ihm sei Transparenz wichtig, was bedeute, dass die Bewohnerinnen und Bewohner Oberdachstettens „herzlich eingeladen sind, den Planern an allen drei Tagen über die Schulter zu schauen und ihre Anregungen einzubringen”. Wer interessiert ist an der Neugestaltung von Dorf- und Kirchplatz, kann ins Gemeindehaus kommen – um zuzuhören oder um selbst Vorschläge zu machen.
Ein weiteres Thema in der Sitzung war die Verbesserung der digitalen Alarmierung, verbunden mit dafür möglichen Förderungen. Im Vorfeld war festgestellt worden, dass die vorhandenen fünf Sirenenstandorte nach wie vor ausreichend sind; auch in den Randgebieten der 1650-Einwohner-Gemeinde ist der Alarm deutlich zu hören. Die Ratsmitglieder stimmten der Umrüstung der bestehenden Sirenenanlagen nach neuen Standards einhellig zu, die Förderung dafür ist nahezu kostendeckend. Zudem sollen 18 Tetra-Pager, also moderne digitale Funkmeldeempfänger für die effiziente Alarmierung von Einsatzkräften, angeschafft werden.
Einstimmig war auch die Entscheidung für die künftige Nutzung von 100 Prozent Ökostrom mit Neuanlagenquote – sowie für einen Dienstleistungsvertrag für die Durchführung von Bündelausschreibungen für die Strombeschaffung. Dies steht im Zusammenhang mit einem Rahmenvertrag für Bündelausschreibungen des Bayerischen Gemeindetags mit der Energieplattform enPORTAL GmbH. Auch bisher hat die Gemeinde Oberdachstetten Ökostrom mit Neuanlagenquote bezogen.
Am 18. März ist eine Verkehrsschau zur Verkehrssicherheit mit einem Vertreter der Polizeiinspektion Ansbach in Oberdachstetten geplant. Der Grund dafür ist, dass bei einer Messkampagne die Geschwindigkeit an mehreren Stellen deutlich überschritten wurde: etwa am Platz vor der Schule, in der Würzburger Straße, in den Gemeindeteilen Hohenau und Anfelden und ortsauswärts in Mitteldachstetten. Es soll geprüft werden, ob „Haifischzähne” – weiße, dreieckige Farbbahnmarkierungen – Abhilfe schaffen können.
Ein Bauantrag für eine private Pferdehaltung in Hohenau wurde einstimmig akzeptiert. Dagegen wurde für eine rund 1000 Quadratmeter große wasserdurchlässige Lagerfläche mit Lagercontainer kein gemeindliches Einvernehmen erteilt, weil noch Fragen offen sind. Als Feldgeschworener der Gemarkung Anfelden ist der 29-jährige Tobias Krämer vereidigt worden. Bürgermeister Assum dankte ihm für die Übernahme „des verantwortungsvollen Ehrenamtes”. Er freue sich, so Assum, dass ein junger Mann dazu bereit sei. Meist würden deutlich ältere Menschen als Siebener über die Einhaltung von Grundstücksgrenzen wachen.
Am Freitag, 27. Februar, findet die Bürgerversammlung der Gemeinde Oberdachstetten statt: um 20 Uhr in der Rezathalle.