Die wilde Saison des SVG Steinachgrund im Rückblick | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 05.06.2026 17:00

Die wilde Saison des SVG Steinachgrund im Rückblick

Eine sympthomatische Szene: Im wichtigen Kellerduell gegen den TSV Buch verunglückte schon nach fünf Minuten ein Flankenball so, dass Steinachgrunds Torwart Nicolas Hurler alt aussah. Der Ball schlug im Tor ein, Gutenstetten verlor letztlich 2:4.  (Foto: Martin Rügner)
Eine sympthomatische Szene: Im wichtigen Kellerduell gegen den TSV Buch verunglückte schon nach fünf Minuten ein Flankenball so, dass Steinachgrunds Torwart Nicolas Hurler alt aussah. Der Ball schlug im Tor ein, Gutenstetten verlor letztlich 2:4. (Foto: Martin Rügner)
Eine sympthomatische Szene: Im wichtigen Kellerduell gegen den TSV Buch verunglückte schon nach fünf Minuten ein Flankenball so, dass Steinachgrunds Torwart Nicolas Hurler alt aussah. Der Ball schlug im Tor ein, Gutenstetten verlor letztlich 2:4. (Foto: Martin Rügner)

Mit einer Niederlage im Elfmeterschießen ist für den SVG Steinachgrund eine turbulente Fußballsaison zu Ende gegangen. Dadurch wurde der Abstieg von der Landes- in die Bezirksliga zementiert. Ein Ausgang, der so nicht unbedingt zu erwarten war – aufgrund der Nebengeräusche aber auch nicht verwunderte.

Nach Platz 9 in der ersten Saison in der Landesliga Nordost 2024/25 wollte sich der Verein auf Verbandsebene etablieren. Ein eher kleiner Kader hatte Trainer Thomas Guter schon in jenem Debütjahr gewisse Sorgen bereitet. Doch zum Kern des Teams gehörten einige sehr gute Fußballer, deren Qualität unbestritten ausreichend für die Landesliga ist. Deshalb wollte man mit dem Abstiegskampf eigentlich nicht viel zu tun haben.

60 Treffer sprechen für Qualität

„Wir sind dann gut gestartet, auch obwohl es noch Abgänge im Juli und August gab”, sagt Guter. Zum Auftakt gab es eine Niederlage bei Titelkandidat Münchberg (1:3), darauf folgten Siege gegen Feucht (2:0) und Schwabach (2:1). Doch dann setzte schon ein, was der Trainer als „Aufs und Abs” bezeichnet. Das Team spielte mal hopp, mal topp.

Steinachgrund zeigte immer wieder hohe Qualität, die 60 Saisontore sind Ausdruck genug davon. Das ist sogar eines mehr als Vizemeister Münchberg. Doch das große Manko war die Defensivarbeit. Mehrfach hagelte es vier oder fünf Gegentore, einmal auch sechs. So gab es direkt nach jenen ersten beiden Saisonsiegen 0:4- und 1:4-Pleiten gegen Neuendettelsau und Forchheim.

83 Gegentore gefangen, 41 Spieler eingesetzt

83 Treffer musste der SVG insgesamt schlucken. Nur die direkten Absteiger Lauterhofen (101) und Röslau (108) haben mehr kassiert. Diese beiden, das muss man so sagen, waren in der Liga aber völlig überfordert. Mit Burgebrach (82) hat ein weiteres Team ähnlich viele Treffer gefangen wie Steinachgrund, dann kommt aber schon Mögeldorf (64) mit gehörigem Abstand.

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Ein Faktor dabei waren sicherlich personelle Probleme, die der Coach zu meistern hatte. Er setzte irre 41 Spieler im Verlauf der Saison ein. Kein Spieler absolvierte alle 34 Partien – eigentlich 32, siehe unten. Kontinuität gab es nicht. Guter: „Das waren oft wilde Kader. Ich hatte oft nicht die Qual der Wahl bei der Startelf. Einen Konkurrenzkampf gab es nicht.”

5:1-Sieg gegen den Meister DJK Ammerthal

So wankte Steinachgrund die ganze Saison zwischen Himmel und Hölle. Exemplarisch seien die letzten sechs Spiele genannt: Auf einen fulminanten 5:1-Sieg beim designierten Meister DJK Ammerthal folgten bis Saisonende fünf Niederlagen am Stück, womit der SVG noch auf Relegationsplatz 16 abrutschte.

Nicht nur auf dem Platz ging es turbulent zu. Es gab Störgeräusche abseits des Rasens, die in jener Schlussphase eskalierten und im Streik einer Gruppe von neun Spielern mündeten. Bei Erlangen-Bruck (1:3) musste Guter deshalb eine Notelf aufs Feld schicken, Torwart Nicolas Hurler spielte Stürmer. Ein paar Tage später trat der SVG bei Quelle Fürth erst gar nicht an. Mitten im Kampf um den Klassenerhalt.

Niederlage gegen Röllbach in der Relegation

„Wir haben am Ende mehr gesprochen als trainiert. Und wenn du dann zwei Spiele herschenkst, hast du in der Landesliga nichts verloren”, sagt Guter. Sein Team stolperte ohne Form und in physisch wie psychisch ganz schlechter Verfassung in die Relegation. Dort besiegelte der unterfränkische Bezirksligist TuS Röllbach in zwei Spielen nach Elfmeterschießen den Abstieg.

Die Saison war verrückt, ein Rückblick wirkt angesichts der Umstände aber geradezu nebensächlich. Viel wichtiger scheint die Frage: Wie soll es in Gutenstetten überhaupt weitergehen?

Wenigstens zehn Abgänge wird es geben

Personell wird es – das war nicht anders zu erwarten – einen großen Umbruch geben. Wenigstens zehn Spieler aus dem Landesliga-Kader werden gehen. Ziel der Vereinsführung sei es, zwei Mannschaften zu melden, so Guter. Er selbst würde als Trainer weitermachen.

Aktuell basteln der Coach und Spielleiter Stefan Marek am Kader für die Saison 2026/27. Um die Abgänge zu kompensieren, werden einige Spieler aus der zweiten Mannschaft (Kreisklasse) hochgezogen, dazu sollen fünf oder eher mehr Neuzugänge kommen. „Wir sind guter Dinge, so eine einigermaßen konkurrenzfähige Bezirksliga-Mannschaft zu stellen”, sagt Guter.

SVG Steinachgrund

Saisonbilanzen der Spieler

Name/Spiele/Minuten/Tore/Gelb

  • Timur Zenginer 29/2337/1/10
  • Simon Drießlein 28/2283/5/2, dazu eine rote Karte
  • Niklas Rückel 27/2236/14/7
  • Manuel Heinlein 25/2190/0/2
  • Dustin Lunz 30/2148/13/3
  • Tobias Gröger 24/2017/0/4, dazu zwei gelb-rote Karten und eine rote Karte
  • Niklas Körber 23/1981/3/10
  • Marcel Fürsattel 25/1977/0/7
  • Ajdin Kahrimanovic 25/1971/0/3, dazu eine rote Karte
  • Daniel Himmrich 21/1890/0/0
  • Ben-Luis Kuhr 21/1876/0/2
  • Luka Odobasic 27/1664/4/4
  • Gero Kölz 27/1515/2/5
  • Nicolas Hurler 12/1080/1/1
  • Din Kolenovic 10/863/1/4
  • Tyson Hagaman 17/793/0/6
  • Yuri Meleleo 8/656/1/3
  • Yacine Kemenni 11/546/2/0
  • Yannick Zunder 18/509/6/0
  • Leon Pauly 10/391/4/0
  • Luca Kohler 12/262/0/0
  • Daniel Acuna 5/205/0/1
  • Kai Hufnagel 2/180/0/1
  • Tom Heeg 6/158/0/1
  • Ricardo Höfer 7/154/0/2
  • Benjamin Neuendank 10/103/0/1
  • Tim Gembruch 3/98/0/0
  • Sven Kraft 1/90/0/1
  • Maximilian Mattausch 1/45/0/0
  • Georg Schöttle 1/45/0/0
  • Finn Köstner 1/27/0/0
  • Simon Adlung 1/26/1/0
  • Leon Uhrlau 1/26/0/0
  • Elias Raab 1/16/0/0
  • Ben Deininger 3/9/0/0
  • Linus Peppermüller 1/8/0/0
  • Benjamin Löblein 1/6/0/0
  • Leo Schemm 1/5/0/0
  • Luis Kulb 1/4/0/0
  • Christian Seitz 1/1/0/0
  • Dominick Kröpfl 1/1/0/0
  • Quelle: fupa.net

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