Die zähe Suche nach einem neuen Post-Standort in Feuchtwangen hat ein Ende | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 11.11.2025 17:34

Die zähe Suche nach einem neuen Post-Standort in Feuchtwangen hat ein Ende

Eine Hausnummer fehlt noch, das gelbe Logo der Post ist aber bereits angebracht: In diesem Gebäude in der Dinkelsbühler Straße 6 will die Post am 19. November eine Filiale eröffnen.  (Foto: Florian Pöhlmann)
Eine Hausnummer fehlt noch, das gelbe Logo der Post ist aber bereits angebracht: In diesem Gebäude in der Dinkelsbühler Straße 6 will die Post am 19. November eine Filiale eröffnen. (Foto: Florian Pöhlmann)
Eine Hausnummer fehlt noch, das gelbe Logo der Post ist aber bereits angebracht: In diesem Gebäude in der Dinkelsbühler Straße 6 will die Post am 19. November eine Filiale eröffnen. (Foto: Florian Pöhlmann)

Es hat beinahe zwei Jahre gedauert, ehe die Deutsche Post in Feuchtwangen einen geeigneten Ort für eine neue Niederlassung gefunden hat. Nun ist die lange währende Suche beendet: Am 19. November soll in der Dinkelsbühler Straße eine Filiale des Konzerns öffnen.

Ein entsprechendes Schreiben flatterte Feuchtwangens Bürgermeister Patrick Ruh dieser Tage auf den Schreibtisch. Darin informierte die Deutsche Post AG das Stadtoberhaupt, dass man nun in der Hausnummer 6 der Dinkelsbühler Straße ein geeignetes Objekt gefunden habe, in dem eine eigene Filiale betrieben werden soll.

Bürgermeister schimpfte über das Verhalten

Die frühere Dependance der Post in der Hindenburgstraße hatte bereits Ende 2023 dicht gemacht, seitdem kam die Suche nach einem geeigneten Standort einem leidigen Dauerthema für die Stadtspitze gleich. Immer wieder hatte man dem bei der Post dafür zuständigen Mitarbeiter mögliche Standorte für eine Filiale in der Altstadt unterbreitet. Doch immer wieder habe irgendetwas nicht gepasst, denkt Bürgermeister Patrick Ruh zurück. Mal waren die Räume zu groß, mal zu klein, mal war das vorgesehene Geschäft nicht mit dem Lkw anfahrbar, mal passte der Post die vorgesehene Mietdauer nicht ins Konzept.

„Ich bin nicht mehr bereit, das Verhalten der Post zu akzeptieren“ und „meinen Kopf hinzuhalten“, hatte der Bürgermeister nach vielen abgelehnten Vorschlägen zwischenzeitlich beinahe die Contenance verloren. Auch eine von der Stadt angedachte Interimslösung ließ sich deshalb bis heute nicht verwirklichen. „Sehr zu meiner Verärgerung” sei die Post, der er mangelnde Flexibilität vorhält, nie auf Angebote eingegangen, erinnert sich der Rathaus-Chef.

Direkt neben einer Spielothek prangt schon das Logo.

Immerhin ist jetzt ein auch für die Bedürfnisse der Post geeignetes Gebäude gefunden. In dem rückwärtig gelegenen Flachbau an der Dinkelsbühler Straße, direkt neben einer Spielothek, ist das Logo des Dienstleisters bereits an der Fassade gut sichtbar angebracht. Durch die Scheibe sind der Schalter und Aufbewahrungsmöglichkeiten der Paket-Station zu sehen. Mehr noch nicht.

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So weit, so schlecht, könnte der Bürgermeister dazu sagen. Denn angedacht war die Niederlassung des Unternehmens in der Feuchtwanger Altstadt, um hier die Frequenz etwas zu erhöhen. „Viele Angebote” habe es in dem Bereich gegeben, erklärt Ruh. Mit der neuen Filiale in der Dinkelsbühler Straße sei das Unternehmen zwar „relativ zentral” untergebracht, gleichwohl aber eben nicht in der Kernstadt. „Und das hätten wir sehr unterstützt”, gibt der Rathaus-Chef zu bedenken.

Betrieb in Eigenregie mangels örtlicher Partner

War die ehemalige Filiale über einen Servicevertrag im inzwischen geschlossenen Bekleidungshaus Rühl in der Hindenburgstraße integriert, wird die neue Filiale zunächst selbst von der Post betrieben, wie das Unternehmen informierte. Örtliche Partner seien wohl nicht gefunden worden, mutmaßt der Bürgermeister, weshalb er der Post anriet, „die internen Vorgaben zu lockern”. Ansonsten seien keine Partner für eine Zusammenarbeit zu gewinnen.

Festgezurrt sind zumindest die Eckdaten für die Filiale in Feuchtwangen. Ab 19. November will die Post die Pforten in der Dinkelsbühler Straße 6 öffnen. Briefe und Pakete können dann Montag bis Freitag jeweils von 14.30 bis 17.30 Uhr abgegeben oder abgeholt werden, an Samstagen wird jeweils von 10 bis 13 Uhr aufgesperrt. Von einem Happy End war nicht die Rede. „Es wurde auch Zeit”, machte Bürgermeister Patrick Ruh einen Deckel auf die vermeintlich unendliche Geschichte.


Florian Pöhlmann
Florian Pöhlmann
Nach der journalistischen Grundausbildung beim Fernsehen rief 1999 die große weite Welt des Sports, die ich in Nürnberg in nahezu allen Facetten kennenlernen und in verantwortlicher Position gestalten durfte. Erst der verlockende Ruf aus Ansbach und die Aussicht, im fortgeschrittenen Alter Neues zu wagen, sorgten ab 2021 für einen Neustart in der Lokalredaktion.
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