Drei Sommerprobleme im Gartenteich – und was dagegen hilft | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 15.05.2026 00:07

Drei Sommerprobleme im Gartenteich – und was dagegen hilft

Endlich Sommer! Mit der richtigen Pflege bleibt der Gartenteich auch bei Hitze im Gleichgewicht. (Foto: Patrick Pleul/dpa/dpa-tmn)
Endlich Sommer! Mit der richtigen Pflege bleibt der Gartenteich auch bei Hitze im Gleichgewicht. (Foto: Patrick Pleul/dpa/dpa-tmn)
Endlich Sommer! Mit der richtigen Pflege bleibt der Gartenteich auch bei Hitze im Gleichgewicht. (Foto: Patrick Pleul/dpa/dpa-tmn)

Wenn die Temperaturen steigen, wird der Teich für viele zur kleinen Wohlfühloase im Garten. Doch Sommerhitze bringt nicht nur entspannte Stunden am Wasser mit sich: Vor allem kleinere Teiche geraten schnell aus dem Gleichgewicht.

Da Gartenteiche häufig keinen dauerhaften Frischwasserzulauf haben, reagieren sie empfindlich auf Umwelteinflüsse. Das kann das Teichwasser und seine Bewohner belasten. Umso wichtiger ist es, den Teich in heißen Monaten im Blick zu behalten und bei ersten Warnzeichen gegenzusteuern.

Der Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz (BNA) empfiehlt, die Wasserwerte im Frühjahr und Sommer mindestens alle zwei Wochen zu kontrollieren und besonders auf belastende Nährstoffe zu achten. Vor allem drei Probleme treten in der warmen Jahreszeit häufig auf:

1. Hitze und Sauerstoffmangel

Sommerhitze kann für Fische im Gartenteich schnell zum Problem werden. Das Teichwasser kann sich stark erwärmen - das gilt besonders für flachere Teiche. Steigt die Wassertemperatur über 24 Grad, sinkt der Sauerstoffgehalt.

Doch woran erkennt man einen Sauerstoffmangel? Alarmzeichen sind Fische, die apathisch wirken, sich öfter an der Oberfläche aufhalten oder sogar nach Luft schnappen. Belüftungspumpen oder Oxydatoren (Geräte, die dem Wasser chemisch Sauerstoff zuführen) können in dem Fall helfen.

Um für etwas Abkühlung zu sorgen, kann man schattige Rückzugsorte etwa durch Sonnensegel schaffen. Die hohen Wassertemperaturen erhöhen zudem das Risiko für Krankheiten. Gefüttert werden sollte möglichst morgens oder abends – am besten in zwei bis vier kleineren Portionen.

2. Wasser verdunstet

Bei hohen Temperaturen verdunstet mehr Wasser aus dem Teich. In Hitzeperioden sollte man daher regelmäßig den Wasserstand kontrollieren und bei Bedarf mit Leitungswasser auffüllen, das anders als Regenwasser wichtige Mineralstoffe liefert. Vor allem im Sommer sollte zudem die Teichtechnik, also etwa der Filter, zuverlässig arbeiten.

3. Algen im Übermaß

Wärme und überschüssige Nährstoffe – etwa durch Laub, Pollen oder zu viel Futter – fördern im Sommer starkes Algenwachstum und können das Gleichgewicht im Teich stören. Was dagegen hilft: 

  • UV-C-Klärer
  • Filtermaterialien, die Nährstoffe binden
  • Algen manuell entfernen

Auch abgestorbene Pflanzenteile sollten regelmäßig entfernt werden, damit sie das Wasser nicht zusätzlich belasten. Übrigens unterstützen auch Teichpflanzen die Wasserqualität, da sie dem Teich Nährstoffe entziehen und Sauerstoff produzieren können. Der BNA nennt hierfür gute Beispiele:

  • Wasserpflanzen: Krebsschere, Gewöhnlicher Wasserhahnenfuß oder Wasserfeder
  • Uferpflanzen: Schilfrohr oder Sumpf-Schwertlilie

© dpa-infocom, dpa:260514-930-81592/1


Von dpa
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