Ehrenamtliches Team des ASB lässt letzte Wünsche wahr werden | FLZ.de | Stage

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 10.07.2024 08:00

Ehrenamtliches Team des ASB lässt letzte Wünsche wahr werden

Robert Griebl (ganz rechts) und Birgit Trapp (Dritte von rechts) vom Arbeiter-Samariter-Bund stellten Mitarbeitenden der Hospizgruppe Dinkelsbühl und des Stephanus Senioren- und Pflegezentrums Dinkelsbühl den Wünschewagen vor. (Foto: Martina Haas)
Robert Griebl (ganz rechts) und Birgit Trapp (Dritte von rechts) vom Arbeiter-Samariter-Bund stellten Mitarbeitenden der Hospizgruppe Dinkelsbühl und des Stephanus Senioren- und Pflegezentrums Dinkelsbühl den Wünschewagen vor. (Foto: Martina Haas)
Robert Griebl (ganz rechts) und Birgit Trapp (Dritte von rechts) vom Arbeiter-Samariter-Bund stellten Mitarbeitenden der Hospizgruppe Dinkelsbühl und des Stephanus Senioren- und Pflegezentrums Dinkelsbühl den Wünschewagen vor. (Foto: Martina Haas)

Noch einmal ans Meer, einmal im Leben Ferrari fahren oder ein letztes Mal in die Allianz-Arena zu einem Heimspiel des FC Bayern München. Seit 2019 macht der Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) so etwas möglich.

Die Hospizgruppe Dinkelsbühl und das Stephanus-Pflegezentrum haben den Wünschewagen des ASB nach Dinkelsbühl geholt, um dieses Angebot auch im südlichen Landkreis Ansbach besser bekannt zu machen und sich auch mit den Verantwortlichen zu vernetzen. Der Koordinator für Mittelfranken, Robert Griebl vom ASB Bayern, stellte die Möglichkeiten vor, die durch Spenden und Ehrenamtliche Realität werden. Das Ziel: Menschen am Ende ihres Lebens gut umsorgt noch einmal an ihren Lieblingsort zu bringen.

Der ASB-Wünschewagen setze da an, wo Angehörige überfordert sind, wenn ein Fahrgast nur liegend transportiert werden kann, pflegerische medizinische Betreuung benötigt oder die Familie sich den Ausflug allein nicht zutraut. Dank Spenden und des Engagements der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer fahren die Wünschewagen für ihre Gäste kostenfrei. Mitfahren darf laut Griebl jeder, der noch transportfähig ist. Das Ziel bleibt dem Wünschenden überlassen – ob ans Meer, ins Stadion, zum Konzert, der Familie oder noch einmal nach Hause. Möglichst jeder Wunsch werde erfüllt.

Fahrzeuge haben moderne notfallmedizinische Ausstattung

Griebl berichtete in Dinkelsbühl aus seiner Erfahrung. Nichts werde unversucht gelassen, manchmal stundenlang telefoniert. Oft seien die Wünsche aber ganz leicht zu erfüllen und der Wunschort sei nur ein paar Kilometer entfernt. Weil die Wünschenden aber nicht so einfach dorthin gehen oder fahren könnten, sei eben auch dann der Wünschewagen nötig.

Der ist speziell auf die Bedürfnisse seiner Fahrgäste zugeschnitten: spezielle Stoßdämpfer, eine Musikanlage sowie ein harmonisches Konzept aus Licht und Farben sollen die Reise zu einem angenehmen Erlebnis machen. Eine verspiegelte Rundum-Verglasung biete einen Panorama-Blick in die Umgebung. Zugleich verfügten alle Wünschewagen über eine moderne notfallmedizinische Ausstattung, so dass das ASB-Team im Notfall medizinische Hilfe leisten kann, erklärt der Koordinator. Auch ausgebildetes Rettungspersonal sei an Bord. Und natürlich sei auch Platz für Angehörige oder Freunde.

Arbeit wird aus Spenden finanziert

Auch finanziell sind dem Projekt so gut wie keine Grenzen gesetzt: Die Wünsche sind für die Fahrgäste und Begleitpersonen kostenfrei. Finanziert wird der Wünschewagen ausschließlich durch Spenden und den Einsatz Ehrenamtlicher. Spenden helfen, die Reisekosten zu den Wunschorten, die Schulungen der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, Dienstkleidung sowie Anschaffung und Ausstattung der Fahrzeuge zu finanzieren, listet Griebl auf. „Jede Unterstützung ermöglicht es uns, letzte Wünsche wahr werden zu lassen.“

Gedacht ist das Angebot des ASB für Menschen, die eine lebensverkürzende Diagnose haben, erklärt der Koordinator weiter. Sobald klar sei, wo es hingehen soll, was gebraucht werde und alles vorliege, könne es schnellstmöglich losgehen, sagt Robert Griebl. Denn die Zeit der Wünschenden sei oft knapp bemessen.

In Bayern sind drei ASB-Wünschewagen unterwegs: in der Region Allgäu/Schwaben, in der Region Franken/Oberpfalz und in der Region München/Oberbayern. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.wünschewagen.de. Dort sind auch die Möglichkeiten für Spenden aufgelistet.

north