Ein Festival der Kirchen in Dachsbach | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 17.09.2023 14:39

Ein Festival der Kirchen in Dachsbach

Vor allem viele Familien mit Kindern nahmen beim Festival der Kirchen in Dachsbach auf dem Gelände rund um die Aischgrundhalle teil. Es war ein gelungener Auftakt einer neuen Ära für die Kirche im mittleren Aischgrund. (Foto: Christa Frühwald)
Vor allem viele Familien mit Kindern nahmen beim Festival der Kirchen in Dachsbach auf dem Gelände rund um die Aischgrundhalle teil. Es war ein gelungener Auftakt einer neuen Ära für die Kirche im mittleren Aischgrund. (Foto: Christa Frühwald)
Vor allem viele Familien mit Kindern nahmen beim Festival der Kirchen in Dachsbach auf dem Gelände rund um die Aischgrundhalle teil. Es war ein gelungener Auftakt einer neuen Ära für die Kirche im mittleren Aischgrund. (Foto: Christa Frühwald)

Das Festival der Kirchen – im Organisationsteam „kleiner Kirchentag“ genannt – fand am Wochenende rund um die Aischgrundhalle in Dachsbach (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) statt. Es war ein voller Erfolg. Die bayernweite Regionalisierung der Pfarrstellen war der Hintergrund des Events.

Am Projekt beteiligt waren die evangelischen Kirchengemeinden Gerhardshofen, Dachsbach, Oberhöchstädt und Uehlfeld sowie das Evangelischen Dekanat und die Evangelischen Jugend Neustadt; auch die katholische Pfarrgemeinde Uehlfeld nahm daran teil, berichtete die Mitinitiatorin, Kerstin Stöcker. „Wir wollen mit allen Leuten ins Gespräch kommen, um besser herauszufinden, wo der Schuh in der Kirche drückt“, so der Tenor der Veranstalter.

Ziel ist Vernetzung und Begeisterung

Es sollte eine gemeinsame Auftaktveranstaltung sein, mit dem Ziel, sich untereinander besser zu vernetzen und möglichst viele Menschen wieder für die Kirche zu begeistern. Die Regionalisierung der Pfarrstellen (von 3 auf 2,5) treffe auch die Aischgrundgemeinden hart, hieß es. Nun wolle man den Menschen entlocken, was für sie an der Kirche „wichtig“ sei und wie man sie neu beleben und begeisterungsfähig machen könne.

Die Veranstaltung wurde buchstäblich zum Renner. Eine rund 15- köpfige Steuerungsgruppe machte sich wochenlang vorher schon Gedanken, wie die Zukunft der Kirche verbessert werden könnte. Dazu wurde viel organisiert und geplant – auf kommunaler Ebene.

„Wir wollen die Leute mit ins Boot nehmen“

Die Gruppe setzte ihre Ideen um und stellte eine Veranstaltung auf die Beine, die sich sehen lassen konnte. „Wir wollen die Leute mit ins Boot nehmen“, sagte der Gerhardshofener Pfarrer Johannes Kestler. Ob bei Fragen rund um die Gottesdienste, bei kirchlichen Feiern wie Taufen oder Kindergottesdiensten, hatten die Menschen Gelegenheit, ihre Meinung einzubringen. „Wo ist ihre persönliche Nische bei der Kirche?“ oder „Sag uns deine Meinung: Gottesdienst mit Kindern – wann, wo und wie?“

Diese und noch viele andere Fragen konnten die Besucher völlig zwanglos und nach „Lust und Laune“ beantworten. Die Konfirmanden bauten die Zelte auf und werkelten. Es wurde getanzt, geredet und gelacht. Es spielten Bands und es wurde eine Disco aufgebaut. Natürlich durfte neben Essen und Trinken in einer „modernen Kirche“ auch eine Bar nicht fehlen. Dieses Event sollte Möglichkeiten zeigen, gemeinsam viel zu bewirken.

Anfang eines großen Projekts

„Die Veranstaltung soll der Anfang eines großen gemeinschaftlichen Projektes sein“, so Pfarrer Kestler. Er möchte die Chance des Umbruchs, der Verschmälerung der Pfarrstellen nutzen und nun herauszufinden, was für junge Familien, Kinder und Jugendliche eine „Kirche ausmacht“ und für wichtig empfunden werde.

Auch für die Evangelische Jugend Neustadt mit Dekanatsjugendreferent Kevin Schmidt sollte das Festival ein Meilenstein für die Vernetzung der Kirchen untereinander sein. Kirche soll nicht nur der Gottesdienst am Sonntag sein.

Von Frauenfrühstück bis Notfallseelsorge

So wurde ein riesiges Gesamtpaket gestemmt. Informationen waren auch geboten: Ob Frauenfrühstück oder Notfallseelsorge, die Dachorganisation ist die Kirche, was viele gar nicht wüssten, wie es vor Ort hieß. Auch zwei Taufen fanden in einem Zelt statt. Für die Kinder gab es ein tolles Programm. In der „Kirche-Kunterbunt“ fanden Kindergottesdienste statt und war ein Zauberer da.

Im „Kirche-mobil“ wurden Gespräche geführt. Auch ein Familien- und Konfi-Jugend-Zelt standen auf dem Gelände. Nach dem Gottesdienst am Sonntag klang die Feier aus. Mit einem guten Gefühl, viel Hoffnung und Möglichkeiten einer gemeinsam funktionierenden Kirche. Zumindest im mittleren Aischgrund.

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