Die Freiwillige Feuerwehr (FFW) Windsbach hat nun eine Drohne. Damit ist sie neben der FFW Dinkelsbühl die zweite Wehr im Landkreis, die über ein unbemanntes Flugobjekt verfügt. In einer Feierstunde im Gerätehaus an der Haager Straße wurde die Drohne offiziell in Dienst gestellt.
Bei dem Gerät für die FFW Windsbach handelt es sich um das Modell Matrice 30T der Firma DJI. Sie hat zusammen mit allem Zubehör rund 20.000 Euro gekostet. Diese Summe wurde komplett, so berichtete Windsbachs Bürgermeister Matthias Seitz, durch Spenden finanziert. Aus Mitgliedern der städtischen Feuerwehren wurde eine elfköpfige Drohnen-Gruppe gegründet, die unter der Leitung von Andreas Großberger im Einsatzfall das Gerät bedienen kann.
Bürgermeister Seitz erläuterte, dass die Drohne die Feuerwehrarbeit bei verschiedenen Einsätzen unterstützen kann. Mit ihren Bildern und Videoaufnahmen könnten Einsätze besser bewertet und die Taktik auf ihren Erfolg geprüft werden. Die Drohne könne aber auch bei der Suche nach vermissten Personen und bei der Koordinierung von Einsatzkräften und Fahrzeugen an unübersichtlichen Stellen eingesetzt werden.
Der Bürgermeister dankte für die große Spendenbereitschaft, die er als großen Vertrauensbeweis gegenüber der Feuerwehr wertete. Der Rathauschef unterstrich die große Bedeutung der Feuerwehren im Sicherheitskonzept der Kommune. Für diesen wertvollen Dienst, so Seitz, sei er sehr dankbar.
Der Kommandant der FFW Windsbach, Heiko Kopp, berichtete, dass die ersten Gedanken zur Anschaffung einer Drohne Anfang des Jahres 2021 aufgekommen sind. Im November wurden dann erste Spendenbriefe verschickt – mit „überwältigendem Erfolg“. Die Anschaffung der Drohne und des gesamten Zubehörs erfolgte ausschließlich über Spenden.
Anfang des Jahres 2023 nahm die Drohnengruppe den Übungsbetrieb auf, und seit 13. Mai ist das Flugobjekt einsatzbereit. Der stellvertretende Kommandant Michael Großberger erläuterte das Einsatzspektrum einer Drohne bei der Feuerwehr. So ein Flugobjekt biete viele Vorteile bei der Lageerkundung und diene damit auch dem Schutz der Einsatzkräfte.
Eine Drohne sei sehr ressourcenschonend, weil beispielsweise bei der Suche nach vermissten Personen deutlich weniger Personal eingesetzt werden müsse. Aber auch bei der Erkennung von Waldbränden könne sie gute Dienste leisten, und mit einem Lautsprecher können zudem Durchsagen und Gefahrenwarnungen erfolgen.
Der evangelische Dekan Windsbachs Klaus Schlicker und der katholische Pfarrer Hans-Josef Peters segneten die Drohne und stellten alle, die sie bedienen, unter den Segen Gottes. Die Mitglieder der Drohnengruppe demonstrierten den Einsatz und simulierten rund um das Gerätehaus die Suche nach Vermissten. Dank der Wärmebildkamera waren sie schnell erfolgreich.
Kreisbrandinspektor Hans Pfeiffer unterstrich, dass die Anschaffung einer Drohne die stetigen Veränderungen im Feuerwehrdienst deutlich macht. Ein Flugobjekt bedeute aber auch, dass die Aktiven noch mehr üben und noch mehr arbeiten müssen. In der Stadt Ansbach verfügen sowohl die FFW Ansbach als auch die Werksfeuerwehr des Bezirksklinikums über eine Drohne.