Rege Bautätigkeiten, zukunftsweisende Planungen, kulturelle Geheimtipps und ein großes ehrenamtliches Engagement in einer aktiven Gemeinde bestimmen in letzter Zeit das Bild der Gustav-Weißkopf-Stadt an der Altmühl.
Eigentlich müsste jeder wenigstens einmal im Jahr den Blick von außen auf die eigene Heimat werfen und diese mit den Augen eines Touristen betrachten, um die Besonderheiten und den Charme, der im Alltag zur Selbstverständlichkeit wird, wiederzuentdecken.
Die Gassen um die mittelalterliche Stadtmauer haben vor allem im Sommer Postkartenmotiv-Potenzial, wenn in den umliegenden Gärten alles blüht und summt. Eine Pause im Gasthaus oder Café mit feinen Kuchen und hausgemachten Wochengerichten ist immer einen Besuch wert. Auch Shoppen kann man im „Städtla“ in einigen kleinen, aber feinen Läden.
Nicht zuletzt denkt man bei Leutershausen auch an das Altmühlbad als eines der letzten Flussbäder Bayerns. Im Sommer gehört es zu dem Treffpunkt für alle Leutershäuser, egal ob jung oder alt. Nicht nur zum Abkühlen in der Altmühl, sondern auch um die Gemeinschaft zu pflegen.
Die Stadtbibliothek und das Kulturzentrum am Ochsenhof sind ebenfalls ein wichtiges Zentrum für die Stadt mit einem ganzjährigen Kultur- und Freizeitangebot.
2023 wurde nach umfassenden Sanierungsarbeiten das Gustav-Weißkopf-Museum – Pioniere der Lüfte eröffnet und zieht seitdem regelmäßig viele Besucher und Reisegruppen nach Leutershausen. Informieren können sich die Museumsbesucher über die Geschichte des berühmtesten Sohnes der Stadt und sich eine eigene Meinung darüber bilden, ob nun ein gebürtiger Leutershäuser den ersten Motorflug unternommen hat oder ein Geschwisterpaar aus den USA. Das moderne Museum begeistert auch die kleinen Besucher mit interaktiven Mitmachstationen und lädt zum Ausprobieren und Entdecken ein. Darüber hinaus dienen die historischen Räumlichkeiten immer wieder als Location für besondere Events und können auch für private Veranstaltungen gemietet werden.
Veranstaltungen und Feste markieren die verschiedenen Meilensteine über das Jahr hinweg. Vor allem das Altstadtfest zum Beginn der Sommerferien erfreut sich einer großen Fangemeinde auch über Leutershausen hinaus. In diesem Zuge ist auch das Altstadt-Radrennen zu erwähnen, bei dem sich alle zwei Jahre Firmen und Vereine für den guten Zweck bei sportlichen Höchstleistungen verausgaben können. Das Ferienende wird in Leutershausen traditionell mit der Kirchweih eingeläutet. Mittlerweile wieder im charmanten „Städtla“ angesiedelt, gehört der Weihnachtsmarkt bei Gästen aus nah und fern als „Altstadtfest im Winter“ zu einem beliebten Besuchermagnet, wenn die bunte Kulisse der Altstadt im Lichterglanz erstrahlt.
Vor allem bei den gemeinsamen Festen in Leutershausen und seinen Ortsteilen wird der Zusammenhalt in der Gemeinschaft immer wieder deutlich. Dabei sind besonders die vielen Ehrenamtlichen zu erwähnen, die mit großem Engagement das Bild der Gemeinschaft prägen und maßgeblich zum Erfolg der vielen Veranstaltungen beitragen.
Bürgermeister Markus Liebich sieht Leutershausen nicht nur als Gustav-Weißkopf-Stadt, sondern auch als Sportstadt. Die rege Teilnahme am Altmühl-Triathlon, das alle zwei Jahre stattfindende Altstadt-Radrennen und das vielfältige Sportangebot in den Vereinen zeigen, dass Sport in der Gemeinde großgeschrieben wird. Nicht zuletzt ergatterte Leutershausen drei Jahre in Folge den 2. Platz als „Fitteste Kommune“.
In den vergangenen Jahren wurden in enger Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Stadtrat und dem Bürgermeister vielfältige Projekte auf den Weg gebracht und abgeschlossen. So wurde 2023 das „Alte Landgericht“ kernsaniert und zur neuen Heimat des Gustav-Weißkopf-Museums. Ein weiterer Baustein war die Sanierung des Rathauses, das nach den Baumaßnahmen größtenteils barrierefrei ist und neue Räumlichkeiten für Verwaltung und Mitarbeiter bietet. Auch die Bauarbeiten des städtischen Bauhofs im neuen Gewerbegebiet neigen sich dem Ende zu und der Umzug soll voraussichtlich bis Ende des ersten Halbjahres erfolgen.
Ein weiterer Meilenstein war die Generalsanierung des Stadions und der Gebäude, die 2026 ebenfalls ihren Abschluss findet. Finanziert wurde das Projekt unter anderem über Fördermittel. Allein für die Sanierung der Außenanlagen wurden der Stadt rund 1,1 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Alle Sportbegeisterten dürfen sich bald auf ein „Schmuckstück“ freuen, das nicht nur für den Schulbetrieb, sondern auch von den Vereinen genutzt wird. Bürgermeister Liebich ist dankbar, dass der Stadtrat diesen Weg mitgegangen ist und das Projekt für die Sportstadt befürwortet hat. Gerade in der heutigen Zeit ist es immer wichtiger, Menschen echte Begegnungen fernab von Social Media zu ermöglichen, um den Teamgeist und das gemeinsame Treffen vor Ort, das nicht nur Mannschaftssportarten fördert, in der Realität pflegen zu können.
Der neue Kreisverkehr vor dem Ortseingang ist ebenfalls zum Teil fertiggestellt und die Erweiterung zur direkten Erschließung des neuen Gewerbegebiets folgt. Damit wird Leutershausen auch für auswärtige Unternehmen ein zunehmend attraktiver Gewerbestandort. Mit einer breiten Vielfalt an Handwerksbetrieben, Industrie und auch aus der IT-Branche hat die Gustav-Weißkopf-Stadt starke Unternehmen vor Ort und viele moderne Firmensitze haben sich bereits im neuen Gewerbegebiet angesiedelt. Aktuell sind noch Kapazitäten auch für auswärtige Firmen frei, die sich für die Zukunft neu aufstellen möchten.
Das Baugebiet Kienberg II wurde ebenfalls erschlossen und auch dort sind derzeit noch Grundstücke verfügbar. Im Ortsteil Jochsberg soll der 2. Bauabschnitt des Baugebiets weiterentwickelt werden.
Weitblickend hat der Stadtrat bereits vor 2020 die Erschließung des Glasfaser-Netzes auf den Weg gebracht. Mittlerweile können auch schon viele Ortsteile und Teile der Kernstadt von dem leistungsstarken Internetanschluss profitieren. Bis 2027 soll der Anschluss an das Glasfasernetz aller 48 Ortsteile und der Kernstadt abgeschlossen sein. Damit gehört Leutershausen als zweitgrößte Kommune im Landkreis bayernweit zu den Kommunen mit der höchsten Erschließungsquote.
Im Zuge der Erschließung des neuen Bau- und Gewerbegebiets wurde auch die Kläranlage saniert. Die Baumaßnahmen zur Reinigung des Abwassers sind abgeschlossen und die geplante Reinigungsgüte wurde erreicht. Aktuell laufen noch die Arbeiten an den Außenanlagen und den Gebäuden, die bis 2026 abgeschlossen werden sollen. Die letzte Rate folgt voraussichtlich 2027.
Auch für die Zukunft stehen in der blühenden Sport- und Kulturstadt einige Projekte an.
So hat aktuell die konkrete Planungsphase für eine neue Kita begonnen. Je nach Ergebnis der Bedarfsplanung sollen auch alternative Nutzungskonzepte eruiert werden, um auch für die Zukunft flexibel zu bleiben.
Ein weiteres Projekt für die kommenden Jahre wird die Sanierung der Grundschulen in Leutershausen und Weißenkirchberg sein. Machbarkeitsstudien zu den Sanierungsmaßnahmen wurden bereits in Auftrag gegeben.
Ein erklärtes Ziel für die Zukunft ist es auch, das Hallenbad zu erhalten, was früher oder später eine technische Sanierung erfordert. Als Lehrschwimmbecken wird das Hallenbad nicht nur von den Schulen im Umkreis genutzt, sondern auch für Schwimmkurse, Rehagruppen und Wassersportkurse.
Auch das Thema Feuerwehren wird die Stadt in den kommenden Jahren beschäftigen, um sicherstellen zu können, dass überall ausreichend Löschwasser vorhanden ist.
Erneuerbare Energien stehen für Leutershausen ebenfalls seit einigen Jahren im Fokus. In diesem Zuge wurden städtische Gebäude zur Eigenstromversorgung mit PV-Anlagen ausgestattet, weitere Gebäude sollen folgen. Im Bereich erneuerbare Energien befinden sich außerdem zwei Projekte in der Entwicklung, ein Windkraftprojekt nahe Pfaffenweiher und ein interkommunales Projekt mit Buch am Wald. Bürger erhalten bei den Projekten die Möglichkeit, zu investieren und Rendite zu generieren. Betreibergesellschaften für beide Projekte wurden bereits gegründet.
Leutershausen sät beständig neue Samen für mehr Attraktivität als Arbeits- und Lebenszentrum. Touristisch gehört Leutershausen schon heute zu einem beliebten Geheimtipp, der nicht nur kulturell, sondern auch landschaftlich einiges zu bieten hat. So können auch immer wieder interessierte Touristen beobachtet werden, die entlang der Pionier- und Erlebnispfade P.E.P. in Leutershausen und Brunst Wissenswertes über die Historie erfahren oder entlang der Rad- und Wanderwege das Städtla besuchen.
Gustav-Weißkopf-Stadt, Sportstadt und Stadt mit Herz – Leutershausen begeistert mit typisch fränkischem Charme, mittelalterlichem Altstadtflair und viel Potenzial, das es Stück für Stück zu erwecken gilt. In jedem Fall ist das Städtla immer wieder einen Besuch wert.