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Veröffentlicht am 03.10.2024 07:00

Eine Woche für die seelische Gesundheit in Ansbach

Um mehr Sensibilität für psychische Belastungen geht es bei einer Aktion des Diakonischen Werkes Ansbach in Kooperation mit der Hochschule.

Psychische Gesundheit bezieht sich auf unser „Innenleben“. Ob sich der Mensch geistig und seelisch wohl fühlt, bestimmt sein Denken und Handeln. In Belastungssituationen ist es nicht einfach, die Balance zu halten. Bei größeren Problemen können sich Betroffene und ihre Angehörigen professionelle Hilfe holen.

Die Woche der seelischen Gesundheit will für psychische Belastungen sensibilisieren. Die Beratungsstelle für seelische Gesundheit mit sozialpsychiatrischen Dienst beim Diakonischen Werk Ansbach unter der Leitung von Jasmin Thoma bietet Informationen und Programm im Rahmen einer Veranstaltungsreihe vom 5. bis 10. Oktober – zum ersten Mal in Kooperation mit der Hochschule Ansbach, die für zwei Abende Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

Infothek und Vorträge

„Wir wollen mit den Menschen ins Gespräch kommen und sehen, was man in der belastenden Situation einer akuten depressiven Phase für das eigene Wohlbefinden tun kann“, sagt Thoma. Eine Infothek zur Darstellung der fachlichen Arbeit der Beratungsstelle am Samstag, 5. Oktober, von 9 bis 13 Uhr auf dem Wochenmarkt am Martin-Luther-Platz ist eine Anlaufstelle für die Öffentlichkeit. Am Sonntag, 6. Oktober, ist man von 9 bis 13 Uhr auf dem Ursulamarkt in Dinkelsbühlpräsent.

Im Gerhard-Mammen-Hörsaal der Hochschule Ansbach rückt die Beratungsstelle für seelische Gesundheit am Dienstag, 8. Oktober, ab 19.30 Uhr die Ursachen einer Depression in den Blickpunkt. In der Regel wirken mehrere Faktoren zusammen. Welche Rolle erbliche und umweltbedingte Faktoren spielen, ist individuell unterschiedlich.

Besondere Verletzlichkeit, persönlich belastende Ereignisse oder Überforderungssituationen können als Auslöser einer depressiven Phase wirken. Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit reichen von leichten Einschränkungen des seelischen Wohlbefindens bis zu schweren psychischen Störungen.

Vom großen und vom kleinen Glück

Nach einem Kurzvortrag von Dr. Anne Weidner-Heisig, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie mit eigener Praxis in Rothenburg, geben die erfahrenen Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle Anregungen, was dazu beiträgt, um die seelische Gesundheit zu erhalten.

Wie man Glück zulassen kann, anstatt es zu dämpfen in Zeiten von Krisen, negativen Nachrichten und Stress im Alltag, zeigt Michael Jakob unterhaltsam auf. Der Diplom-Kaufmann, Theaterpädagoge und Künstler lenkt den Blick am Donnerstag, 10. Oktober, um 19.30 Uhr in der Hochschule Ansbach auf Alltagsfreuden, Dankbarkeitsmomente und wie man den Körper anregen kann, Glückshormone auszuschütten.

In ihrer Veranstaltungsreihe verweist die Beratungsstelle für seelische Gesundheit auf das 25-jährige Bestehen des sozialpsychiatrischen Dienstes am Standort Rothenburg. Am8. November wird es dazu am Milchmarkt 5 ein Beisammensein bei Kaffee und Kuchen in Verbindung mit Informationen geben.

Das Diakonische Werk erfüllt Aufgaben der Diakonie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern im Dekanatsbezirks. Im Bereich sozialer Arbeit wird auf kostenloser Basis Begleitung und Hilfe für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten und dabei Bürgernähe praktiziert: mit Fachpersonal in Rothenburg, Ansbach, Dinkelsbühl, Feuchtwangen und Wassertrüdingen. Zusätzlich zum sozialpsychiatrischen Dienst gibt es Suchtberatung, Wohnungsnotfallhilfe für den Landkreis Ansbach, Schwangerschaftsberatung und Unterstützung bei Migration und Integration von Geflüchteten.

Einen schönen Moment bewusst leben: Menschen spüren aber auch seelische Belastungen und körperliche Beanspruchungen, die zu immer größeren Problemen im Alltag führen können. (Foto: Lena Kruse)
Einen schönen Moment bewusst leben: Menschen spüren aber auch seelische Belastungen und körperliche Beanspruchungen, die zu immer größeren Problemen im Alltag führen können. (Foto: Lena Kruse)
Einen schönen Moment bewusst leben: Menschen spüren aber auch seelische Belastungen und körperliche Beanspruchungen, die zu immer größeren Problemen im Alltag führen können. (Foto: Lena Kruse)
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