Erweiterung der Thermen-Gastro: Gesundheitsstandort Bad Windsheim wird gestärkt | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 23.02.2026 20:22

Erweiterung der Thermen-Gastro: Gesundheitsstandort Bad Windsheim wird gestärkt

Spatenstich für die „Salza”-Erweiterung an der Franken-Therme (von links): Andreas Krautloher, Benjamin Woodcock, Christian von Dobschütz, Jürgen Heckel, Georg Gerhäuser, Lukas Rienecker, Tanja Rienecker mit Janosch, Jennifer Münch und Hartmut Freisler. (Foto: Gerhard Krämer)
Spatenstich für die „Salza”-Erweiterung an der Franken-Therme (von links): Andreas Krautloher, Benjamin Woodcock, Christian von Dobschütz, Jürgen Heckel, Georg Gerhäuser, Lukas Rienecker, Tanja Rienecker mit Janosch, Jennifer Münch und Hartmut Freisler. (Foto: Gerhard Krämer)
Spatenstich für die „Salza”-Erweiterung an der Franken-Therme (von links): Andreas Krautloher, Benjamin Woodcock, Christian von Dobschütz, Jürgen Heckel, Georg Gerhäuser, Lukas Rienecker, Tanja Rienecker mit Janosch, Jennifer Münch und Hartmut Freisler. (Foto: Gerhard Krämer)

Nach der Erweiterung der Therme im Jahr 2021 mit dem zusätzlichen Solebecken samt Lichtshow sowie weiteren Schrankkapazitäten für die Badegäste ist nun die Erweiterung der Gastronomie der nächste Schritt, bevor in die Therme selbst wieder investiert wird.

Für die Erweiterung der Gastronomie gab es nach den Worten des Vorsitzenden des Zweckverbands Kurzentrum, Bad Windsheims Bürgermeister Jürgen Heckel, jetzt den zweiten Spatenstich, weil der erste wegen des Schnees hatte ausfallen müssen.

Zum Spatenstich gekommen waren Zweckverbandsmitglieder (zwei Drittel von der Stadt Bad Windsheim, ein Drittel aus dem Landkreis), Stadtratsmitglieder, Andreas Krautloher vom gleichnamigen Architektenbüro mit den Mitarbeitern Jennifer Münch und Hartmut Freisler, die Pächterfamilie Rienecker, der Geschäftsführer der Franken-Therme Benjamin Woodcock, die Geschäftsführerin der Kur-, Kongress- und Touristik GmbH Birgit Grübler, Vertreter der Baufirma Gerhäuser, Mitarbeitende der Stadt und der Landtagsabgeordnete Harry Scheuenstuhl (SPD).

In den 1970er Jahren sei festgelegt worden, dass Bad Windsheim seine Kernkompetenzen in den Bereichen „Gesundheit” und „Tourismus” sieht. Den damaligen Vätern müsse man Danke sagen, weil sie richtungsweisend gehandelt hätten, sagte Heckel.

Viel Geld für die Therme nötig

Etwa zehn Millionen Euro habe man 2021 in den Badebereich investiert. Der Spatenstich diene dazu, auch künftig konkurrenzfähig zu bleiben. Er wolle nicht verhehlen, dass in den nächsten Jahren viel Geld in die Therme selbst gesteckt werden müsse, so der Bürgermeister. Die Investition in den Gastronomiebereich sei den vielen Besuchern und Besucherinnen geschuldet. Denn die möchten gerne nach einem schönen Tag in der Therme auch eine gute Zeit bei Essen und Getränken verbringen. Bei Stoßzeiten hätten die Gäste des „Salza“ allerdings Schlange stehen müssen. Deshalb steht nun eine Vergrößerung an.

Der „Nassbereich“, also die Fläche, die von Thermenbesuchenden direkt genutzt werden kann, wird etwa 135 Plätze umfassen. Dabei wird der bisherige „Trockenbereich“ zum „Nassbereich“ hinzukommen. Der neue „Trockenbereich“ soll dann 135 Plätze im Erdgeschoss und 61 Plätze im Obergeschoss bekommen. Dazu kommen laut Jennifer Münch noch Plätze in der Außengastronomie. Die sei besonders für die Landesgartenschau (LGS) wichtig. Die LGS-Baustelle und die Arbeiten für die Gastronomie harmonierten miteinander, betonte Münch gegenüber der Redaktion. Man stimme sich gegenseitig ab.

Bisher sei alles auf engstem Raum bewerkstelligt worden, meinte Heckel. Ohne die Gastro der KKT sei das in den vergangenen Jahren nicht möglich gewesen. Auch die Familie Rienecker werde eigenes Geld für die Ausstattung in die Hand nehmen.

Gastronomie auch für Landesgartenschau

Beim Neubau werde auch ein Behinderten-WC errichtet. Denn es werde größter Wert auf Barrierefreiheit beziehungsweise Barrierearmut gelegt. 4,2 bis 4,4 Millionen Euro würden in das Erweiterungsprojekt investiert, sagte Heckel. Das seien nachhaltige Investitionen. Und: Die Baustelle liege in guten Händen. Er hoffe, dass bis zur Landesgartenschau die Gastronomie genutzt werden könne – zumindest der Außenbereich. Heckel lobte die rasche Baugenehmigung durch das Landratsamt. Diese habe nur vier Monate gedauert. Das liege auch an den guten Büros, die das Projekt betreuten und notwendige Daten lieferten.

Landrat Dr. Christian von Dobschütz, zugleich auch stellvertretender Zweckverbandsvorsitzender, nannte die Franken-Therme wiederholt „ein Leuchtturmprojekt für den Landkreis”. Ein Großteil der Übernachtungen im Landkreis liege an der Strahlkraft Bad Windsheims mit der Therme oder dem Freilandmuseum. Von Dobschütz zeigte sich sicher, dass der Tourismus für den Landkreis eine große Chance ist. Die gesamte Entwicklung gehe nicht immer automatisch nach oben, doch der Tourismus könne da ein absolut stabilisierender Faktor sein.

Der Landkreis wolle „Entwicklungspartner der Gemeinden” sein, betonte der Landrat einmal mehr. Bei Projekten, die einen ausstrahlenden Effekt auf den Landkreis haben, stehe man an der Seite der Kommunen, „weil wir sehen, dass der gesamte Landkreis davon profitiert”.


Von Gerhard Krämer [GERHARD KRÄMER] (kraemergerhard@t-online.de)
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