EU-Kommission: Google soll Daten mit Konkurrenz teilen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 16.04.2026 15:26

EU-Kommission: Google soll Daten mit Konkurrenz teilen

Internetnutzer sollen nach Ansicht der EU-Kommission von einem fairen Wettbewerb in der Online-Welt profitieren. (Symbolbild) (Foto: Markus Lenhardt/dpa)
Internetnutzer sollen nach Ansicht der EU-Kommission von einem fairen Wettbewerb in der Online-Welt profitieren. (Symbolbild) (Foto: Markus Lenhardt/dpa)
Internetnutzer sollen nach Ansicht der EU-Kommission von einem fairen Wettbewerb in der Online-Welt profitieren. (Symbolbild) (Foto: Markus Lenhardt/dpa)

Google muss nach Ansicht der Europäischen Kommission mehr Daten mit der Konkurrenz teilen. Die Brüsseler Behörde legte Vorschläge vor, wie der US-Konzern nach den EU-Wettbewerbsregeln für Online-Riesen vorgehen sollte. Ziel ist es, kleineren Suchmaschinen und auch KI-Chatbots zu ermöglichen, die dominierende Marktstellung von Google anzufechten, wie die EU-Kommission mitteilte. 

Konkret geht es demnach um Daten zu Suchanfragen, Rangfolgen in den Ergebnissen sowie Klick- und Nutzungsverhalten. Diese sollten Drittanbietern zu fairen Bedingungen zur Verfügung gestellt werden, heißt es. Die Wettbewerbshüter in Brüssel legten dabei auch fest, was Google teilen muss. 

Internetnutzer sollen echte Google-Alternative haben 

Es geht nach Angaben der EU-Kommission auch um die Berechtigung von anderen KI-Chatbots, auf die Daten der führenden Suchmaschine zugreifen zu dürfen. Dadurch sollen Wettbewerber in die Lage versetzt werden, Nutzerinnen und Nutzern eine echte Alternative zur Google-Suche anzubieten.

Die Vorgaben basieren auf dem Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act - DMA), mit dem die EU die Macht großer Online-Plattformen begrenzen will. Google gehört zu den sogenannten Gatekeepern („Torwächtern“), die wegen ihrer dominanten Stellung besonderen Regeln unterliegen.

Der US-Konzern und auch konkurrierende Unternehmen können nun Gegenvorschläge machen, die Brüssel berücksichtigen will. Sollte sich keine Einigung mit Google finden, könnte aber auch ein Verfahren wegen DMA-Verstößen drohen und die EU letztendlich empfindliche Strafen verhängen.

© dpa-infocom, dpa:260416-930-953992/1


Von dpa
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