Nach dem Sinken einer Fähre auf den Philippinen werden Dutzende Menschen im Meer vermisst. Das Schiff M/V Trisha Kerstin 3 hatte Behördenangaben zufolge 332 Menschen an Bord, als das Unglück in der Nacht (Ortszeit) auf dem Weg von der Stadt Zamboanga auf der Insel Mindanao zur Insel Jolo passierte.
Die philippinische Nachrichtenagentur PNA sprach unter Berufung auf den örtlichen Gouverneur von mindestens zwölf Toten und 200 Geretteten. Nach vielen weiteren Passagieren wird offenbar noch gesucht. Eine Bürgermeisterin in der Provinz Basilan, in deren Nähe die Fähre unterging, meldete auf Facebook mindestens acht Überlebende.
Demnach werden noch mehr als 100 Menschen vermisst. Die Küstenwache sei im Einsatz, um mögliche Überlebende zu orten. Wie es zu der Tragödie kam, wird noch untersucht.
Reisen auf dem Wasser gehört auf den Philippinen zum täglichen Leben. Das Archipel besteht aus mehr als 7000 Inseln. Wegen unzureichender Sicherheitsstandards und Überbelegung kommt es häufig zu Unfällen. 2023 waren bei einem Feuer auf einer Passagierfähre im Süden des Landes fast 30 Menschen gestorben. Die schlimmste Schiffskatastrophe in Friedenszeiten ereignete sich in den philippinischen Gewässern 1987, als eine Fähre mit einem Tanker kollidierte. Mehr als 4000 Menschen kamen damals ums Leben.
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