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Veröffentlicht am 29.04.2026 13:53

Fahrverbote in Tirol ab 1. Mai wieder in Kraft

Mit Durchfahrtsverboten auf Nebenstrecke wollen Kommunen den Verkehr reduzieren, der an verkehrsreichen Tagen durch ihre Ortschaften fließt und dort ebenfalls für Stau sorgt. (Foto: Stefan Puchner/dpa/dpa-tmn)
Mit Durchfahrtsverboten auf Nebenstrecke wollen Kommunen den Verkehr reduzieren, der an verkehrsreichen Tagen durch ihre Ortschaften fließt und dort ebenfalls für Stau sorgt. (Foto: Stefan Puchner/dpa/dpa-tmn)
Mit Durchfahrtsverboten auf Nebenstrecke wollen Kommunen den Verkehr reduzieren, der an verkehrsreichen Tagen durch ihre Ortschaften fließt und dort ebenfalls für Stau sorgt. (Foto: Stefan Puchner/dpa/dpa-tmn)

In Tirol gelten zum Start der Sommersaison ab 1. Mai wieder Fahrverbote für Ausweichrouten von viel genutzten Fernstraßen für Urlauber auf Durchreise. An allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen und außerdem am 29. Mai und 2. Oktober. Die Regelung gilt bis 1. November.

Mit der Maßnahme soll die Verkehrsbelastung auf den Nebenstrecken der Urlauber-Routen reduziert werden. Das gilt unter anderem für Straßen entlang der Fernpass-Route und der Inntalautobahn, so der ADAC. Der Verkehrsclub listet auf seiner Website die betroffenen Straßen detailliert auf. Genaue Informationen und Karten gibt es online auch vom Land Tirol.

Wer in der Region Urlaub macht, darf die für den Transitverkehr gesperrten Strecken natürlich befahren. Buchungsbestätigungen und genaue Angaben zum Zielort sollte man im Fall einer Kontrolle aber parat haben.

Navis im Visier

Zur Eindämmung nehmen die Behörden verstärkt Navigationsgeräte in den Blick. Sie sollen Autofahrern bestenfalls keine Ausweichrouten vorschlagen. Die Fahrverbote werden in das Verkehrsinformationssystem des Innenministeriums eingespielt und stünden so den Navi-Betreibern zur Verfügung, schreibt das Land Tirol. Damit sollen die Geräte die Strecken so berechnen, dass es zu keinem Ausweichverkehr komme. 

Schlägt das Navi dennoch eine Ausweichroute vor, sollte man zweimal überlegen. Wer beim Umfahren betroffener Strecken ertappt wird, riskiert Bußgelder. Über die konkrete Höhe schreibt das Land Tirol nichts, aber es macht deutlich: „Mit Strafen ist zu rechnen.“

Hunderttausende zurückgeschickte Autofahrer

Im vergangenen Jahr waren nach Angaben des Landes Tirol während der Sommersaison rund 516.000 Fahrzeuge zurück auf die Hauptverkehrsrouten verwiesen worden. In der zu Ende gegangenen Wintersaison vom 20. Dezember bis Ostermontag waren es 411.000 Fahrzeuge. Allein auf der Transitroute am Fernpass seien 173.000 Autofahrer registriert worden, die verbotenerweise einen Stau umfahren wollten.

Auch entlang von Hauptreiserouten in Vorarlberg und in Salzburg müssen Urlauber zu Stoßzeiten im Sommer wieder mit Abfahr- und Durchfahrverboten rechnen, so der österreichische Verkehrsclub ÖAMTC. An den Autobahnen 7, 8 und 93 im Süden Deutschlands gibt es ebenfalls teils Durchfahrverbote für Transitreisende.

© dpa-infocom, dpa:260429-930-9752/1


Von dpa
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