Die Krönung des Faschingstreibens in Herrieden war am Dienstag der große Umzug. Unter dem Motto „Herrieder Allerlei“ zogen über 1000 Närrinnen und Narren in 23 Gruppen durch die Altstadt. Tausende Schaulustige säumten die Strecke.
Das Organisationsteam um Christine Kaiser, Julia Hödel und Thomas Weger freute sich über die überwältigende Resonanz. Der Gaudiwurm schlängelte sich von der Großenrieder Straße über den Marktplatz, die Vordere und Hintere Gasse bis hin zum Vogteiplatz. Vor allem die Kinder unter den Zuschauenden versuchten, möglichst viele Süßigkeiten, die, wie es hieß, aus fairer Produktion stammten, zu ergattern. Auch wurde darauf geachtet, Müll zu vermeiden: Die von einzelnen Gruppen mitgeführten Getränke wurden in Mehrwegbechern gereicht.
Angeführt wurde der Umzug von Bürgermeisterin Dorina Jechnerer und Mitgliedern des Stadtrats, die sich in Rikschas im Sprint auf die Staffelübergabe nach der Kommunalwahl am 8. März bereitmachten. Es folgten die Herrieder Stadtsoldaten in ihren Uniformen. Für Ausgelassenheit sorgten viele Gruppen mit Musik aus der Dose sowie der Musikverein Neunstetten/Stadtkapelle Herrieden, die Blaskapelle Wieseth und die Batukeros mit Live-Musik.
Die amerikanischen Freunde nahmen die Feiernden mit auf eine Reise in den Wilden Westen, während die Mitglieder der Kolpingsfamilie mit Air Kolping in den Faschingsurlaub abhoben. Verkleidet als Krümelmonster marschierten die Mädchen und Jungen der Kita St. Salvator und als lustige Zirkusleute die von St. Vitus mit. Als Anspielung auf die vielen Störche in Herrieden stolzierte eine Gruppe langbeiniger Flamingos ums Eck.
Die SG-Fußballer kamen als Super Mario und die SG-Volleyballer erinnerten an die Olympischen Spiele. Der Jugendverein lud zum Feiern ein. Die Herrieder Aquathleten riefen indes die BR-Radltour, die im August 2025 in Herrieden Station gemacht hatte, ins Gedächtnis. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Hohenberg betitelten ihr neues Domizil als „Kloster von High Mountain“, während die Herrieder Wehrleute ihre 150-Jahr-Feier bewarben.
„Herrieden blüht auf“, verkündete die Gruppe des Reit- und Fahrvereins, die Schrotfelder ließen den Pumuckl fetzen und die Faschingsgoldies machten sich in Zebrakostümen über den doppelten Zebrastreifen in der Nürnberger Straße lustig. „Wenn's brummt, sind wir da“, erklärten die Power-Bienen des Pflegedienstes Bayer. Die Schützinnen und Schützen aus Leibelbach warben für einen zauberhaften Wald und die Generation F.U.N. heizte mit „Yabba Dabba Doo“-Rufen die Stimmung kräftig an.