FCN-Frauen eine Nummer zu groß für den SV Weinberg | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 30.03.2025 19:45

FCN-Frauen eine Nummer zu groß für den SV Weinberg

Weinbergs Torhüterin Celia Steinert zeigte einige gute Paraden und einen dicken Fauxpas. Am Ende unterlag ihr SVW (links Nadine Hilkert, rechts Leonie Haberäcker) dem 1. FC Nürnberg (von links die zweifache Torschützin Medina Desic und Klara Svensson Senelius) mit 0:4. (Foto: Martin Rügner)
Weinbergs Torhüterin Celia Steinert zeigte einige gute Paraden und einen dicken Fauxpas. Am Ende unterlag ihr SVW (links Nadine Hilkert, rechts Leonie Haberäcker) dem 1. FC Nürnberg (von links die zweifache Torschützin Medina Desic und Klara Svensson Senelius) mit 0:4. (Foto: Martin Rügner)
Weinbergs Torhüterin Celia Steinert zeigte einige gute Paraden und einen dicken Fauxpas. Am Ende unterlag ihr SVW (links Nadine Hilkert, rechts Leonie Haberäcker) dem 1. FC Nürnberg (von links die zweifache Torschützin Medina Desic und Klara Svensson Senelius) mit 0:4. (Foto: Martin Rügner)

Einen großen Schritt Richtung Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga tätigte am Sonntag der 1. FC Nürnberg. Eindeutig und klar gewann er mit 4:0 (2:0) bei den Frauen des SV Weinberg und baute seinen Vorsprung an der Tabellenspitze der 2. Liga auf sechs Punkte aus.

Ein eisiger Wind fegte über das Sportgelände des FC Sachsen und ließ die 603 Zuschauer (Saisonrekord!) frösteln. Diese widrigen Wetterverhältnisse störten aber die Spielerinnen des Tabellenführers wenig und sie ergriffen mit dem Wind im Rücken von Beginn an die Initiative. Allerdings stießen sie auf gehörigen Widerstand des SV Weinberg, der geschickt die Räume verengte und den gefährlichen Offensivspielerinnen des FCN keine großen Freiheiten gestattete.

Torjägerin Desic wird ihrem Ruf gerecht

Der SVW verhielt sich in der Defensive taktisch geschickt, vor der Pause griff ein Rädchen in das andere. So wurde dem Favoriten teilweise die Laune am Angreifen genommen. Aber der besten Offensive der Liga eilt nicht nur der Ruf ihrer Gefährlichkeit voraus, sondern sie tut auch etwas für ihren Erfolg. Und dieser hat einen Namen: Medina Desic (31). Die Montenegrinerin ist der Dreh- und Angelpunkt der Offensive. Sie läuft zwar nicht viel, aber alles was sie macht, hat Hand und Fuß.

Der meist mit Abwehrarbeit beschäftigte SV Weinberg hielt gut dagegen und verlor aber in der 21. Minute erstmals die Ordnung. Nach einer guten Flanke von Meret Günster und einem energischen Einsatz von Desic kam Marina Scholz an den Ball und versenkte ihn aus acht Metern zur 1:0-Führung für den FCN.

Diesen Rückschlag verdaute der SVW relativ schnell und versuchte seinerseits für Entlastung mit damit verbundenen Offensivaktionen zu sorgen. Doch diese waren nicht von Erfolg gekrönt, da auch die FCN-Abwehr ihr Handwerk verstand.

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Und so kassierte der SVW in der 40. Minute den zweiten Gegentreffer. Desic wurde im Strafraum angespielt, bewegte sich in Richtung Eckfahne und als Annika Kömm versuchte, den Ball zu spielen, sank Desic wie vom Blitz getroffen zu Boden. Bundesliga-Schiedsrichterin Daniela Kottmann (Neu-Ulm) entschied sofort auf Elfmeter, den Desic souverän verwandelte.

Weinberg nach dem Wechsel offensiver

Nach dem Seitenwechsel agierte der SV Weinberg ein wenig offensiver und versuchte die Spielanteile einigermaßen ausgeglichen zu gestalten. Dass diese Taktik nicht zu einhundert Prozent aufging, lag einerseits an der spielerischen Überlegenheit des Favoriten und andererseits an SVW-Torhüterin Celia Steinert. Der mit einigen guten Paraden und sicherem Stellungsspiel aufwartenden Torfrau unterlief in der 62. Minute ein dicker Fauxpas. Völlig ungestört spielte sie der drei Meter von ihr entfernt stehenden Desic das Leder in die Füße, die Führende in der Zweitliga-Torjägerliste nahm das Geschenk dankend an und netzte zu ihrem 13. Saisontreffer ein.

Keine zwölf Minuten später bediente Desic FCN-Winter-Neuzugang Jacqueline Baumgärtel und die Ex-Gütersloherin erzielte ihr erstes Pflichtspieltor im FCN-Trikot und damit das zehnte in dieser Saison.

Der SV Weinberg bemühte sich weiterhin, dem Favoriten einigermaßen Paroli zu bieten und nicht wie beim Vorspiel unter die Räder zu kommen. Und dies gelang ihm auch einigermaßen, so dass die SVW-Spielerinnen erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen konnten.

SV Weinberg: Steinert, Haberäcker, Horwath, Hilkert, Kömm, Eva Wiesinger, Hofmann, Schlitter (81. Katharina Wiesinger), Klärle (64. Hofrichter), Istrefaj, Wich (78. Mara Grimm).


Von Harald Riegler
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