Beide sind in Elternzeit, das Fernweh ist groß und die Reisekasse gefüllt: Die perfekte Gelegenheit, um mit dem Nachwuchs etwas in der weiten Welt zu erleben. Wohin soll es gehen?
Ist ein Baby oder Kleinkinder dabei, sollten Familien für ihre Fernreise lieber Ziele abseits von Malaria-Gebieten wählen. Dazu rät das Centrum für Reisemedizin (CRM). Zu den malariafreien Ländern und Regionen zählen unter anderem:
Ein hohes Malaria-Risiko besteht hingegen in tropischen und subtropischen Regionen, etwa in Subsahara-Afrika mit Ländern wie Kenia und Tansania sowie in den äquatornahen Regionen von Asien und Südamerika.
Die Tropenkrankheit wird durch Parasiten ausgelöst, die durch Stiche der Anopheles-Mücke in den menschlichen Körper gelangen. Diese Mücken sind bevorzugt in der Dämmerung und auch nachts unterwegs.
Weltweit sterben jährlich rund 600.000 Menschen weltweit an Malaria, drei Viertel davon seien Kinder unter fünf Jahren, so Markus Frühwein, Tropen- und Reisemediziner in München. Diese Altersgruppe hat also ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe.
Gut zu wissen: Malaria zeigt sich bei Kindern oft anders als bei Erwachsenen. Neben Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Fieber und Husten haben die Kleinen oft auch Bauchschmerzen und Durchfälle.
Bei Kindern bringt eine Malaria-Infektion zudem häufiger neurologische Symptome wie Krampfanfälle mit sich. Zudem droht den Kleinen Atemnot, wenn durch eine Übersäuerung des Blutes die Lungenfunktion gestört wird.
Die Reise soll doch in ein Malaria-Gebiet gehen? Für kleine Kinder gibt es in Sachen Prophylaxe allerdings weniger Möglichkeiten als etwa bei Schulkindern, so das CRM.
Die Experten raten Familien daher, sich schon vor der Buchung von einem Reisemediziner oder einer Reisemedizinerin beraten zu lassen und dabei auch Malaria-Risiko des Reiseziels in den Blick zu nehmen.
Guter Mücken- und Malariaschutz besteht aus mehreren Bausteinen:
Und ganz wichtig: „Bei Kindern sollte deshalb grundsätzlich jeder fieberhafte Infekt nach einem Aufenthalt in Malaria-Gebieten im Labor abgeklärt werden“, so Markus Frühwein.
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