Weihnachtsbräuche aus aller Welt brachten die Kinder der Grundschule Feuchtwangen-Land ihrem Publikum näher. Dafür haben sie ein Musical einstudiert. Das Interesse war so groß, dass die Aula fast aus allen Nähten platzte.
Eröffnet wurde die musikalische Theaterreise durch den Förderverein, der Weihnachtsgeschenke für die Schule dabeihatte. In ihrer einleitenden Rede bedankte sich Schulleiterin Ellen Schürrlein bei diesem, dem Elternbeirat und dem Hauptsponsor. Auch die vielen Helfer, die zum Gelingen einer solch aufwändigen Veranstaltung beitragen, bekamen von ihr ein Sonderlob.
Den Auftakt machte der Grundschulchor unter Leitung von Birgit Mathes mit dem Lied „Singen wir im Schein der Kerzen“. Die Klasse 1a entführte das Publikum dann nach England. Dort wünscht nämlich der König per TV allen Menschen „Merry Christmas“. „We wish you a merry Christmas“ erklang aus den fröhlichen Mündern der Kinder dazu. Dann ging’s mit der 1b auf die Südhalbkugel nach Südafrika. „Hambani Kahle“, auf Deutsch „Das Licht erleuchte“, singt man dort zu Weihnachten. Die Kinder brachten die Ehrfurcht, die in diesem Lied steckt, sehr gut zur Geltung.
Die 2a beförderte die Gäste zurück nach Europa, zum „Lichtertanz der heiligen Lucia“ in Schweden. Der findet schon am 13. Dezember statt und bringt „Licht ins Dunkel“. Die mit Kerzen geschmückten Mädchen zeigten dies auf beeindruckende Weise. Außerdem wird an diesem Tag noch ein Hefegebäck serviert, die „Lussekatter“. Das durften alle am Ende der Veranstaltung verkosten, denn die Eltern hatten großzügig gebacken.
Der weiteste Sprung war wohl der nach Australien, wohin die 2b reiste. Dort ist es um diese Zeit 35 Grad heiß und es sind Sommerferien: Zu Weihnachten wird oft gegrillt und man fährt nicht auf dem Schlitten, sondern auf dem „Ute“, einem Pickup auf Pkw-Basis. Weihnachtsbaum und weiße Weihnacht findet man da natürlich nicht. Die Klasse ließ dazu eine lustige Variante von „Jingle Bells“ ertönen.
Die nächste Station war Amerika mit der 4a. Dort ist der klassische Weihnachtsmann zu Hause, der mit „Ho, ho, ho“ durch den Schornstein rauscht und die von den Kindern bereit gelegten Strümpfe und Schuhe füllt. Dazu erklang dann „Santa Claus is coming to town“.
Zurück in Europa begleitete das Publikum die 4b nach Spanien. Dort dreht sich alles am 22. Dezember um „El Gordo“, den „Dicken“. Gebannt sitzen die Familien vor dem Fernseher und verfolgen, wer den Millionengewinn in diesem Jahr erhält. Traditionell gibt’s die Geschenke am 25. Dezember, manchmal aber auch erst am 6. Januar zu Dreikönig. Dazu sangen die Kinder den Klassiker „Feliz Navidad“.
Die 3a hatte Italien zum Ziel. Dort treibt die kleine Weihnachtshexe „Befana“ ihren Schabernack. Wie der Weihnachtsmann kommt auch sie durch den Schornstein und bringt so die Geschenke. Die Befana soll der Sage nach von den Hirten die Frohe Botschaft gehört haben. Sie erscheint am 6. Januar. Die Kinder sangen dazu auf Italienisch das Lied „La Befana“.
Die 3b hatte Russland zum Ziel. Dort erscheint „Väterchen Frost“ mit seiner Enkelin „Schneeflöckchen“ am 6. und 7. Januar mit Geschenken. Dabei wird ausgiebig geschlemmt. Zum Abschluss gelangten die Zuhörer*innen nach Bethlehem, dem Ort der Weihnachtsgeschichte. Schulleiterin Schürrlein las die Weihnachtsgeschichte vor, eingebunden in das Lied „Ihr Kinderlein kommet“. Das wurde musikalisch einfühlsam von Lehrkräften dargeboten.
Der Weihnachtsmann hatte dann natürlich auch noch seinen Auftritt. Trotz bester Verkleidung wurde er als Johannes Stegmann erkannt. Er verteilte an alle Beteiligten Geschenke und hob hervor, wie wichtig der „Herr des Hauses“ hier sei. Damit meinte er nicht sich, sondern Hausmeister Thomas Rühl, den guten Geist der Schule.
Knapp eineinhalb Stunden abwechslungsreiches Programm hatte das Publikum erleben dürfen und dabei sicher einiges Neues über Weihnachtsbräuche gelernt. „O du Fröhliche“ sangen dann alle noch zusammen.