Fliegerbombe in Nürnberg entschärft - 1.500 Betroffene | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 03.11.2026 15:13, aktualisiert am 03.11.2026 18:31

Fliegerbombe in Nürnberg entschärft - 1.500 Betroffene

Der Sprengkörper wurde noch am Dienstag entschärft. (Symbolbild) (Foto: Friso Gentsch/dpa)
Der Sprengkörper wurde noch am Dienstag entschärft. (Symbolbild) (Foto: Friso Gentsch/dpa)
Der Sprengkörper wurde noch am Dienstag entschärft. (Symbolbild) (Foto: Friso Gentsch/dpa)

Nach dem erneuten Fund einer Fliegerbombe in Nürnberg ist der Sprengkörper am Abend erfolgreich entschärft worden. Zuvor hatten Rettungskräfte eine Evakuierung von etwa 1.500 Menschen angeordnet. Danach wurde der Sprengkörper, der bei Bauarbeiten in rund drei Metern Tiefe gefunden wurde, entschärft. Nach Angaben der Stadt war dafür ein Erdwall errichtet worden, sodass der Evakuierungsradius auf 500 Meter begrenzt werden konnte. Alle von der Evakuierung Betroffenen konnten am Abend in ihre Wohnungen zurückkehren.

Der 225 Kilogramm schwere Blindgänger war am Morgen entdeckt worden. Er lag südöstlich des Südfriedhofs zwischen Trierer Straße, Rangierbahnhof und Schnorrstraße. Für die Betroffenen wurde in der Mensa der Bertolt-Brecht-Schule eine Betreuungsstelle eingerichtet. 

Wegen der Entschärfung fuhr die Straßenbahnlinie 5 nicht wie gewohnt, zudem gab es Einschränkungen auf der Buslinie 68. Etwa 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen waren vor Ort.

Zuletzt war am 22. Oktober eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in derselben Gegend entdeckt und entschärft worden. In Nürnberg werden immer wieder Blindgänger gefunden. 

Die Stadt traf es in den letzten Kriegswochen 1945 hart. Die Brandbomben der Alliierten trafen auf eine Altstadt mit hohem Holzanteil - gut die Hälfte Nürnbergs wurde zerstört. Beim schwersten Angriff am 2. Januar 1945 starben etwa 1.800 Menschen, insgesamt wurden bei den Bombenangriffen mehr als 5.500 getötet.

© dpa-infocom, dpa:261103-930-938083/2


Von dpa
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