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Veröffentlicht am 13.04.2026 13:20

Freigang oder Stubentiger? Was Katzenhalter bedenken sollten

Kontrollierter Freigang: Ausbruchsichere Netze auf Balkon oder Terrasse bieten Katzen eine sichere Möglichkeit, etwas Natur zu genießen. (Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn)
Kontrollierter Freigang: Ausbruchsichere Netze auf Balkon oder Terrasse bieten Katzen eine sichere Möglichkeit, etwas Natur zu genießen. (Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn)
Kontrollierter Freigang: Ausbruchsichere Netze auf Balkon oder Terrasse bieten Katzen eine sichere Möglichkeit, etwas Natur zu genießen. (Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn)

„Katzen gehören nach draußen!“, argumentieren die einen, „Drinnen ist es nicht so gefährlich!“, sagen die anderen. Freiheit versus Sicherheit, letztlich entscheiden Besitzerinnen und Besitzer, wie sie ihr Tier halten wollen. Manchmal zeigen Katze oder Kater aber auch recht deutlich, dass ihnen die Wohnung nicht reicht. Wer sich entscheiden muss, sollte folgende Punkte bedenken, die die Tierschutzstiftung Vier Pfoten mit auf den Weg gibt:

1. Die Wohnsituation

Was geht und was nicht, lässt sich nicht pauschal beantworten. Gibt es etwa einen großen Garten oder wohnt man an einer Straße mit viel Verkehr? Halter oder Halterin sollten laut der Stiftung gut abwägen, welche Gefahren einem Freigänger vor ihrer Wohnungstür drohen. Das können neben Autos auch Kämpfe mit Artgenossen sein, ein Angriff von Wildtieren, Diebstahl, Erkrankungen oder Tierquälerei.

2. Basics für Freigänger

Wer Katze oder Kater frei nach draußen lassen möchte, sollte sie oder ihn unbedingt kastrieren lassen, so die Tierschützer. Nebeneffekt: Kastrierte Kater gehen weniger auf weite Wanderschaft und prügeln sich nicht so sehr mit anderen Katern. Die Initiative rät auch dazu, das Tier zu chippen und in einer Heimtierdatenbank zu registrieren.

Wenn man Freigänger nicht ohnehin nachts ganz drinnen behält, sollten sie vor allem nachts die Chance haben, hineinzukommen, zum Beispiel durch eine Katzenklappe. Für mehr Sichtbarkeit sorgt ein reflektierendes Halsband mit Sicherheitsverschluss. Wer wissen will, wo sein Tier über den Tag unterwegs ist oder sich gerade befindet, kann daran auch einen GPS-Tracker befestigen.

Ganz wichtig außerdem: Junge und unerfahrene Katzen oder Kater niemals draußen einfach sich selbst überlassen, sondern langsam an den Freigang, das Zuhause und die Umgebung gewöhnen.

3. Kontrollierter Freigang als Kompromiss

Der nach Ansicht der Tierschützer goldene Mittelweg ist ein kontrollierter und gesicherter Freilauf. Man kann etwa je nach Möglichkeit Garten, Balkon oder Terrasse mit ausbruchsicheren Katzennetzen um- und überspannen. Ebenso kann man mit der Katze an einer längeren Leine nach draußen gehen. Das Anlegen des Brustgeschirrs und das Spazierengehen sollten jedoch behutsam eingeübt werden.

Manchen Katzen gefällt diese Art des Freigangs laut Vier Pfoten. Nebeneffekt: Nicht nur die Katze ist sicherer, auch ihre Beutetiere, zum Beispiel Vögel, werden geschützt.

© dpa-infocom, dpa:260413-930-938530/1


Von dpa
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