Friedenspreis Dresden an polnische Frauenrechtsaktivistin | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 20.01.2026 14:30

Friedenspreis Dresden an polnische Frauenrechtsaktivistin

Der Friedenspreis Dresden wird seit 2010 verliehen. (Archivbild) (Foto: Robert Michael/dpa)
Der Friedenspreis Dresden wird seit 2010 verliehen. (Archivbild) (Foto: Robert Michael/dpa)
Der Friedenspreis Dresden wird seit 2010 verliehen. (Archivbild) (Foto: Robert Michael/dpa)

Der Friedenspreis Dresden geht in diesem Jahr an die polnische Frauenrechtsaktivistin Klementyna Suchanow. Man würdige damit das Engagement der Schriftstellerin und Journalistin für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Frieden, teilte die Initiative Friedenspreis mit. Sie verbinde dabei ihre osteuropäische Perspektive auf das Wiedererstarken autoritärer Strukturen mit dem Thema Frauenrechte aus geopolitischer Sicht.

Aktivistin: „Ich bin überwältigt“

Suchanow dankte der Initiative. „Ich bin überwältigt von Ihrer Auszeichnung, eine solche Ehre hätte ich mir nie erträumt“, schrieb Suchanow demnach. Es sei das erste Mal, dass ihr so etwas passiere. 

Die Mitbegründerin der Bewegung „Ogolnopolski Strajk Kobjet“ („Allpolnischer Frauenstreik“) brachte den Angaben nach seit 2016 Zehntausende gegen die nationalkonservative PiS-Regierung auf die Straße: für Meinungsfreiheit, gegen den Abbau des Rechtsstaats und das faktische Abtreibungsverbot. In der Folge sei sie festgenommen und in Haft misshandelt worden. Ihrem 2023 erschienenes Buch „Das ist Krieg“ befasst sich mit radikalen Fundamentalisten und deren Auswirkungen auf die Rechte von Frauen sowie Minderheiten.

Preisverleihung im April

Bei der festlichen Preisverleihung am 12. April in der Dresdner Semperoper hält der langjährige luxemburgische Außenminister Jean Asselborn eine Laudatio. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hält zudem ein Grußwort. 

Der von der Klaus-Tschira-Stiftung unterstützte Friedenspreis wird seit 2010 an Persönlichkeiten vergeben, „die sich in besonderer Weise um Frieden und Völkerverständigung bemühen“. Bisherige Preisträger waren unter anderen Michail Gorbatschow, der Herzog von Kent, Whistleblower Daniel Ellsberg und Friedensaktivistin Kim Phuc Phan Thi, die als Napalm-Opfer auf einem berühmten Foto aus dem Vietnamkrieg zu sehen ist. 2025 ging der Preis posthum an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

© dpa-infocom, dpa:260120-930-571256/1


Von dpa
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