Früher Stadtarchivar in Dinkelsbühl: Hermann Meyer feiert 101. Geburtstag | FLZ.de | Stage

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 20.08.2024 08:00

Früher Stadtarchivar in Dinkelsbühl: Hermann Meyer feiert 101. Geburtstag

Auch mit 101 Jahren noch fit: Hermann Meyer. Laut seinen Kindern hat er sich seinen besonderen Humor bewahrt. (Foto: Uwe Hahn)
Auch mit 101 Jahren noch fit: Hermann Meyer. Laut seinen Kindern hat er sich seinen besonderen Humor bewahrt. (Foto: Uwe Hahn)
Auch mit 101 Jahren noch fit: Hermann Meyer. Laut seinen Kindern hat er sich seinen besonderen Humor bewahrt. (Foto: Uwe Hahn)

Bei seinem Alter entsprechend guter Gesundheit hat Hermann Meyer jetzt in Dinkelsbühl seinen 101. Geburtstag gefeiert.

Geboren wurde der Jubilar in Veitlahm in Oberfranken als Sohn eines Pfarrers. Von 1934 bis 1942 besuchte er das Gymnasium in Bayreuth, wo er auch das Abitur erwarb. Von 1942 bis 1944 leistete er Kriegsdienst, von 1944 bis 1946 war er in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Direkt im Anschluss studierte er drei Jahre lang in München an der Musikhochschule, gefolgt von einem Jahr als Referendar in Fürth.

1950 heiratete Hermann Meyer die Gutssekretärin Erika Buick aus Berlin, die 2016 verstarb. Gemeinsam hatten sie fünf Kinder, das Familienglück vervollständigen inzwischen fünf Enkel und fünf Urenkel.

Ahnenforschung als Beschäftigung in der Freizeit

Von 1950 bis 1985 war der Jubilar als Lehrer am Gymnasium in Dinkelsbühl tätig. Dort gab er Musik- und Instrumentalunterricht, zuletzt als Studiendirektor.

In seiner Freizeit beschäftigte er sich mit Ahnenforschung und erstellte die Ahnentafeln „Harleß“ (1960) und „Meyer“ (1968). Darüber hinaus war er von 1976 bis 2005 Stadtarchivar in Dinkelsbühl und wurde 1998 mit dem Goldenen Ehrenring der Stadt ausgezeichnet.

Das könnte Sie auch interessieren
Gezupfte Grüße aus Fernost: 30 Japanerinnen musizieren im Kaisersaal in RothenburgExpansion in Dombühl: Kita in Kloster Sulz plant Neubau für steigende KinderzahlenHeimat- und Volksfest in Wassertrüdingen 2026: Das Programm für vier Tage FeiernRenommierter Politik-Experte aus Bad Windsheim: Von Statistiken und BrausestangenZwischen Amore und Dolore: Nevio Passaro begeistert in Bad WindsheimDer 75. Kirchentag am Hesselberg: So vielseitig war das Nachmittagsprogramm150 Jahre Feuerwehr Herrieden: Ein Festzug mit 1900 Teilnehmenden als HöhepunktWechselhafte Geschichte: Feuerwehr Ermetzhofen feiert 150-jähriges BestehenViel Sonne und viel Musik: Das Biberttal Festival 2026 in BildernSchlosshofkonzerte in Neustadt/Aisch 2026: Humor, Energie und PoesieBier-Fest zum Brauerei-Jubiläum zog in Dinkelsbühl viele Menschen anNachwuchstalente aus Würzburg musizieren auf Schloss Schillingsfürst150 Jahre Henkel: Buntes Familienfest am Unternehmensstandort WassertrüdingenEin imposanter Festzug: Mehr als 1000 Menschen schlängeln sich durch GutenstettenNeustadt/Aisch: Der Jazzchor von Susanne Schönwiese ist jetzt Geschichte

Zum Geburtstag gratulierten Bürgermeisterin Nora Engelhard im Namen der Stadt Dinkelsbühl sowie Landrat Dr. Jürgen Ludwig im Namen des Landkreises Ansbach. Beide wünschten dem rüstigen Jubilar weiterhin viel Glück und Gesundheit und, dass man sich in einem Jahr wieder zum Feiern treffen möge.

Durch die guten Wünsche motiviert, stimmte der ehemalige Musiklehrer sogleich einen Kanon an, bei dem alle mitsangen – und weil es so schön war gleich im Anschluss das Lieblingslied von Hermann Meyer: „Die Gedanken sind frei“ aus der Feder von Hoffmann von Fallersleben, das früher auch alle seine Schülerinnen und Schüler lernen durften. Wenn er gewusst hätte, dass so viele Gäste kommen, hätte er vorher geübt, witzelte Geburtstagskind Meyer.

Als Beifahrer im Cabriolet unterwegs

Überhaupt habe Hermann Meyer sich seinen besonderen Humor all die Jahre bewahrt, sagten seine Kinder. Nach wie vor liest er sehr gerne, spielt regelmäßig Brettspiele und genießt es, wenn er zusammen mit seinem Sohn Klaus im Cabriolet durch Dinkelsbühl fährt und an seinen alten Wirkungsstätten vorbeikommt – mittlerweile allerdings auf dem Beifahrersitz.


Von Uwe Hahn
north