Füllkrug zu DFB-Chancen: „Es interessiert mich nicht“ | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 25.10.2026 01:04, aktualisiert am 25.10.2026 10:32

Füllkrug zu DFB-Chancen: „Es interessiert mich nicht“

Niclas Füllkrug (l) sieht die Debatte um ein mögliches DFB-Comeback entspannt. (Foto: Florian Wiegand/dpa)
Niclas Füllkrug (l) sieht die Debatte um ein mögliches DFB-Comeback entspannt. (Foto: Florian Wiegand/dpa)
Niclas Füllkrug (l) sieht die Debatte um ein mögliches DFB-Comeback entspannt. (Foto: Florian Wiegand/dpa)

Niclas Füllkrug blieb sich auch nach seinem zweiten Doppelpack in Serie treu. Ganz entspannt parierte er alle Fragen nach einem sich immer stärker aufdrängenden Comeback in der Nationalmannschaft. Ob er sich einen Anruf von Bundestrainer Jürgen Klopp erhoffe? „Alles, was ich sagen würde, wäre falsch, vorgegriffen, unrealistisch, irrational“, konterte der Stürmer von Werder Bremen nach dem 3:2 (2:1) beim FSV Mainz 05 und versicherte: „Deshalb, ganz ehrlich: Es interessiert mich nicht. Nullkommanull.“

Später bekräftigte Füllkrug als Gast im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF seine Gelassenheit. Die DFB-Auswahl habe mit Klopp eine neue Ära eingeläutet, wolle jung und dynamisch sein. Mit Blick auf eine möglicherweise ausbleibende Nominierung bei den anstehenden Länderspielen gegen Serbien und die Niederlande sagte Füllkrug: „Da verstehe ich das dann, wenn das der Fall sein sollte. Und wenn nicht, dann können wir immer noch darauf reagieren.“

Die Aussagen des Bundestrainers vor wenigen Tagen hätten bei ihm keine Emotionen ausgelöst. „Niclas Füllkrug schießt in der Bundesliga ein Tor nach dem anderen, aber ist 33. Das ist nicht meine Schuld“, hatte Klopp bei DAZN gesagt. „Jeder kann das so interpretieren, wie er es möchte. Eigentlich hat er keine Aussage getroffen, sondern eher zwei Fakten aufgezählt“, beschied Füllkrug und wiederholte lächelnd: „Ich bin 33 und schieße ein Tor nach dem anderen.“

Füllkrug auf den Spuren von Völler

In sechs aufeinanderfolgenden Bundesligaspielen hat er für Werder getroffen und jagt nun den Vereinsrekord von Rudi Völler, dem dies in der Saison 1982/83 siebenmal in Serie gelungen war. Die Werder-Bestmarke von acht Treffern an den ersten sieben Spieltagen teilt sich Füllkrug jetzt bereits mit dem heutigen DFB-Sportdirektor. 

Ob sich beide Mitte November bei der Nationalmannschaft über den Weg laufen? Das muss Klopp entscheiden. Die Leistung spricht für Füllkrug, sein Alter ein wenig dagegen. „Wir haben eine Gegenwart, eine mittelfristige Zukunft und eine langfristige Zukunft. In der Gegenwart kann es natürlich funktionieren, mittelfristig unter Umständen auch. Langfristig, ja, also da müssen wir jetzt mal sehen...“, hatte Klopp jüngst sinniert. 

Bremen als Wohlfühloase

In seinem Wohnzimmer hat der im Sommer auf Leihbasis von West Ham United nach Bremen zurückgekehrte Füllkrug wieder zu alter Stärke gefunden. Warum das so ist? „Ich war in den vergangenen zwei Jahren nicht einmal auf dem Fitnessstand, den ich jetzt habe. Vielleicht bin ich auch mit bestimmten Umständen nicht klargekommen und hatte Probleme, die nicht zu lösen waren. Ich bin glücklich, dass ich das jetzt wieder kann und wie mich der Verein dabei unterstützt“, sagte Füllkrug. „Es ist offensichtlich, dass es zwischen Werder und mir passt.“

Das spürt auch Daniel Thioune. „Man merkt einfach, dass er sich wohlfühlt und es ihm unheimlich wichtig ist, wieder für Werder zu spielen. Das freut uns immens. Er ist unser Leuchtturm und er leuchtet gerade stark“, sagte Bremens Trainer über den Rückkehrer, der schon von 2019 bis 2023 das Werder-Trikot trug. 

Mit seinen Saisontoren Nummer sieben und acht - beide per Foulelfmeter erzielt - ebnete Füllkrug in Mainz den Weg zum dritten Saisonsieg der Bremer, die seit sechs Spielen ungeschlagen sind und mit zwölf Punkten den besten Bundesliga-Saisonstart seit acht Jahren hingelegt haben. 

Nebenbei avancierte der wuchtige Angreifer zum derzeit besten Torjäger - was ihn aber ebenso wenig umtreibt wie die Diskussionen um ein mögliches DFB-Comeback. „Ich sitze nicht abends vor dem Handy und gucke mir die Torschützenliste an“, sagte Füllkrug und versicherte: „Ich spiele nicht, um Nationalspieler zu werden, sondern um das Bestmögliche aus jeder Möglichkeit herauszuholen.“ Sollte ihm das weiter gelingen, ruft der Bundestrainer demnächst vielleicht doch an.

© dpa-infocom, dpa:261024-930-888776/2


Von dpa
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