Ein neuer Asphaltweg verbindet ab sofort die Staatsstraße mit dem Flughafengelände in Sinbronn. Dabei handelt es sich um ein gemeinsames Großprojekt von Gemeinde, Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) und den Verantwortlichen des Summer-Breeze-Open-Air. Der Weg soll sowohl der Landwirtschaft als auch dem Festivalverkehr zugutekommen.
Mit einer Investition von rund 300.000 Euro haben die Teilnehmergemeinschaft Illenschwang 3 am ALE Mittelfranken, die Gemeinde Wittelshofen sowie die Organisatoren des Summer Breeze Open Air das Infrastrukturprojekt umgesetzt, das gleich mehrere Probleme löst. Der rund 770 Meter lange Weg dient als wichtige Verbindung zwischen Staatsstraße und Flughafengelände und war bislang sowohl Haupterschließungsweg für die Landwirtschaft als auch zentrale Logistikader während des Festivals, heißt es in einer Pressemitteilung.
Der Zahn der Zeit hatte dem alten Betonweg jedoch stark zugesetzt. „Im vergangenen Jahr war es sehr nass, auf dem Weg brachen Teile weg und er war über die Jahre in einem sehr schlechten Zustand“, schildert Manuel Kiesel, Projektleiter für Bauinfrastruktur und Geländeplanung beim Summer Breeze.
Für Thomas Himml, Projektleiter beim ALE Mittelfranken, war deshalb klar, dass eine gemeinsame Lösung gefunden werden müsse. Man habe sich frühzeitig mit den Festivalverantwortlichen zusammengesetzt, um die unterschiedlichen Interessen abzustimmen. Die Zusammenarbeit sei dabei hervorragend verlaufen.
Das Ergebnis gilt laut Pressemitteilung für alle Beteiligten als Musterbeispiel gelungener Kooperation. Die Veranstalter des Summer Breeze erklärten sich bereit, die Eigenleistungskosten der Grundstückseigentümer zu übernehmen. Dadurch entstehen den Anliegern keine finanziellen Belastungen. Gleichzeitig profitieren sie von einem neuen und modernen Wirtschaftsweg.
Dank der Kooperation erstrahlt die Strecke nun in völlig neuem Glanz. Auf einer Gesamtlänge von 770 Metern wurde der Weg auf einer Breite von dreieinhalb Metern asphaltiert. Zusätzlich entstanden an zwei Stellen Ausweichbuchten auf beiden Seiten der Fahrbahn. Um trotz der Verbreiterung keinen zusätzlichen Flächenverbrauch zu verursachen, wurde ein bestehender Seitengraben durch eine Sickerleitung ersetzt. Dadurch konnte die gesamte Maßnahme ohne weiteren Landverbrauch umgesetzt werden.
„Wir freuen uns riesig über die Zusammenarbeit und die Möglichkeit, dass wir diesen wunderschönen Weg bekommen haben“, betont Kiesel. Der neue Weg schaffe beste Voraussetzungen für die Zukunft und sei für alle Beteiligten ein Gewinn.
Dass die Zusammenarbeit zwischen Festival und Gemeinde über viele Jahre hinweg funktioniert hat, hebt auch Werner Leibrich hervor. Der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Wittelshofen begleitete das Summer Breeze zwölf Jahre lang im Amt und war zuvor bereits als Kreisbrandmeister eingebunden. Natürlich gebe es nicht nur Befürworterinnen und Befürworter, sondern auch kritische Stimmen in der Bevölkerung, räumt Leibrich ein. Dennoch ziehe er insgesamt ein sehr positives Fazit.
Für die Gemeinde sei das Festival jedes Jahr ein besonderes Ereignis. Vor allem der friedliche Charakter der Besucherinnen und Besucher beeindrucke ihn immer wieder. „Sie leben für ein paar Tage mit uns, und das ist ganz wunderbar“, sagt Leibrich. Mit dem neuen Asphaltweg ist nun sichergestellt, dass dieses Miteinander auch infrastrukturell auf einem soliden Fundament steht.