Mit massiver Gewalt hat die Fahrt auf dem Rad in der Rothenburger Altstadt für einen 77-Jährigen geendet. Er wurde von einem Fußgänger angegriffen und so schwer geschlagen, dass er mit dem Verdacht auf einen Jochbeinbruch ins Krankenhaus kam. Der Täter wurde in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.
Nach den Angaben der Polizei kam es zu dem Angriff am Samstagabend gegen 18 Uhr. Der Senior radelte nach den bisherigen Ermittlungen vom Friedrich Hörner-Weg in Richtung Sterngasse, als ihn ein Mann unvermittelt angegriffen und zu Boden geschlagen haben soll. Anschließend soll der Tatverdächtige mehrfach mit der Faust auf den Hinterkopf des am Boden liegenden Mannes eingeschlagen haben.
Nachdem der Angreifer zunächst von seinem Opfer abgelassen hatte, kehrte er kurz darauf zurück und trat zweimal gegen dessen Oberkörper. Zudem soll er den 77-Jährigen mit dem Tod bedroht und dessen Fahrrad durch Tritte beschädigt haben.
Eine Zeugin beobachtete den Vorfall. Die alarmierte Polizei bekam von der Zeugin eine Beschreibung der Fluchtrichtung und des Mannes. Damit konnte sie den Aufenthaltsort des amtsbekannten Tatverdächtigen schnell ermitteln. Beim Eintreffen der Beamten kam der Mann zwar selbstständig aus dem Gebäude, zeigte sich aber verbal aggressiv. Nach dem Bericht der Rothenburger Inspektion machte er überwiegend wirre Angaben und beleidigte die Einsatzkräfte mehrfach. Eine zielführende Kommunikation war nicht möglich.
Die Polizei nahm den 44-Jährigen schließlich fest, ohne dass dieser sich wehrte. Nachdem er zunächst zur Polizeiinspektion Rothenburg ob der Tauber. Aufgrund seines Zustands und einer angenommenen Fremdgefährdung wurde eine vorläufige ärztliche Unterbringung veranlasst.
Der Geschädigte erlitt Verletzungen, bei denen der Verdacht auf eine Jochbeinfraktur bestand. Er wurde durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Gegen den Täter wurden Strafverfahren wegen Körperverletzung, Bedrohung, Sachbeschädigung und Beleidigung eingeleitet.