Ein Gebrauchtwagenkauf birgt immer ein gewisses Risiko. Daher gibt es viele Tipps, die im Grunde natürlich auch für E-Autos gelten. Wie ist der Allgemeinzustand, was sagen die Unterlagen? Aber freilich ist es der Antrieb anders. Und bei E-Autos ist der zentrale und auch teuerste Baustein: die Antriebsbatterie.
Wie gut die noch in Schuss ist, lässt sich leider nicht von außen erkennen. Daher sollten Käufer aktiv nach einem Zertifikat zum Zustand der Batterie fragen, rät die Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“ (ISAK). Dieses Dokument beschreibt den Gesundheitszustand der Batterie - den SoH-Wert (State of Health). Solche Zertifikate nach unterschiedlichen Messmethoden stellen unter anderem Autoclubs und Prüforganisationen aus.
Vereinfacht gesagt beschreibt der SoH das Verhältnis der aktuellen Batteriekapazität zum Neuzustand. Ein Wert von 100 Prozent bedeutet: Die Batterie kann so viel Energie speichern wie am ersten Tag. Sinkt der Wert, ist weniger Reichweite verfügbar.
Als - grobe - Orientierung könnten dabei Erfahrungswerte des ADAC dienen, wonach SoH in der Regel solche Werte haben sollten:
Am Ende ist auch der Akku nur ein Verschleißteil, das zwar lange hält, aber prinzipbedingt über die Zeit und mit der Nutzung altert, so der ADAC. Das lasse sich nicht verhindern: „Je mehr Ladezyklen, desto stärker die Alterung.“
Apropos Reichweite. Schon die original vom Hersteller angebende Normreichweite sollte mit Vorsicht als grober Anhaltspunkt verstanden werden.Denn in der Realität beeinflussen Fahrweise, Außentemperatur, Heizung oder Klimaanlage die tatsächliche Reichweite deutlich.
Wer ein E-Auto gebraucht kaufen will, sollte fragen:
Der ADAC stellt eine kostenfreie Kaufvertragsvorlage für gebrauchte Elektrofahrzeuge im Netz zur Verfügung.
Zur Initiative „Sicherer Autokauf im Internet„ (ISAK), zu der ADAC, AutoScout24, Kleinanzeigen, „mobile.de“ und die Polizeiliche Kriminalprävention.
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