Gelebte Inklusion: 19-Jährige mit Behinderung arbeitet in Leutershäuser Metzgerei | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 13.01.2026 11:35

Gelebte Inklusion: 19-Jährige mit Behinderung arbeitet in Leutershäuser Metzgerei

Hat ihre Küche im Griff: Jenny Hartnagel (links) mit Chefin Cornelia Horn (dahinter) sowie Wolfgang Langer und Birgit Spandl von der Agentur für Arbeit. (Foto: Agentur für Arbeit)
Hat ihre Küche im Griff: Jenny Hartnagel (links) mit Chefin Cornelia Horn (dahinter) sowie Wolfgang Langer und Birgit Spandl von der Agentur für Arbeit. (Foto: Agentur für Arbeit)
Hat ihre Küche im Griff: Jenny Hartnagel (links) mit Chefin Cornelia Horn (dahinter) sowie Wolfgang Langer und Birgit Spandl von der Agentur für Arbeit. (Foto: Agentur für Arbeit)

Jenny Hartnagel hat in der Vergangenheit verschiedene Arbeitsstellen ausprobiert. Nun hat die 19-Jährige mit Behinderung in der Metzgerei Horn in Leutershausen eine Position gefunden, in der sie sich wohlfühlt. So heißt es in einer Pressemitteilung der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg.

Bei einem Besuch in der Metzgerei waren der operative Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg, Wolfgang Langer, sowie Birgit Spandl, Teamleiterin im Arbeitgeberservice, dabei. Hartnagels Chefin in der Metzgzerei, Cornelia Horn, betonte, dass die soziale Grundhaltung des Unternehmens für sie selbstverständlich sei. Man wolle Chancen ermöglichen.

Im Hintergrund für warme Theke zuständig

Seit einigen Monaten gehört deshalb Jenny Hartnagel als von der Agentur für Arbeit geförderte Hilfskraft zum Team. Sie arbeitet laut Mitteilung im Hintergrund für die warme Theke und bereitet Salate zu, kümmert sich um Bratwürste und Schnitzel oder übernimmt auch die Nachproduktion zur Mittagszeit.

Weil es da auch mal stressig werden kann, musste sie sich erst an diese Phase gewöhnen. Inzwischen läuft es gut, so die Mitteilung. Eine Köchin ist Hartnagels feste Ansprechpartnerin, das ganze Team unterstützt – ob bei Arbeitsschritten oder bei der Mitfahrgelegenheit.

Der Familienbetrieb der Metzgerei Horn existiert laut der Mitteilung seit 28 Jahren, ist stetig gewachsen und beschäftigt heute rund 30 Mitarbeitende an drei Standorten.

„Unglaublich viel Potenzial auf der Strecke“

Cornelia Horn betont, dass die soziale Grundhaltung des Unternehmens für sie selbstverständlich sei. Man wolle Chancen ermöglichen. Die Entscheidung, Jenny Hartnagel einzustellen, sei deshalb bewusst gefallen – und sie sei sehr zufrieden mit ihrer Entwicklung, heißt es weiter. Wichtig bleibe, dass die junge Frau mit Behinderung verlässlich Unterstützung erhalte.

Beim Besuch sprachen Wolfgang Langer und Birgit Spandl mit Cornelia Horn laut der Pressemitteilung über das Potenzial von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt und die Möglichkeiten, dieses sichtbar zu machen und zu nutzen. Der operative Geschäftsführer der Agentur für Arbeit wird zitiert: „Wer Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt übersieht, lässt unglaublich viel Potenzial auf der Strecke.” Das Potenzial sichtbar zu machen, sei bei der 19-Jährigen gelungen.

Betriebe sollen sich einfach trauen

Zum Abschluss fasste Wolfgang Langer zusammen, worauf es bei der Inklusion ankomme: Betriebe sollten sich einfach trauen. Die Metzgerei Horn zeige, dass das funktioniert und am Ende alle gewinnen: die neue Mitarbeiterin, das Team und der Betrieb selbst, teilt die Agentur für Arbeit mit.

Teamleiterin Birgit Spandl ergänzte: „Jeder Mensch hat Talente und Fähigkeiten, die spätestens mit Förderung große Wirkung entfalten können.”

Der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit steht Firmen zur Verfügung. Er ist unter 0800/4555520 oder per E-Mail an ansbach.arbeitgeber@arbeitsagentur.de zu erreichen. Mit dem neuen Fördercheck können Unternehmen online nun außerdem selbst herausfinden, ob sie möglicherweise eine unterstützende Förderleistung erhalten können: arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell


Von cra
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