Im Jahr 2021 erwarb die Stadt Herrieden ein geeignetes Grundstück für eine neue Kindertagesstätte südlich des Wohngebietes „Am Schrotfeld“ in Herrieden. Nachdem 2022 – in Kooperation mit der Lebenshilfe Ansbach – Baurecht geschaffen wurde, wurde jetzt der Vertrag unterzeichnet.
Bei einem Ortstermin übergab nun Bürgermeisterin Dorina Jechnerer an den Vorsitzenden der Lebenshilfe, Kurt Unger, die Unterlagen. Anwesend waren auch der Geschäftsführer des Lebenshilfe-Vereins, Michael Breuker, sowie die geschäftsleitende Beamtin der Stadt Herrieden, Anja Schwander. Damit, führte die Rathauschefin aus, stehe der Realisierung des Projektes nichts mehr im Wege.
Vorgesehen sei der Neubau einer Kindertagesstätte mit schulvorbereitender Einrichtung (SVE) und heilpädagogischer Tagesstätte (HPT). Die Trägerschaft der zukünftigen Einrichtung übernehme die Lebenshilfe Ansbach. „Somit können wir nun rechtzeitig und bedarfsgerecht unser Betreuungsangebot in Herrieden ausbauen“, unterstrich die Bürgermeisterin im Hinblick auf die zu erwartenden steigenden Bevölkerungszahlen.
Anja Schwander hob die vertrauensvolle und lösungsorientierte Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe hervor und ergänzte, dass man mit der Übernahme der Trägerschaft der Kita durch die Lebenshilfe das sehr breit aufgestellte Betreuungsangebot in Herrieden um einen weiteren Baustein erweitern könne.
„Die Ausschreibung für das Projekt läuft, und die Rückfragen der Architekten häufen sich“, erklärte Kurt Unger. Es soll eine inklusive Kindertageseinrichtung mit fünf Gruppen entstehen und die SVE mit den angeschlossenen Gruppen der HPT, die sich derzeit in der Sebastian-Strobel-Schule befinden, sollen mit in das Gebäude einziehen.
Der Umzug sei wegen des Platzmangels, aber vor allem wegen der künftigen pädagogischen und inklusiven Ausrichtung der geplanten Einrichtung notwendig und sinnvoll geworden, betonte der Vorsitzende. Außerdem soll auf dem Grundstück laut Unger ein Ersatzneubau für das Wohnen für Menschen mit Behinderung entstehen. Die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner seien noch im „Gabrielihaus“ in der Stadtmitte Herriedens untergebracht. Der Ersatzneubau sei wegen der baulichen Auflagen erforderlich geworden.
Ein Teil der Plätze, fügte Michael Breuker an, wurde bereits in das „Gemeinschaftliche Wohnen“ in Dinkelsbühl verlegt. Im Neubau in Herrieden, der sich an der Gestaltung der Wohnungen in Dinkelsbühl – mit Balkon oder Terrasse – orientiere, werden 24 Plätze zur Verfügung stehen.