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Veröffentlicht am 04.11.2023 15:00

Generationswechsel bei den Imkern in Wassertrüdingen

Werner Bach (links) hält bereits seit 50 Jahren Bienen. Tobias Nett ist erst vor vier Jahren in die Region gezogen und wurde vom Imkerverein Wassertrüdingen mit offenen Armen aufgenommen. Die beiden berichteten unter anderem von Herausforderungen der Imkerei angesichts der Klima- und Umweltveränderungen. (Foto: Peter Tippl)
Werner Bach (links) hält bereits seit 50 Jahren Bienen. Tobias Nett ist erst vor vier Jahren in die Region gezogen und wurde vom Imkerverein Wassertrüdingen mit offenen Armen aufgenommen. Die beiden berichteten unter anderem von Herausforderungen der Imkerei angesichts der Klima- und Umweltveränderungen. (Foto: Peter Tippl)
Werner Bach (links) hält bereits seit 50 Jahren Bienen. Tobias Nett ist erst vor vier Jahren in die Region gezogen und wurde vom Imkerverein Wassertrüdingen mit offenen Armen aufgenommen. Die beiden berichteten unter anderem von Herausforderungen der Imkerei angesichts der Klima- und Umweltveränderungen. (Foto: Peter Tippl)

Der Imkerverein Wassertrüdingen wurde im Jahr 1881 von Professor Friedrich Löhrl ins Leben gerufen. Heute gehören dem Verein 33 Mitglieder an, die sich um mehr als 300 Bienenvölker kümmern. Im vergangenen Jahr hat Tobias Nett von Werner Bach aus Lentersheim das Amt des Vorsitzenden übernommen.

Aus dem Raum Limburg/Lahn in Hessen kam Nett vor vier Jahren in die Region, hat an der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim die Fortbildung zum Tierwirtschaftsmeister Fachrichtung Imkerei absolviert, fand bei den Landwirtschaftlichen Lehranstalten (LLA) Triesdorf eine Anstellung und in Unterschwaningens Ortsteil Dennenlohe eine neue Heimat.

Tobias Nett wurde mit offenen Armen empfangen

Im Imkerverein Wassertrüdingen wurde er mit offenen Armen aufgenommen und Werner Bach, der den Verein über 20 Jahre leitete, konnte ihn als seinen Nachfolger gewinnen. Seit 50 Jahren hält Bach bereits Bienen und hat seine Völker rund um Lentersheim und am Hesselberg.

Die Region sei sehr gut für Bienen geeignet, stellt Bach fest. Kleinstrukturierte Landwirtschaft, Streuobstwiesen, freie Natur. Und die Landwirte gehen gewissenhaft mit ihren Flächen um. Aber der Klimawandel und die Veränderungen in der Natur seien wichtige Faktoren, die bei der Bienenhaltung beachtet werden müssten, so der Fachmann.

Durch das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und während der Pandemie hätten viele Neu-Imker mit der Bienenhaltung begonnen, berichtet Tobias Nett. Dies wird durch die Anmeldezahlen bei den Imkerkursen an den LLA Triesdorf sowie den Schulungen des Landesverbands Bayerischer Imker bestätigt. Die Aus- und Fortbildung der Imker-Anfänger treibt Nett umher.

Klimawandel sorgt für Mehrarbeit im Winter

Bei warmen Herbsttagen im Oktober und November tragen Bienen Pollen und Nektar ein und auch wenn im Januar plötzlich warme Tage auftreten, müssten die Imker aktiv werden und nach ihren Völkern schauen, betonen Nett und Bach. „Imker müssen sich intensiver mit ihren Bienenvölkern in der kalten Jahreszeit beschäftigen, als es in der Vergangenheit der Fall gewesen ist.“ Dies sei auf die veränderten Klima- und Umweltveränderungen zurückzuführen, sind sich die beiden Imker sicher. Deshalb sei der regelmäßige Austausch im Verein über dieses Thema wichtig.

Die arbeitsintensivste Zeit der Bienenzüchter sei von April bis Juli mit der Schwarmzeit. Und wenn alle im Sommer ins Freibad gehen, dann ist die Honigernte schon vorbei, stellen Bach und Nett fest. Danach beginnt bereits die Vorbereitung für die Winterzeit und die müsse sorgsam erfolgen, so die beiden Experten. „Das A und O ist die Schulung der Imker“, betont der neue Vorsitzende, „damit die Bienen und die Imker gestärkt werden“.

Wer sich für die Imkerei interessiert, ist bei den nächsten Veranstaltungen willkommen. Am Samstag, 18. November, findet die Herbstversammlung mit einem Vortrag im Gasthaus Lotter in Gerolfingen statt.


Von Peter Tippl
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