Gerüchte um Tiergehege in Bad Windsheim „unter aller Kanone” – Lösung in Sicht | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 11.01.2025 06:30

Gerüchte um Tiergehege in Bad Windsheim „unter aller Kanone” – Lösung in Sicht

Sind zufrieden mit der möglichen Lösung (von links): Jürgen Heckel, Gerhard Geißbarth, Reinhard Hielscher und Birgit Grübler. (Foto: Anna Franck)
Sind zufrieden mit der möglichen Lösung (von links): Jürgen Heckel, Gerhard Geißbarth, Reinhard Hielscher und Birgit Grübler. (Foto: Anna Franck)
Sind zufrieden mit der möglichen Lösung (von links): Jürgen Heckel, Gerhard Geißbarth, Reinhard Hielscher und Birgit Grübler. (Foto: Anna Franck)

Gerhard Geißbarth, seit 1997 Pächter des Tiergeheges im Bad Windsheimer Kurpark, ist „wunschlos glücklich“. Die Planungen für das Areal im Zuge der Landesgartenschau (LGS) 2027 wurden nochmals überarbeitet. Die jetzige Lösung, die der Stadtrat aber noch genehmigen muss, ist aus Geißbarths Sicht „optimal“.

Nach dem jüngsten Gespräch Ende Dezember war für den Pächter die Sache eigentlich klar. Als Bürgermeister Jürgen Heckel nun nochmals zu einem Termin einlud, hatte Geißbarth schon eine schlimme Vermutung – dass die Anpassung seines gepachteten Geheges doch wieder komplett anders ausfallen könnte. Schließlich war es nicht das erste Treffen zu diesem Thema.

Weniger Bäume müssen gefällt werden

Sicherheitshalber zog er deshalb seinen Freund Reinhard Hielscher zum Gespräch mit Bürgermeister Heckel, der Bad Windsheimer Landesgartenschau-Geschäftsführerin Birgit Grübler und Stadtgärtnerei-Leiter Tobias Schmidt hinzu. Quasi als „Zeugen“. Am Ende des Termins strahlte Gerhard Geißbarth dann aber über beide Ohren und zeigte sich höchst zufrieden. Ende gut, alles gut?

Verschiedene Alternativen für das Gehege habe es gegeben, erklärte Heckel. Dazu zählte beispielsweise, das Areal zu vergrößern und auf einen bestehenden, vorbeiführenden Weg zu verzichten. Geißbarth erklärte allerdings, dass all das gar nicht nötig sei; das Gehege – so wie es jetzt ist – sei groß genug.

Worum Geißbarth aber gebeten hatte, war, die Spitze des Areals nur um ein erträgliches Maß zu reduzieren. „Das war von Anfang an kein Problem“, betonte Heckel. Rund 25 Meter der Spitze sollten deshalb ursprünglich weggenommen werden, um etwas Abstand zwischen Gehege und Spielplatz zu schaffen.

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Dann berieten die Verantwortlichen aber erneut. Ursprünglich hätten die Spielgeräte in Geißbarths Bereich hineingeragt. Das ist in der aktualisierten Planung aber nicht mehr der Fall. Die Geräte werden nun auf eine Fläche gen Westen gerückt. Der Weg, der sich durch das Spieleband zieht, soll die Spitze des Geheges kreuzen. Etwa vier Meter wird der Weg wohl breit werden, schätzt Tobias Schmidt.

Das Gehege wird somit etwas kleiner, im Bereich der Spitze fällt ein kleiner Teil weg – allerdings weniger als die zuvor angesetzten 25 Meter. Hätten für die vorherige Planung 50 bis 60 Bäume weichen müssen, müssen nun nur noch zwei oder drei gefällt werden, erklärte Heckel.

„Ja, das ist in Ordnung. Das finde ich gut“, sagte schließlich Gerhard Geißbarth. „Jetzt sind wir uns einig. So passt es wunderbar.“ Die jetzige Planung steht allerdings unter Vorbehalt, der Stadtrat muss in seiner nächsten Sitzung noch zustimmen.

Unwahres in den sozialen Medien

Kritische Worte fand Heckel zu der in den sozialen Medien aufgeploppten Diskussion rund um die Anpassung des Geheges, bei der wohl nicht nur Fakten, sondern auch einige unwahre Behauptungen gestreut worden waren. „Das ist absolut unter aller Kanone und unwürdig“, so Heckel. „Wir reden miteinander und nicht übereinander“, sagte er an Geißbarth gerichtet.

Dinge, die es zu klären gilt, bespreche er nicht über soziale Medien, „sondern ich rede mit den Partnern“. Bei der Planung einer LGS müssten Prozesse einzeln abgearbeitet werden. Im Hintergrund fänden viele Gespräche statt, betont Grübler. „Das Ergebnis kommt dann in die Öffentlichkeit. Wir können natürlich nicht jedes Gespräch öffentlich kommunizieren. Das würde auch keinen Sinn machen.“


Anna Franck
Anna Franck
Redakteurin im Online-Team
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