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Veröffentlicht am 17.06.2026 04:46, aktualisiert am 17.06.2026 06:24

„Gibt keine Worte mehr“: Messi mit Gala zum Klose-Rekord

Lionel Messi trumpft wie ein Fußball-Gott auf. (Foto: Tom Weller/dpa)
Lionel Messi trumpft wie ein Fußball-Gott auf. (Foto: Tom Weller/dpa)
Lionel Messi trumpft wie ein Fußball-Gott auf. (Foto: Tom Weller/dpa)

Lionel Messi schüttelte den Kopf, als könne er den perfekten Start in seine sechste Fußball-WM selbst nicht glauben. Dreierpack gegen Algerien, ein souveräner 3:0-Auftaktsieg und zudem nun gleichauf mit Miroslav Klose WM-Rekordtorschütze mit insgesamt 16 Toren - Messi lieferte in Kansas City eine unvergleichliche Show.

„Als Kind hätte ich mir nie vorstellen können, was ich alles erleben würde. All das ist ein Bonus. Ich habe alles erreicht und noch mehr, und ich genieße es – diese wunderbare Mannschaft und das Gefühl, auf dem Platz wieder ganz in meinem Element zu sein, so wie ich es immer geliebt habe“, sagte Messi.

Trainer Lionel Scaloni wurde bei seinem Kommentar schon etwas sentimental: „Man muss es genießen, denn wir werden ihn vermissen, wenn er nicht mehr auf dem Platz steht.“

78 Minuten der Messi-Show reichen für den Rekord

Der Katar-Champion von 2022 gewann dank dreier Tore seines Ausnahme-Fußballers sein erstes Spiel in Kansas City gegen Algerien mit 3:0 (1:0) und startete damit anders als vor vier Jahren mit einem Sieg in das Turnier. Damals hatte Argentinien gegen Saudi-Arabien verloren, ehe Messi und Co. bis zum umjubelten WM-Triumph durchstarteten.

Messi zauberte in seinem 200. Länderspiel für die Albiceleste 78 Minuten lang. Das reichte, um die WM-Bestmarke von Miroslav Klose mit 16 Toren einzustellen. Auch Kylian Mbappé hat die Chance, Klose bei diesem Turnier einzuholen. Der Franzose erzielte beim 3:1 gegen Senegal zwei Treffer und hat nun 14 WM-Tore auf dem Konto. 

„Es gibt keine Worte mehr, um das zu beschreiben. Wenn jemand dachte, diese Mannschaft sei ohne Leo besser, dann ist heute klar geworden, dass er der Wichtigste von allen ist und wir eine Mannschaft aufstellen müssen, in der er sich wohlfühlt, denn er ist der Wichtigste von allen“, sagte Messis Mitspieler Alexis Mac Allister. 

Bei seiner Auswechslung wurde Messi von den mehr als 40.000 argentinischen Fans unter den 69.045 Zuschauern im Football Stadium der Kansas City Chiefs gefeiert, als habe er Argentinien bereits zur ersehnten Titelverteidigung geführt.

Messi war auch mit 38 Jahren wieder einmal der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Südamerikaner und stand sofort im Mittelpunkt. Bereits in der fünften Minute ließ er die argentinischen Fans zum ersten Mal ausrasten. Allerdings stand der Superstar bei seinem Treffer hauchdünn im Abseits.

14. WM-Tor von Messi - und es kam noch mehr

Doch zwölf Minuten später war es so weit. Mit seinem 14. Tor bei einer Fußball-Weltmeisterschaft brachte Messi den Titelverteidiger vor den Augen von Kansas' Football-Star Patrick Mahomes in Führung. Algeriens Torwart Luca Zidane sah beim Messi-Treffer nicht ganz glücklich aus. Der Sohn von Ex-Superstar Zinédine Zidane brachte zwar noch die Hände an den Ball, konnte die Führung aber nicht verhindern. Ohrenbetäubender Jubel erklang, als der Ball in den Maschen zappelte und Messi sich von seinen Mitspielern feiern ließ.

WM-Debüt vor 20 Jahren

Sein WM-Debüt hatte Messi auf den Tag genau 20 Jahre vor dem ersten Spiel bei seiner sechsten WM gegeben: 2006 war das 6:0 in Gelsenkirchen gegen Serbien-Montenegro Messis erster Einsatz auf der WM-Bühne. Im Alter von 18 Jahren erzielte er direkt ein Tor. Messi kam als erster Spieler bei sechs Weltmeisterschaften zum Einsatz.

Messi ließ gegen die Algerier, die in der achten Minute durch Farès Chaïbi ebenfalls ein Abseitstor erzielt hatte, immer wieder sein Können aufblitzen. Nach dem Seitenwechsel war er per Abstauber zu Stelle, nachdem Zidane einen Schuss von Mac Allister nach vorne abprallen ließ (60.). Eine Viertelstunde vor dem Ende traf er zum dritten Mal und zog mit 2014-Weltmeister Klose gleich, gegen den er damals im Finale noch verloren hatte.

Messi einer von 17 Weltmeistern

Messi ist einer von 17 Katar-Weltmeistern, die auch in den USA im WM-Kader der Argentinier stehen. Das große Ziel ist klar: die Titelverteidigung. Das ist bislang in der WM-Historie nur den dieses Mal erneut nicht qualifizierten Italienern 1934 und 1938 sowie Brasilien mit dem legendären Pelé 1958 und 1962 gelungen. Mit dem historischen Abend von Kansas City legten Messi und Co. den Grundstein für den nächsten großen Coup.

© dpa-infocom, dpa:260617-930-234716/4


Von dpa
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