Gladbach-Präsident Bonhof trotzt Rücktrittsforderung | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 22.10.2026 21:56

Gladbach-Präsident Bonhof trotzt Rücktrittsforderung

„Ich war immer ein Kämpfer“, sagte Gladbachs Vereinspräsident Rainer Bonhof. (Archivbild)  (Foto: Carmen Jaspersen/dpa)
„Ich war immer ein Kämpfer“, sagte Gladbachs Vereinspräsident Rainer Bonhof. (Archivbild) (Foto: Carmen Jaspersen/dpa)
„Ich war immer ein Kämpfer“, sagte Gladbachs Vereinspräsident Rainer Bonhof. (Archivbild) (Foto: Carmen Jaspersen/dpa)

Borussia Mönchengladbachs Präsident Rainer Bonhof hat Rücktrittsforderungen zurückgewiesen und sich trotz der sportlichen Krise kämpferisch gezeigt. „Ich bin Borusse durch und durch. Aber ich sage in so einer Situation: 'Jetzt erst recht. Ich laufe nicht weg'. Ich war immer ein Kämpfer“, sagte der 74-Jährige der „Rheinischen Post“. 

Zuletzt hatte der Gladbacher Fan-Dachverband des punktlosen Bundesliga-Tabellenletzten das gesamte Präsidium um den Weltmeister von 1974 zum Rücktritt aufgefordert. „Wir hoffen sehr, dass das Präsidium, mit seinen verdienten und auf persönlicher Ebene von uns geschätzten Persönlichkeiten, den Weg für eine solche Neu-Aufstellung freimacht“, hieß es in der Erklärung.

Bonhof lässt erneute Kandidatur offen 

Die Kritik gehe nicht spurlos an ihm vorbei, sagte Bonhof. „Natürlich trifft mich das. Ich glaube, das hat die Mitgliederversammlung gezeigt.“ Bei seiner Rede auf der Versammlung im April hatte der 2024 gewählte Präsident geweint. Ob er 2027 erneut kandidiert, ließ er offen. „Für mich ist nur wichtig, was im Moment passiert. Wir müssen aus diesem Schlamassel rauskommen“, so Bonhof. 

Bei einer Niederlage beim Königsklassen-Teilnehmer VfB Stuttgart an diesem Freitagabend (20.30 Uhr/Sky) wäre die Borussia der erste Verein in 63 Jahren Bundesliga, der die ersten sieben Spiele verliert. „Das ist ein klares Zeichen, dass es an der Zeit ist, aufzustehen. Wir müssen endlich unser Potenzial abrufen“, sagte Bonhof. 

„Natürlich sind die Sorgen da“

Es gelte, „Spitzen zu setzen“ und darauf zu vertrauen, etwas bewegen zu können. „Wir dürfen uns nicht bedauern, wir müssen aufstehen und uns beweisen“, forderte der Präsident. Zugleich räumte er ehrlich ein: „Natürlich sind die Sorgen da. Das Selbstvertrauen fehlt im Moment total, daran müssen wir arbeiten.“

Die Anfeindungen gegen seine Person seien nicht das eigentliche Problem. „Einer ist immer der Sündenbock, in dem Fall bin ich das.“ Das Präsidium arbeite jedoch „Tag und Nacht daran, Borussia nach vorn zu bringen“. Er sei davon überzeugt, dass die Mitarbeiter den Verein wieder voranbringen könnten. „Ich bin hier eingebunden und wir wollen das Ding stemmen“, sagte Bonhof.

© dpa-infocom, dpa:261022-930-879838/1


Von dpa
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