Fußballprofi Julian Gressel lebt seit vielen Jahren in den USA. Der gebürtige Neustädter ist mittlerweile amerikanischer Staatsbürger. Die Fußball-WM 2026 in seiner zweiten Heimat begleitet er als FLZ-Experte für unsere Leser in einer kleinen Kolumne. Diesmal geht es um Deutschlands letztes Gruppenspiel gegen Ecuador.
Das war ein schwaches Spiel von uns gegen Ecuador und es gab eine verdiente Niederlage. Man kann nur hoffen, dass es in den K.o.-Spielen besser wird. Die Leistungen der einzelnen Spieler müssen besser werden, wir müssen uns mehr Chancen herausspielen und im letzten Drittel endlich die Qualitäten finden, die die Jungs da vorne eigentlich haben.
Das ist ein Punkt, der mich beunruhigt: dass wir keine wirklichen Torchancen kreieren, dass wir zu wenig Gefahr ausstrahlen. Außerdem sind wir hinten einfach immer anfällig. Gegen Ecuador haben wir ein Standardtor bekommen, was kein gutes Zeichen ist. Auch durch Konter wurde es immer wieder gefährlich.
Die Ecuadorianer haben das gut gemacht. Sie waren sehr gefährlich und haben uns in diesen Momenten bestraft. Deswegen haben sie auch verdient gewonnen.
Natürlich war es gut, dass der Bundestrainer ein paar Spielern eine Pause gegeben hat, dass er früher gewechselt und ein bisschen rotiert hat. Aber jetzt geht es richtig los und wir müssen schauen, dass wir uns in allen Bereichen steigern. Denn so werden wir nicht Weltmeister.
Trotzdem bin ich noch guter Dinge und hoffe, dass wir uns stabilisieren können. Es geht jetzt einfach nur noch darum, die Spiele irgendwie zu gewinnen. So wie Ecuador das heute vorgemacht hat. Die Jungs machen das. Ich freue mich auf das Sechzehntelfinale.