Groß wie ein Fußballfeld: Dieser Garten in Flachslanden beschert Glücksmomente | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 16.07.2025 14:52

Groß wie ein Fußballfeld: Dieser Garten in Flachslanden beschert Glücksmomente

Die Liebe zur Natur in den Alltag integriert: Ulrike und Günter Dorner in ihrem 6000 Quadratmeter großen Garten mit reicher Bepflanzung und zwei Fischweihern.  (Foto: Silvia Schäfer)
Die Liebe zur Natur in den Alltag integriert: Ulrike und Günter Dorner in ihrem 6000 Quadratmeter großen Garten mit reicher Bepflanzung und zwei Fischweihern. (Foto: Silvia Schäfer)
Die Liebe zur Natur in den Alltag integriert: Ulrike und Günter Dorner in ihrem 6000 Quadratmeter großen Garten mit reicher Bepflanzung und zwei Fischweihern. (Foto: Silvia Schäfer)

Schon die Einfahrt ist malerisch. Blühende Pflanzen und ein plätschernder Brunnen machen das Zuhause von Ulrike und Günter Dorner zu einem einladenden Entree. Durch ein lichtdurchflutetes Wohnzimmer mit Panoramafenster führt der Weg in einen Landschaftsgarten. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

6000 Quadratmeter umfasst das grüne Refugium und gehört damit zu einem der großen Gärten im Landkreis Ansbach – vergleichbar mit den Ausmaßen eines Fußballfelds. Aus kleinen Anfängen heraus ist die Größe gewachsen. Begonnen hat alles mit dem Kauf eines 1300 Quadratmeter großen Bauplatzes an der Sonnenseestraße im damaligen Neubaugebiet von Flachslanden.

Weiher mit Karpfen und Stören im Garten

Die Eheleute waren Anfang der 1980er Jahre eine der ersten, die dort gebaut haben. Ulrike Dorner stammt aus der Gemeinde, ihr Mann Günter wuchs in Claffheim auf. Als Angler hatte er schon immer seinen Traum vom eigenen Fischweiher. Durch Grundstückszukauf und dem nahe gelegenen Bach war es möglich, den eigenen Naturteich anzulegen.

Auf den ersten selbstgebauten Weiher folgte eine ganze Zeit später ein zweiter. Vor etwa neun Jahren konnte die Familie dann noch das Nachbargrundstück mit Wochenendhäuschen dazu erwerben und zum Ferienhaus ausbauen. Gäste aus Kanada, USA, Südkorea, den Niederlanden, aber auch Deutsche verbringen dort einen erholsamen Landurlaub in idyllischer Atmosphäre.

In den 1,40 bis 1,70 Meter tiefen Weihern schwimmen heimische Fische: vom Karpfen bis zum Stör. Für ein Essen oder einen Grillabend kommen die Karpfen frisch aus dem Wasser auf den Teller. Um die Gewässer entstand eine naturnahe Gestaltung mit Baumgruppen, Sträuchern und Büschen und einer reichhaltigen gemischten Bepflanzung mit Stauden, Rosen und anderen blühenden Pflanzen – farblich passend zueinander kombiniert. Die Beete zwischen den offenen Rasenflächen sind dicht und üppig bewachsen.

Aus dem Fokus auf Rosen wurde eine wahre Blütenpracht

Prachtkerze, Blauraute, Sonnenhut, argentinisches Eisenkraut, Fetthenne und Lavendel mit ihren markanten Blüten und Samenständen gehören zur Auswahl der dekorativen Hingucker. Die Stauden sind so gewählt, dass sie zu unterschiedlichen Zeiten blühen. So kann sich die Familie Dorner über eine lange Zeit an der Blütenpracht erfreuen. „Am Anfang war der Fokus sehr auf Rosen”, sagt Ulrike Dorner. Aber das habe sich mittlerweile geändert. Man beschränke sich auf „gesunde Rosen” und bevorzuge robuste Pflanzen, „die nicht getätschelt werden müssen”.

In Zukunft werde man noch mehr auf trockenheitsverträgliche Stauden setzen und einiges umpflanzen oder austauschen. Der Gartenarbeit und dem Gießen sollen Grenzen gesetzt werden. Ulrike Dorner hat inzwischen ein großes Wissen zu Pflanzen und Pflege durch ihre praktischen Erfahrungen. In Ruhe gärtnern und werkeln waren schon während ihrer Berufstätigkeit als medizinische Technologin für Radiologie im Klinikum Ansbach eine erfüllende Freizeitbeschäftigung. Im Herbst und Winter ist der Garten ebenfalls eine Augenweide durch die Färbung mit buntem Laub, die vielen Gräser und die spät blühenden oder immergrünen Pflanzen.

Bei der Gartenarbeit hilft Günter Dorner handwerkliches Geschick

Schönes und Nützliches verbinden die Eheleute mit Unterstützung ihres Sohnes Timo zu einem großen Ganzen. Dazu braucht es einen guten Plan vor der Umsetzung und die Vorstellung einer Grundstruktur. Eine schöne Möglichkeit für Günter Dorner, um sein handwerkliches Geschick, sein Vorstellungsvermögen und seine Kreativität als Schreinermeister, der bis zu seiner Pensionierung Bauleiter einer Fensterfirma war, zu entfalten.

Durch Sichtachsen lenkt er den Blick des Betrachters auf verschiedene Elemente aus Holz, Naturstein, Metall, auf Rosen- und Torbögen und geschwungene Wege, die gezielt in Szene gesetzt werden. Nicht einsehbare Bereiche locken in die Tiefe des Gartens. Für Überraschungen sorgen Skulpturen, Wasserläufe, Schmiedekunst, gemütliche Sitzgelegenheiten unter Pavillons oder bewachsenen Lauben.

Auch die Buchsbäume schneiden sie kunstvoll selbst

Günter Dorner hat die Leidenschaft für den Formschnitt entdeckt. Mit Präzision und viel Geduld schneidet er nicht nur Buchsbaumkugeln, sondern formt auch Rotbuchen, Eiben und Muschelzypressen zu kleinen Kunstwerken. Beim Tag der offenen Gartentür im Landkreis Ansbach, an dem sich die Familie Dorner beteiligte, kamen die Besucher aus dem Staunen nicht heraus.

Viele Fragen drehten sich um den Zeitaufwand für die Gartenpflege. „Wir sehen vor allem die vielen Glücksmomente”, die der Garten ins Lebensumfeld bringe, sagt Ulrike Dorner. Für trockene Zeiten ist vorgesorgt durch das Speichern von Regenwasser. Von Vorteil sei auch das gute Grundwasservorkommen in dem Gebiet und der lehmige Boden, um die Natur und deren Bewahrung zu zelebrieren.

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