Im Kastenbau in Ipsheim sind am Sonntag die Kandidatinnen und Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen für die Kreistagswahl im kommenden März nominiert worden. Die Versammlung leiteten André Höftmann vom Kreisverband Fürth und Paulus Guter von den Erlanger Grünen.
Auf den Listenplatz 1 wurde Ruth Halbritter aus Uffenheim gesetzt und gewählt. Die Mittsechzigerin ist seit 2014 im Kreistag. Halbritter wies darauf hin, dass sie in ihrer Funktion als Landratsstellvertreterin zahlreiche Menschen erreiche und dadurch grüne Positionen mehr in den Blickpunkt rücken könne. Listenplatz 2 nimmt Martin Bauer aus Bad Windsheim ein, der ebenfalls aktuell Kreistagsmitglied ist. Er kam bereits 2011, damals als Nachrücker, in das Gremium.
Kerstin Müller aus Neuhof wurde auf Platz 3 gewählt. Sie ist seit anderthalb Jahren Kreisrätin und lobte die gute Zusammenarbeit der Grünen-Fraktion in dem Gremium. Den vierten Listenplatz nimmt David Muck aus Neustadt ein, der Fraktionssprecher der Kreistags-Grünen. Sein Augenmerkt gilt vor allem dier Konsolidierung der Kreis-Finanzen und der Förderung erneuerbarer Energien, die mehr Geld in die Kassen spülen könne. Luise Fröhlich aus Scheinfeld, Listenplatz 5, ist erst seit Juli als Nachrückerin im Kreistag. Die Architektin und Energieberaterin sitzt derzeit im Bauausschuss und möchte sich weiterhin in diesem Bereich engagieren.
Martin Weidt aus Ergersheim – er teilt sich mit Annemarie Bruckert aus Bad Windsheim den Kreisvorsitz der Partei – kam auf den Listenplatz 6. Dem Gymnasiallehrer ist vor allem eine ganzheitliche Bildungspolitik wichtig. Listenplatz 7 nimmt Ute Burkart aus Bad Windsheim ein. Wichtig ist ihr die Förderung der Mobilität auf dem Land und der Erhalt der Kreiskliniken.
Der Neustädter Andreas Hander (Platz 8) findet, dass der Landkreis mehr verwaltet als gestaltet wird und will mithelfen, das zu ändern. Außerdem müsse der Kreis den Klimawandel meistern. Mit Franziska Baurmann aus Uehlfeld (Platz9) wurde eine Frau gewählt, der queere Themen wichtig sind, aber auch der Tierschutz. Der spürbare Rechtsruck in der Gesellschaft hat sie zum Eintritt in die Grünen-Partei gebracht, sagte Baurmann.
Auf Platz 10 der Kandidatenliste wurde Philipp Löffler aus Münchsteinach gewählt. Der Realschullehrer wünscht sich mehr Speichermöglichkeiten für erneuerbare Energien, um diese jederzeit nutzen zu können, und eine effektive Digitalisierung im Schulbereich.
Gewählt wurden weiterhin Gudrun Schiestl-Frank (Schwebheim, Platz 11), Stefan Zemann (Neustadt, 12), Felicitas Limberger (Obernzenn, 13), Michael Lappler (Bad Windsheim, 14), Yvonne Hirsch (Uffenheim, 15) und Simon Mondel (Neustadt, 16). Insgesamt umfasst die Kandidatenliste der Kreis-Grünen 60 Personen; in Reserve haben die Grünen zudem acht Ersatzleute.
Anmerkung: Auf Platz 36 war zunächst Joachim Jost (Hagenbüchach) gewählt worden; er kandidiert inzwischen jedoch nicht mehr. Für ihn rückte Felix Jordan auf Platz 60 nach. Nach den Nominierungsregeln der Grünen sind von dieser Änderung die geraden, also „männlichen” Listenplätze betroffen. Das bedeutet, alle männlichen Kandidaten zwischen Platz 38 und 60 rückten jeweils um zwei Plätze nach oben. Die den Frauen vorbehaltenen ungeraden Listenplätze sind von dieser Listenkorrektur nicht betroffen.