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Veröffentlicht am 15.04.2026 05:16, aktualisiert am 15.04.2026 16:10

Gwinn von DFB-Team abgereist: Schulter ausgekugelt

Im Dialog: Bundestrainer Christian Wück und DFB-Kapitänin Giulia Gwinn. (Foto: Daniel Karmann/dpa)
Im Dialog: Bundestrainer Christian Wück und DFB-Kapitänin Giulia Gwinn. (Foto: Daniel Karmann/dpa)
Im Dialog: Bundestrainer Christian Wück und DFB-Kapitänin Giulia Gwinn. (Foto: Daniel Karmann/dpa)

Ohne Kapitänin Giulia Gwinn müssen die deutschen Fußballerinnen das Rückspiel in der WM-Qualifikation am Samstag in Österreich bestreiten. Die 26 Jahre alte Rechtsverteidigerin vom FC Bayern reiste am Morgen vorzeitig vom Team ab und fällt wohl länger aus.

„Genauere Untersuchungen in München ergaben, dass sich Gwinn die Schulter ausgekugelt hat, zunächst aber mit einer konservativen Therapie behandelt werden kann“, teilte ihr Münchner Bundesliga-Club mit. „Im weiteren Verlauf werden Untersuchungen durchgeführt, um den Therapieerfolg zu bewerten.“

Gwinn war beim 5:1 im Hinspiel am Dienstagabend nach einem Zusammenprall in der 28. Minute mit Österreichs Melanie Brunnthaler vom Hamburger SV liegen geblieben. Sie hatte sich direkt danach auf dem Boden gekrümmt und an die linke Schulter gefasst. Zwar spielte sie nach kurzer Behandlungspause weiter, musste dann aber in der 33. Minute ausgewechselt werden.

Wück: Weiterspielen hätte „keinen Sinn gemacht“

„Man hat, nachdem sie wieder auf dem Platz stand, gemerkt, dass sie nicht befreit spielen konnte. Von daher hat es eigentlich gar keinen Sinn gemacht“, hatte Bundestrainer Christian Wück nach der Partie erklärt. Für Gwinn nachnominiert wurde U 23-Nationalspielerin Sarah Mattner-Trembleau vom SKN St. Pölten/Österreich, wie der DFB bekannt gab. 

„Es war wieder ein Schockmoment für uns“, sagte Mittelfeldspielerin Elisa Senß. „Ich bin im Spiel auch direkt zu ihr hin. Sie hat auch direkt auf ihre Schulter gezeigt, dass da irgendwas nicht stimmt. Dann hat sie ja noch weitergespielt. Dann war ich kurz wieder erleichtert, dann gab es ja doch die Auswechslung.“

Für das Team sei der unglückliche Moment „ein kleiner Schock“ gewesen, „von dem man sich ein bisschen erholen muss“, schilderte Innenverteidigerin Rebecca Knaak. „Jetzt wünsche ich erst mal Giulia alles Gute und hoffe, dass es nicht zu schlimm ist.“

Am Samstag (18.00 Uhr/sportschau.de) findet in Ried das Rückspiel gegen Österreich statt. Doch vor allem die Aufgabe am 25. April mit dem FC Bayern hat es in sich: Dann empfangen Gwinns Münchnerinnen in der Champions League zum Halbfinal-Hinspiel den FC Barcelona.

Bereits zwei Kreuzbandrisse

Gwinn hatte in ihrer Karriere immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, betroffen war meist das Knie. Bei der EM im Vorjahr zog sie sich im ersten Gruppenspiel gegen Polen eine Innenbandverletzung im linken Knie zu und verpasste den Rest des Turniers. In den Jahren zuvor erlitt Gwinn bereits zwei Kreuzbandrisse (2020 und 2022), schaffte aber stets ein Comeback.

© dpa-infocom, dpa:260415-930-946266/4


Von dpa
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