Halle Berry kritisiert Sexismus und feiert das Älterwerden | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 13.02.2026 02:31

Halle Berry kritisiert Sexismus und feiert das Älterwerden

Halle Berry wurde beim Dreh von „Crime 101“ wütend - was auch gewollt war. (Archivbild) (Foto: Joel C Ryan/Invision/dpa)
Halle Berry wurde beim Dreh von „Crime 101“ wütend - was auch gewollt war. (Archivbild) (Foto: Joel C Ryan/Invision/dpa)
Halle Berry wurde beim Dreh von „Crime 101“ wütend - was auch gewollt war. (Archivbild) (Foto: Joel C Ryan/Invision/dpa)

Oscar-Gewinnerin Halle Berry („Monster's Ball“) kritisiert, dass Frauen häufig wegen ihres Alters diskriminiert werden – auch Hollywood-Stars. „Ich hasse diesen Sexismus in seiner reinsten Form“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in London. „Jedes Mal, wenn ich meinen Namen lese, heißt es: die 59-jährige Halle Berry.“ Das Alter ihrer männlichen Kollegen spiele keine Rolle. „Aber bei Frauen ist das alles, was zählt.“

In dem Thriller „Crime 101“ (Kinostart: 12. Januar) wird das thematisiert. Berry spielt die Versicherungsmaklerin Sharon, die sich in ihrer Agentur gegen Sexismus und Altersdiskriminierung zur Wehr setzt. „Ich werde dieses Jahr 60. Und genau deshalb war das für mich so bedeutungsvoll“, sagte die US-Schauspielerin. „Ich glaube, dass wir als Frauen schon lange empfinden, dass wir über eine Zahl definiert werden. Und wenn sie steigt, werden wir abgewertet.“

„Er hat etwas rausgehauen. Und ich war wütend!“

Damit ihre Reaktion besonders authentisch wirkt, wollte Berry vorab nicht wissen, was Sharons Boss Mark (gespielt von Paul Adelstein) in einer Szene zu ihr sagen wird. Dem Regisseur Bart Layton habe sie gesagt: „Ich kann dir zwar eine Reaktion geben, aber die ist nicht echt, wenn er nicht etwas sagt, was etwas in mir hervorruft.“ Adelstein habe sie daraufhin vor der Kamera überrascht – mit Erfolg. „Er hat etwas rausgehauen. Und ich war wütend!“

Wie im Film lässt sich Berry Sexismus und Altersdiskriminierung auch privat nicht gefallen. „Ich weigere mich, so etwas auf mir sitzenzulassen, denn ich schäme mich nicht für mein Alter“, betonte sie. „Das sollte doch etwas sein, was mich großartig macht. Ich bin immer noch hier. Es ist ein Segen, älter zu werden. Es ist ein Geschenk. Ich habe so viel Weisheit, und ich habe so viel auf meinem Weg gelernt. Jetzt ist doch nicht der Zeitpunkt, um mich loszuwerden.“

Neben Berry spielen Chris Hemsworth und Mark Ruffalo die Hauptrollen in „Crime 101“. In dem Thriller, der auf dem gleichnamigen Roman von Bestseller-Autor Don Winslow basiert, will ein Diamantenräuber (Hemsworth) einen letzten großen Coup landen, bei dem er die Hilfe von einer Versicherungsmaklerin für Superreiche (Berry) braucht. Doch ein Polizist (Mark Ruffalo) ist ihm bereits auf der Spur.

© dpa-infocom, dpa:260213-930-680401/1


Von dpa
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