Handballer des TSV 2000 Rothenburg schaffen die Trendwende | FLZ.de | Stage

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 12.04.2026 18:48

Handballer des TSV 2000 Rothenburg schaffen die Trendwende

Szrgyan Ilicsin (im roten Trikot in einem anderen Spiel) war mit sieben Treffern der erfolgreichste Rothenburger. (Foto: Martin Rügner)
Szrgyan Ilicsin (im roten Trikot in einem anderen Spiel) war mit sieben Treffern der erfolgreichste Rothenburger. (Foto: Martin Rügner)
Szrgyan Ilicsin (im roten Trikot in einem anderen Spiel) war mit sieben Treffern der erfolgreichste Rothenburger. (Foto: Martin Rügner)

Mit 32:23 (15:12) gewannen die Regionalliga-Handballer des TSV 2000 Rothenburg ihr Heimspiel gegen den HBC Nürnberg. Die Gastgeber waren dem Aufsteiger in allen Belangen überlegen und kamen zu einem auch in der Höhe verdienten und nie gefährdeten Erfolg.

Nachdem TSV-Trainer Valentin Akushka zuletzt aufgrund von Verletzungen immer wieder improvisieren musste, stand ihm gegen Nürnberg sein kompletter Kader zur Verfügung. Sein Gegenüber Stefan Mittag musste indes auf einige seiner Spieler verletzungsbedingt verzichten.

Die Hausherren zeigten schnell, dass sie nach zuletzt drei Niederlagen wieder punkten wollten. Nur in der 3. Minute wurde den Gästen der 2:2-Ausgleich gestattet, danach nahm der TSV-Express Fahrt auf und nach vier Toren in Folge stand es 6:2. Auch im weiteren Verlauf wurden die Gäste auf Abstand gehalten, beim 11:6 durch Dennis Orf betrug der Vorsprung erstmals fünf Tore (19.).

Dem Gegner in allen Belangen überlegen

Schon jetzt zeichnete sich ab, dass die Akushka-Schützlinge ihren Gästen in allen Belangen überlegen waren. Diese schwächten sich in der 28. Minute noch selbst, als Florian Murrmann in einem Tempogegenstoß Dennis Orf foulte und von den Schiedsrichtern mit der roten Karte auf die Tribüne geschickt wurde. Im Gefühl des sicheren Vorsprungs ließ der TSV bis zum Pausenstand von 15:12 die Zügel etwas locker.

Ständig mit drei bis vier Toren in Führung

Auch nach der Pause konnte der HBC den Rothenburgern nicht gefährlich werden. Gestützt auf eine gute Defensive, einen starken Torhüter Andreas Amann und eine konzentrierte Angriffsleistung lagen diese ständig mit drei bis vier Toren in Führung. Die endgültige Entscheidung fiel dann zwischen der 45. und der 53. Minute. Beim Stand von 22:19 vernagelte Amann seinen Kasten für acht Minuten komplett und seine Vorderleute trafen sechsmal zum 28:19.

Neben einigen freien Würfen von den Außenpositionen parierte Amann auch einen Siebenmeter gegen Maximilian Mittag, was ihm zuvor auch schon gegen Tiago Couto gelungen war. In der Schlussphase bekamen auch die A-Jugendlichen Theo Erdmann, Lukas Pfänder und Felix Wack ihre Einsatzzeiten, was Wack zu zwei Toren nutzte. Den Schlusspunkt unter die einseitige Partie setzte Mittag, der für den HBC zum Endstand von 32:23 traf.

Fast jeder Wurfversuch fand sein Ziel

Den Rothenburgern ist mit dem Heimerfolg nach zuletzt drei Niederlagen eine bemerkenswerte Trendwende gelungen. Neben den Glanztaten von Torhüter Amann, der seine Gegenüber mehr als deutlich ausstach, verdiente die konzentrierte Angriffsleistung eine Erwähnung. Angeführt von Regisseur Niko Stojanov und dem besten Feldtorschützen Patrick Schneider wurden die Angriffe fast immer konsequent vorgetragen und fast jeder Wurfversuch fand sein Ziel im gegnerischen Tor.

Acht Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz

Vier Spieltage vor Saisonende hat der TSV nun acht Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, womit auch die letzten Zweifel über den Klassenerhalt beseitigt sein sollten. Am kommenden Wochenende geht es zum TSV Lohr am Main, der punktgleich mit dem HBC noch mitten im Abstiegskampf steckt. Sofern die Leistung vom Wochenende erneut abgerufen werden kann, ist ein Auswärtssieg beim alten Ligarivalen im Bereich des Möglichen.

Rothenburg: Amann (1.-60.), Kiss (n.e.) (Tor); Schemm (1), Erdmann, Laugner (4), Gluhak (1), Schneider (6), Pfänder, Schweizer, Orf (2), Jasarevic (5), Stojanov (4), Krauter, Wack (2/1), Altwish, Ilicin (7/3).

Nürnberg: Toprak, Reichel (Tor); Grüger, Schlosser, Wagner, Rößl (3), Strauß, M. Murrmann, Röll (1), F. Murrmann (1), Couto (7/2), Mittag (9/1), Bauer, Längst (2), Düvel.

Spielverlauf: 1:0, 2:2, 6:2, 11:6, 15:10, 15:12 (HZ); 17:13, 21:17, 22:!9, 28:19, 31:21, 32:23.- Siebenmeter: Rothenburg 4 (Ilicin trifft 3; Wack trifft 1) – Nürnberg 5 (Couto trifft 2, verwirft 1; Mittag trifft und verwirft je 1).- Zeitstrafen: 6 (Schemm, Laugner, Schneider, Orf, Jasarevic und Stojanov) – 3 (Grüger, Wagner und Strauß; Disqualifikation F. Murrmann).- Schiedsrichter: Markus Spegele und Daniel Weineck (Unterpfaffenhofen-Germering).- Zuschauer: 290.


Von NORBERT FINK
north