Haussperling, Star und Amsel führen die Liste der Gartenvögel an | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 18.05.2023 14:36

Haussperling, Star und Amsel führen die Liste der Gartenvögel an

Über 300 Bürger sind als Beobachter bei der Zählaktion des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz dabei.

Trotz des durchwachsenen Wetters haben bis Mitte der Woche fast 200 Naturfreundinnen und Naturfreunde aus dem Landkreis Ansbach und der Stadt Ansbach dem LBV über 3500 Vögel aus mehr als 110 Gärten und Parks online gemeldet.

Im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim zählten 103 Personen fast 2700 Vögel in 76 Gärten. Die finalen Endergebnisse liegen erst Ende Mai vor, nachdem auch alle postalischen Meldungen ausgezählt sind.

Die Top Ten in der Stadt Ansbach

In der Stadt Ansbach beobachteten die Teilnehmenden jeweils etwa 27 Vögel und damit etwas weniger als im bayernweiten Durchschnitt. Auf Rang 1 flattert der Haussperling. Auf Platz 2 landet momentan die Kohlmeise, dicht hinter ihr der Feldsperling (3.).

Die Amsel schafft es in der Stadt Ansbach auf Platz 4, ihr folgt die Blaumeise auf Rang 5. Der Star landet nur auf Platz 6, während er bayernweit auf Rang 3 und im Landkreis Ansbach sogar auf Rang 2 flattert. Die Elster nimmt Rang 7 ein, es folgen Türkentaube und Grünfink. Der Buchfink rundet die Top 10 der Stadt Ansbach ab.

Etwa 31 Vögel meldeten die Teilnehmenden aus dem Landkreis Ansbach im Durchschnitt pro Garten. Damit liegt der Landkreis über dem bayernweiten Durchschnitt mit rund 28 Vögeln pro Garten. Zu den Highlight-Sichtungen aus dem Landkreis Ansbach zählt ein Eisvogel.

Ansonsten konnten die Teilnehmenden im Landkreis besonders alte Bekannte in ihren Gärten begrüßen: Der Haussperling führt die Liste der häufigsten Gartenvögel 2023 mit einem deutlichen Vorsprung an. Hinter ihm liefern sich der Star auf dem 2. und die Amsel auf dem 3. Platz ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Dicht auf den Fersen sind ihnen der Feldsperling (Platz 4) und die Kohlmeise (Platz 5). Die Blaumeise hält ihr Niveau vom Vorjahr und flattert auf Rang 6, ihr folgt die Elster auf Rang 7. Die Mehlschwalbe auf dem 8. Platz reiht sich vor dem Grünfink (9. Platz) und der Türkentaube (10. Platz) ein.

Im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim beobachteten die Teilnehmenden in ihren Gärten in der Zählstunde durchschnittlich 35 Vögel pro Garten. Damit liegt der Kreis deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt von nur 28 Vögeln.

Auf Rang 1 landet wie auch bayernweit der Haussperling. Wie im Landkreis Ansbach folgt auf Platz 2 der Star, nach ihm reiht sich die Amsel auf dem Siegertreppchen ein. Ihr folgt mit einem Abstand von nur wenigen Individuen die Kohlmeise. Die Top 5 im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim macht die Blaumeise rund.

Auf Rang 6 reiht sich der Feldsperling ein, die Elster schafft es auch hier auf Rang 7. Die Mehlschwalbe steht auf Rang 8. Während sie bayernweit und im Kreis Ansbach und der Stadt Ansbach einen negativen Trend verzeichnet, meldeten die Teilnehmenden im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim durchschnittlich mehr Individuen dieser Art pro Garten als im vergangenen Jahr. Die Mehlschwalbe profitiert von einem reichen Insektenangebot. Auf den letzten beiden Plätzen der Top 10 landen Grünfink (9. Platz) und die Ringeltaube (10.) Zu den Highlight-Meldungen im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim gehörten Pirol und ein Uhu.

Wenige Insekten bei Regen

Erste Auswertungen der Aktion, die dieses Jahr zum 19. Mal stattfand, zeigen, dass Mauersegler, Mehl- und Rauchschwalben in diesem Jahr auch im Kreis Ansbach und der Stadt Ansbach seltener als in den vergangenen Jahren gesehen wurden. Das entspricht den Beobachtungen aus ganz Bayern.

Grund zur Sorge ist das laut der LBV-Ornithologin Angelika Nelson nicht: „Schwalben und Mauersegler fangen ihre Beute in der Luft. Weil bei Regen weniger Insekten unterwegs sind, nutzen die Luftjäger Zeit, um Energie zu sparen und sind seltener am Himmel zu sehen.“

Der LBV hatte zur Stunde der Gartenvögel in diesem Jahr auch mit Hinblick auf die positiven Auswirkungen der Vogelbeobachtungen auf das menschliche Wohlbefinden aufgerufen. „Viele Menschen teilten mit, wie viel Spaß es macht, eine Stunde lang bewusst Vögel vor der Haustür zu beobachten. Das bestätigt, dass Vogelbeobachtung eine Auszeit vom oft hektischen Alltag bietet“, erklärt die LBV-Biologin Angelika Nelson.

Die Amsel zählt zu den häufig gesichteten Tieren bei der Stunde der Gartenvögel. (Foto: LBV/Erich Obster)
Die Amsel zählt zu den häufig gesichteten Tieren bei der Stunde der Gartenvögel. (Foto: LBV/Erich Obster)
Die Amsel zählt zu den häufig gesichteten Tieren bei der Stunde der Gartenvögel. (Foto: LBV/Erich Obster)

Von dr
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