Polizei ermittelt gegen Landwirt: Mähwerk tötet zwei Rehkitze bei Bechhofen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 22.05.2026 13:43

Polizei ermittelt gegen Landwirt: Mähwerk tötet zwei Rehkitze bei Bechhofen

Für zwei Rehkitze ging es bei Bechhofen schlecht aus. (Symbolbild: Patrick Pleul/dpa)
Für zwei Rehkitze ging es bei Bechhofen schlecht aus. (Symbolbild: Patrick Pleul/dpa)
Für zwei Rehkitze ging es bei Bechhofen schlecht aus. (Symbolbild: Patrick Pleul/dpa)

Ein Mähwerk hat bei Bechhofen (Landkreis Ansbach) zwei Rehkitze getötet. Laut der Polizeiinspektion Feuchtwangen ermitteln die Beamten nun wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gegen den Landwirt, der die Wiese bewirtschaftet.

Ein Jäger entdeckte die toten Tiere am Mittwoch gegen 19 Uhr bei einem Rundgang durch sein Revier, heißt es im Polizeibericht. Auf einer frisch gemähten Wiese fand er die Kadaver der beiden jungen Rehe, die durch die Messer eines Kreiselmähwerks ums Leben gekommen waren. Eine Streife der Polizei und ein hinzugezogener Tierarzt bestätigten den Befund. Der Landwirt hatte den Jäger weder über die geplante Mahd informiert, noch die Wiese vorher gründlich abgesucht.

Die Drohne hat sich für den Jägerverein Uffenheim und Umgebung jetzt schon gelohnt: Auch dieses Kitz konnte mit dem technischen Helfer gefunden werden. Vor dieser Technologie war die Suche nach dem Rehnachwuchs deutlich aufwendiger und längst nicht so erfolgreich. (Foto: Johannes Zimmermann)
Die Drohne hat sich für den Jägerverein Uffenheim und Umgebung jetzt schon gelohnt: Auch dieses Kitz konnte mit dem technischen Helfer gefunden werden. Vor dieser Technologie war die Suche nach dem Rehnachwuchs deutlich aufwendiger und längst nicht so erfolgreich. (Foto: Johannes Zimmermann)

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Absprache kann Leben retten

Die Polizei appelliert an Landwirtinnen, Landwirte und Menschen mit Jagdpacht, sich vor Mäharbeiten abzusprechen. Möglich seien etwa Drohnenflüge mit Wärmebildkameras, das Aufstellen von Wildscheuchen oder das Absuchen der Wiese zu Fuß. Beide Seiten sind gesetzlich verpflichtet, Wildtiere zu schützen.

Dass es auch anders geht, zeigte laut Polizei am Donnerstag ein anderer Jagdpächter: Er meldete der Polizei freiwillig das Ergebnis einer Drohnensuche. Auf einer einzigen, acht Hektar großen Wiese – das entspricht etwa elf Fußballfeldern – retteten die Helfer vier Rehkitze, zwei junge Feldhasen und das Nest einer Feldlerche.

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René Chlopotowski
René Chlopotowski
Volontär
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