Ein Mähwerk hat bei Bechhofen (Landkreis Ansbach) zwei Rehkitze getötet. Laut der Polizeiinspektion Feuchtwangen ermitteln die Beamten nun wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gegen den Landwirt, der die Wiese bewirtschaftet.
Ein Jäger entdeckte die toten Tiere am Mittwoch gegen 19 Uhr bei einem Rundgang durch sein Revier, heißt es im Polizeibericht. Auf einer frisch gemähten Wiese fand er die Kadaver der beiden jungen Rehe, die durch die Messer eines Kreiselmähwerks ums Leben gekommen waren. Eine Streife der Polizei und ein hinzugezogener Tierarzt bestätigten den Befund. Der Landwirt hatte den Jäger weder über die geplante Mahd informiert, noch die Wiese vorher gründlich abgesucht.
Die Polizei appelliert an Landwirte und Jagdpächter, sich vor solchen Mäharbeiten abzusprechen. Möglich seien etwa Drohnenflüge mit Wärmebildkameras, das Aufstellen von Wildscheuchen oder das Absuchen der Wiese zu Fuß. Beide Seiten sind gesetzlich verpflichtet, Wildtiere zu schützen.
Dass es auch anders geht, zeigte laut Polizei am Donnerstag ein anderer Jagdpächter: Er meldete der Polizei freiwillig das Ergebnis einer Drohnensuche. Auf einer einzigen, acht Hektar großen Wiese – das entspricht etwa elf Fußballfeldern – retteten die Helfer vier Rehkitze, zwei junge Feldhasen und das Nest einer Feldlerche.