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Veröffentlicht am 10.09.2024 13:00

Herrieden: Große Leidenschaft für die kleinen Dinge vor der Haustür

Die kleinen Dinge in der Natur einmal ganz groß zeigt Fotografin Susanne Deinhardt in ihrer Ausstellung „Natur-Fotografie mal anders“. Die Schau ist jetzt in der Kunstgalerie Decima in Herrieden eröffnet worden.

Auf die Sinne, mit denen jeder Mensch ausgestattet ist, ging Galerist Johann Buckel bei seiner Begrüßung ein. Neben den fünf angeborenen, werde dem Menschen noch ein sechster und, bekannt aus der gleichnamigen Verkehrserziehungsserie im Fernsehen, auch ein siebter Sinn zugesprochen. Er persönlich, so Buckel, gehe aber so weit, dem Menschen noch einen achten Sinn zuzuschreiben: den Kunstsinn, der bei Kunstschaffenden in besonderer Weise ausgeprägt sei.

Das sei auch bei Susanne Deinhardt zu sehen. Sie entdecke kleinste Dinge in der Natur, an denen viele Menschen vorbeigehen, ohne sie wahrzunehmen. Das ermögliche ihr, die wunderbaren Fotos aufzunehmen, die in der Ausstellung präsentiert würden.

Oft stundenlang unterwegs

Die kreative Naturfotografie ist die Leidenschaft von Susanne Deinhardt. Oft sei sie stundenlang in der Natur unterwegs, um den kleinsten Moment mit der Kamera festzuhalten. Dazu müsse sie auch früh aufstehen, um das weiche Morgenlicht der aufgehenden Sonne für ihre Motive zu nutzen, erzählte Deinhardt.

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Dabei hat die Fotografin einen ganz eigenen Stil entwickelt, indem sie für ihre Bilder besondere Objektive verwendet, bei denen Fokus und Blende manuell eingestellt werden müssen. Dadurch ist es ihr möglich, die von ihr gewünschte Bildwirkung zu erzeugen. Susanne Deinhardt legt Wert auf die Feststellung, dass sie ihre Bilder nicht weiter mit speziellen Computerprogrammen bearbeitet.

Das Spiel mit Licht und Schatten

Davon, dass sich die Mühen beim Fotografieren lohnen, können sich Besuchende der Ausstellung selbst überzeugen. Mit Details von Blüten, kleinen Käfern, Schmetterlingen und mit Tautropfen verzierten Spinnennetzen erweitert Susanne Deinhardt den Blick auf die Natur.

Sie beherrscht das Spiel mit Licht und Schatten, mit Farbe und Form, mit Schärfe und Unschärfe. Manche der Motive wirken auf den ersten Blick abstrakt und lassen sich erst beim genauen Hinsehen entschlüsseln.

Um ihre Motive zu finden, muss Susanne Deinhardt nicht weit reisen, sie findet sie auf den Wiesen und in den Wäldern in der Umgebung. Die Fotografin zeigt damit, dass es sich also lohnt, auch den kleinen Dingen in der Natur Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Ausstellung „Natur-Fotografie mal anders“ ist bis einschließlich Sonntag, 29. September, in der Kunstgalerie Decima zu sehen. Zugänglich ist die Schau donnerstags bis sonntags jeweils von 13.30 bis 17.30 Uhr.

Fotografin Susanne Deinhardt und Galerist Johann Buckel beim Rundgang durch die Ausstellung. (Foto: Günter Schmidt)
Fotografin Susanne Deinhardt und Galerist Johann Buckel beim Rundgang durch die Ausstellung. (Foto: Günter Schmidt)
Fotografin Susanne Deinhardt und Galerist Johann Buckel beim Rundgang durch die Ausstellung. (Foto: Günter Schmidt)

Von Günter Schmidt
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