Mit den Rodungsarbeiten entlang der Staatsstraße 2249 haben jüngst die Baumaßnahmen für den Lückenschluss des Radwegs zwischen Herrieden und Burgoberbach (Landkreis Ansbach) begonnen.
Die Planungsvariante, die nun realisiert wird, führt an der Kindertagesstätte in Herriedens Ortsteil Rauenzell vorbei und zunächst nördlich der Staatsstraße Richtung Burgoberbach, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Herrieder Rathaus. Auf der Höhe der Abzweigung nach St. Salvator soll die Staatsstraße mit Hilfe einer Unterführung gekreuzt werden. Schließlich verläuft der Radweg südlich der Staatsstraße bis nach Burgoberbach.
Bei einem Ortstermin besprachen Herriedens Bürgermeisterin Dorina Jechnerer und Burgoberbachs Bürgermeister Gerhard Rammler zusammen mit Willi Heller vom begleitenden Ingenieurbüro und dem Herrieder Bauamtsleiter Marco Jechnerer die nächsten Schritte.
„Nach dem intensiven Planungs- und Abstimmungsprozess ist es sehr wichtig, dass in diesem Jahr die Baumaßnahmen beginnen“, wird Dorina Jechnerer in der Mitteilung zitiert. Durch die letztlich beschlossene Wegführung könne der Alltagsradverkehr zwischen Burgoberbach und Rauenzell gestärkt und ein für Radfahrer und Fußgänger sicherer, vom Straßenverkehr baulich getrennter Weg realisiert werden. Außerdem sei kein Eingriff in die Natur im sensiblen Bereich der alten Eiche am Ortseingang von Rauenzell erforderlich.
Die Mitglieder des Bau- und Verkehrsausschusses des Herrieder Stadtrats hätten sich die Entscheidung zur Streckenführung keineswegs einfach gemacht, erklärte Planer Willi Heller. Zunächst habe auch zur Diskussion gestanden, ob vorhandene Waldwege ertüchtigt und zum Radweg umgestaltet werden könnten.
Doch diese Option habe einerseits keine Zustimmung bei den Staatsforsten gefunden. „Andererseits wurde bei den Beratungen im Gremium auch infrage gestellt, ob ein Radweg, der fernab der Straße durch den Wald führt, dem subjektiven Sicherheitsempfinden genügt und bei Alltags-Radlern die erforderliche Akzeptanz gefunden hätte“, führte Heller weiter aus.
Die Gesamtkosten für das Projekt werden sich laut Bauamtsleiter Marco Jechnerer wohl auf zirka 3,1 Millionen Euro belaufen. Eine Förderzusage der Regierung von Mittelfranken im Rahmen des Sonderbaulast-Programms liege vor. Dennoch müssten zunächst rund 980.000 Euro von der Gemeinde Burgoberbach und 2,2 Millionen Euro von der Stadt Herrieden finanziert werden. Nach Erstattung der Fördergelder werde der Eigenanteil der Stadt Herrieden bei zirka 540.000 Euro liegen.
Bevor jedoch die Bauarbeiten voraussichtlich im zweiten Halbjahr beginnen können, erfolgen aktuell entlang der Staatsstraße umfangreiche Rodungsarbeiten im Auftrag der Staatsforsten.
„Eine Verzögerung der Rodungsarbeiten hätte uns bei dem Projekt vermutlich um bis zu ein Jahr zurückgeworfen“, hob Gerhard Rammler hervor. „Daher haben wir darauf gedrängt, dass noch im Februar die Bäume gefällt werden.“ Der Radweg zwischen Burgoberbach und Herrieden sei ein ganz wichtiges Projekt für beide Kommunen und es sei gut, dass „es nun endlich realisiert wird“.
Die Rathauschefs Jechnerer und Rammler lobten das gute und lösungsorientierte Miteinander und zeigten sich erleichtert, dass die Verantwortlichen der Staatsforsten alle Hebel in Bewegung gesetzt haben, so dass die Rodungsarbeiten noch rechtzeitig beginnen konnten. Auch die Abstimmung zwischen der Stadt Herrieden mit dem Staatlichen Bauamt gestalteten sich äußerst konstruktiv. In diesem Zusammenhang hob Dorina Jechnerer die Unterstützung von CSU-Stadtrat Robert Goth, der in Rauenzell lebt, hervor und dankte den Mitarbeitenden des Bauhofs, die die verkehrliche Sicherung der Rodungsarbeiten übernehmen.
Das Ingenieurbüro Heller bringe nun die erforderlichen Ausschreibungen auf den Weg. Fertiggestellt sein werde der Radweg voraussichtlich Ende 2026.